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TearFund-Zertifizierungen

Wir danken Ihnen, wenn Sie TearFund eine Spende anvertrauen. Wir nehmen unsere Verantwortung ernst und investieren ihren Beitrag wirkungsvoll in unserer Projektarbeit. Verschiedene Zertifikate geben Ihnen die Sicherheit, dass unser verantwortungsvoller Umgang mit Ihren Spenden auch extern überprüft wird.

Lesen Sie nach, wieso Sie uns Vertrauen können, wie und wo wir uns zertifizieren und warum uns die Zusammenarbeit mit anderen über Mitglied- und Partnerschaften so wichtig sind. Kurz zusammengefasst: Damit Sie sich sicher sein können, dass Ihr Geld für notleidende Menschen ohne Umwege dort ankommt, wie Sie es sich wünschen. Danke für Ihre Hilfe.

Familien von Gefangenen stärken

Familien von Gefangenen stärken: Eine junge Frau sitzt an einer Nähmaschine und lächelt in die Kamera.
Sambia

Familien von Gefangenen stärken

Inhaftierte und ihre Familien werden in Sambia stark stigmatisiert und benachteiligt. Solche Familien sind deshalb gefährdet, in chronische Armut abzugleiten. Das führt häufig zu erneutem straffälligem Verhalten. Die TearFund-Partnerorganisation Prison Fellowship Zambia setzt hier an. Sie unterstützt inhaftierte Menschen und ihre Familien, damit sie die Spirale von Armut und Illegalität durchbrechen können. 

Vom Lernenden zum Ausbildner

Bis zum Jahr 2013 war Jere Gladwell im Gefängnis und verbüsste eine fünfjährige Haftstrafe. Während dieser Zeit kam er in Kontakt mit unserer Partnerorganisation Prison Fellowship Zambia (PFZ). So erhielt er die Möglichkeit, eine Ausbildung als Schneider zu absolvieren. Seither sind nun knapp sechs Jahre vergangen und Jeres Leben hat sich drastisch verändert.

Wir finden ihn inmitten einer Lektion mit 6 Schülerinnen vor. Stolz erzählt Jere, dass dies bereits die zweite Klasse ist, welche er auf die staatliche Prüfung vorbereitet. Diese Prüfung wird übrigens in Zusammenarbeit mit PFZ durchgeführt. Mittlerweilen ist Jere nämlich Inhaber eines eigenen Schneidergeschäfts und bietet nebenbei noch die Vorbereitungskurse für die Schneiderprüfung an.

«Nachdem ich aus dem Gefängnis herausgekommen war, sah ich, wie die Leute in meinem Viertel litten und keine wirkliche Zukunft haben. Damit ihnen nicht dasselbe wie mir widerfährt, habe ich begonnen sie auszubilden, damit auch sie ihre Familie ernähren können.» Er verlangt dabei einen Unkostenbeitrag von 90 Kwacha (rund 8 Franken) für eine dreimonatige Ausbildung. Zusätzlich dazu, müssen die Teilnehmer das Material selbst mitbringen.

Dank den Einkünften aus der Schneiderei und den Schulungen kann Jere seine Familie (Frau und fünf Kinder) gut ernähren und die Kinder in die Schule schicken. All dies hat er der Ausbildung durch Prison Fellowship zu verdanken. Als Dank unterstützt er PFZ noch heute bei der Gefängnisarbeit indem er die Insassen motiviert und anhand von seinem Beispiel aufzeigt, dass auch sie es schaffen können.

Projektinhalt

Im Projekt werden die Angehörigen von inhaftierten Menschen befähigt, ihre Existenz zu sichern. Auch die sozialen und beruflichen Chancen von Kindern aus solchen Familien verbessern sich signifikant. Die Inhaftierten bekommen noch im Gefängnis eine Ausbildung. Nach ihrer Entlassung finden sie sozial und wirtschaftlich in die Gesellschaft zurück. Sie verleihen damit dem Projekt Ausstrahlung. Zudem sind sie Vorbild für eine gelungene Reintegration von Inhaftierten in die Gesellschaft. Das hat wiederum Einfluss auf den Strafvollzug und die Gesetzgebung in Sambia. 

Konkret wird dies erreicht durch:

  • Betreuung der inhaftierten Menschen durch qualifizierte Freiwillige. So werden die administrativen Kosten tief gehalten.
  • Vermittlung von unternehmerischen und handwerklichen Fähigkeiten wie Schneidern, Backsteinherstellung und Schreinerhandwerk an inhaftierte und ehemalig inhaftierte Menschen
  • Kampagnen zur Arbeitsplatzvermittlung von ehemaligen Häftlingen
  • Unterstützung der Familien von inhaftierten Menschen durch psychosoziale Betreuung und Information über ihre Rechte
  • Bildung und Unterstützung von dörflichen Spargruppen
  • Schulung in nachhaltiger Landwirtschaft für die Familien der inhaftierten Personen, damit diese sich selbst versorgen können

Partnerorganisation

Prison Fellowship Zambia wurde im Jahre 1984 durch die Initiative eines Geschäftsmanns gegründet, der aus politischen Gründen selbst im Gefängnis gelandet war. Er wurde von den Menschen, die ihn besuchten, sehr ermutigt. Das führte dazu, dass er noch im Gefängnis beschloss, eine Organisation zu gründen, die sich um Inhaftierte kümmert.

Anfänglich lag der Schwerpunkt der Arbeit auf der seelsorgerlichen Betreuung von inhaftierten Menschen. Schnell wurde aber klar, dass die inhaftierten Menschen in Sambia Unterstützung in weiteren Bereichen brauchen. Aufgrund der Tatsache, dass die Familien von inhaftierten oder ehemals inhaftierten Menschen mit enormen sozioökonomischen Problemen zu kämpfen haben, engagiert sich Prison Fellowship auch für die soziale und wirtschaftliche Rehabilitierung der betroffenen Familien.

Projektgebiet

Das Projektgebiet befindet sich in der Provinz Copperbelt. Copperbelt ist das bedeutendste Kupferabbaugebiet Afrikas. Nach Südafrika ist es auch das grösste Industriegebiet südlich der Sahara.

Projekt-Übersicht

LandSambia
Gebiet"Copperbelt" um Ndola
Schwerpunkte

Verbesserte Lebensqualität für benachteiligte Familien
durch Bildung von Spargruppen, Alphabetisierung,
Ausbildung für Inhaftierte etc.

Partner-
organisation
Prison Fellowship Zambia