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Peru

Berufsbildung mit Zukunft

In der Schweiz betreten jeden Herbst Tausende von Jugendlichen Neuland und starten eine Berufsausbildung. In Peru sind Berufslehren noch wenig bekannt und werden sogar belächelt. Zusammen mit bewährten Partnern baut TearFund in Peru an einem Berufsbildungssystem, das Nachahmung verdient. Bildung schafft Zukunft.

Erlebt: Marielas Traum

Die Schülerin Mariela (12) ist begeistert vom Bäcker-Kurs: «Der Einblick in die Arbeit einer Bäckerin und in die Lebensmitteltechnologie motiviert mich sehr», sagt sie. «Ich kann mir gut vorstellen, nach dem Schulabschluss einen Beruf in diesem Bereich zu erlernen. So könnte ich die Ernährung in meiner Region verbessern.» Es ist nicht nur die Tätigkeit, die ihr Freude macht: «Ich finde es genial, wenn wir etwas herstellen aus den landwirtschaftlichen Produkten unserer Region. So können wir unsere Bräuche und Kultur erhalten. Danke, dass wir das erlernen dürfen!»

Die geplanten Ausbildungsgänge werden auch Themen wie Unternehmertum und Umgang mit Kundschaft enthalten. Es ist zu hoffen, dass vermehrt junge Menschen in ihren Dörfern Geschäfte aufbauen und lokale Produkte verarbeiten. So können sie Arbeitsplätze schaffen, die Wertschöpfung bleibt in der Region und unterstützt so die gesamte Entwicklung.

Projektinhalt

Das Bildungswesen des heutigen Peru bietet den jungen Menschen keine echten Zukunftschancen, der Weg von der Schule in die Arbeitswelt ist sehr schwer. Nur 10 % aller Maturanden schaffen den Sprung an die Universität. Die Jugendarbeitslosigkeit ist extrem hoch, die totale Arbeitslosenrate liegt momentan bei 28.5 %. Vor allem Menschen im Hochland sind oftmals vom Entwicklungs-prozess des restlichen Landes ausgeschlossen. Die fehlende Präsenz des Staates in den entlegenen Regionen ist ein zentrales Problem.

Das vorliegende Projekt zielt darauf ab, bereits ab der Sekundarstufe praktische Schulfächer anzubieten, Qualität und die Leistungen der vom Staat stiefmütterlich behandelten Berufsbildungszentren zu verbessern und deren Lehrpläne an die wirtschaftliche Nachfrage der jeweiligen Region anzupassen.

Partnerorganisation

Paz y Esperanza («Frieden und Hoffnung») setzt sich seit 1996 für die Rechte der Armen in Peru und ihre ganzheitliche Entwicklung ein. Der Auftrag der christlichen Organisation sind gesellschaftliche Veränderungen und bessere Lebensqualität für alle.

Projektgebiet

Apurímac liegt im südlichen Hochland (Anden) von Peru und ist die zweitärmste Region des Landes.

Projekt-Übersicht

LandPeru 
Gebiet

Apurímac

Schwer-
punkte

Förderung der Berufsbildung Verbessertes Einkommen

Partner

Paz y Esperanza