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Collage mit verschiedenen Covers des Magazins tearinfo
tearinfo: Das Magazin von TearFund

Krise in der zweiten Reihe

Seit dem 24. Februar erreichen uns Nachrichten über den Krieg in der Ukraine. Die Krise ist allgegenwärtig - und die Hilfsbereitschaft der Menschen gewaltig. Das ist beeindruckend, denn die Geflüchteten brauchen jetzt unsere Hilfe. Doch es beschäftigt uns, dass sich fast unbemerkt von der Öffentlichkeit in anderen Ländern dramatische Szenen abspielen.

Durch den Krieg in der Ukraine hat sich auch das Leid in anderen Ländern dramatisch vergrössert – durch stark gestiegene Preise und Hunger. Und während die Hungerkatastrophe am Horn von Afrika wohl inzwischen in den Medien angekommen ist, findet die Situation auf der anderen Seite des Roten Meeres weniger Beachtung. Dabei herrscht im Jemen gemäss der UNO die derzeit grösste humanitäre Krise.

Die Lage ist katastrophal und Schlagzeilen für die Medien gäbe es mehr als genug: «Millionen Menschen fliehen vor Krieg und Gewalt», «Über 16 Millionen Menschen leiden Hunger», «Der Krieg hat das Land und sein Gesundheitssystem zerstört» «Cholera bedroht die Bevölkerung». Solche Meldungen könnten sich nahtlos in den täglichen Wahnsinn in den Medien einfügen.

Gemäss der UNO ist der grösste Teil der Bevölkerung im Jemen dringend auf Hilfe angewiesen. 20 Millionen Menschen sind vom Hungertod bedroht. Auch Wasser ist Mangelware. Weil viele Brunnen zerstört wurden, wird das Wasser mit Lastwagen in die Dörfer transportiert. Zum Kochen oder Waschen reicht es oft nicht. Und wegen den miserablen sanitären Bedingungen wütet im Jemen die schlimmste Cholera- Epidemie, die je dokumentiert wurde. Viele Menschen können sich nicht mal ein Stück Seife leisten.

Quelle im dürren Land

Auch Louza litt unter der mangelnden Wasserversorgung. Die sechzigjährige Witwe musste täglich fünf Kilometer bis zur nächsten Wasserstelle laufen. Doch oft schaffte sie es nicht den Weg zurückzulegen und sie musste ihre Nachbarn bitten, ihr Wasser zu geben. Als im Dorf ihrer Tochter dank dem Projekt von TearFund die Zisterne renoviert wurde, schöpfte Louza Hoffnung. Sie konnte zu ihrer Tochter ziehen.

Hygiene schützt vor Krankheit

Die Tochter erinnert sich: «Früher konnten sich meine Kinder nur einmal oder zweimal im Monat waschen. Doch mit der Zisterne erhielten wir auch Schulungen in Hygiene und ich lernte, wie wichtig Sauberkeit für die Gesundheit ist. In den letzten beiden Monaten wuschen sich meine Kinder zweimal pro Woche.» Und sie ergänzt: «Sauber zu sein ist so ein gutes Gefühl. Ich bin Gott dankbar für das Wasser und für alle, die uns dieses und die Hygieneschulungen ermöglicht haben.»

 

tearinfo 2022

01/22: Jugendliche und Kinder verdienen Schutz02/22 und Jahresbericht: Ziel in Sicht ?!
03/22: Krise in der 2. Reihe04/22: in Bearbeitung

tearinfo 2021

01/21: Andere Gesichter, dasselbe Herz02/21: Vorwärts! Schritt für Schritt
03/21: Zurück zur Schule04/21: Wir ernten trotzdem

tearinfo 2020

01/20: Krieg und Frieden02/20: Gewusst wie!
03/20: Wie geht Liebe auf Distanz          04/20: Der lange Weg zum eigenen Klo

tearinfo 2019

01/19: Bereit für die Katastrophe?02/19: [ganz | heit | lich]
03/19: Unerwartet: Hoppla oder Wow?04/19: Nicht gestohlen sondern erspart!

tearinfo 2018

01/18: Schwerpunkt Kirche02/18: Schwerpunkt Bildung
03/18: Viel Potenzial trotz Handicap04/18: Ein Pate macht Träume wahr

tearinfo 2017

01/17: Wir haben Rechte02/17: Neue Wege in der Landwirtschaft
03/17: Trotz HIV ein gesundes Kind?04/17: Nirgendwo zu Hause. Auf der Flucht

tearinfo 2016

01/16: Zertifizierungen schaffen Vertrauen02/16: Lohn- und Spargruppen
03/16: Agenda 2030: Frau und Gleichstellung04/16: Der zweite Bildungsweg in der EZA

tearinfo 2015

01/15: Selbständig und stark02/15: Familiengeschichten
03/15: Klein, aber oho! Im Kleinen Grosses tun04/15: Klima des Wandels

Das Tearinfo 03/2022 als PDF

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