Sie befinden sich im Bereich von TearFunds Nothilfe: Menschen irren nach dem verheerenden Tsunami auf Sulawesi in ihrem verwüsteten Dorf umher.
Tsunamis in Indonesien

Tödliche Wassergewalt

Ein schweres Erdbeben mit Tsunami hat im September 2018 Teile der indonesischen Insel Sulawesi verwüstet. Im Dezember sind die Inseln Sumatra und Java von einem Tsunami überrollt worden, dieses Mal nach einem Vulkanausbruch. Bei beiden Tsunamis kamen mehr als 2'500 Menschen ums Leben, über 1'300 werden noch vermisst und ca. 130'000 verloren alles, was sie besassen.

Tod, Zerstörung und Verzweiflung

Auf Sulawesi sind über 2'500 Todesopfer geborgen worden. Weit über 50'000 Personen sind obdachlos. 130'000 Menschen mussten ihren Heimatort verlassen.

Die wenigsten von uns können sich wirklich vorstellen, was es bedeutet, eine solche Katastrophe zu überleben. Wie Angst, Trauer und Zukunftsängste lähmen können. Und zu all dem kommen die unmittelbaren Nöte: Es ist kein Trinkwasser vorhanden, kein Essen. Das schützende Dach ist fort und es drohen Seuchen.

Helfen Sie jetzt

Indonesien hat die internationale Gemeinschaft um Hilfe gebeten. Unsere Partner vor Ort versorgen die Überlebenden mit dem Allernötigsten: Wasser, Nahrung und Notunterkünfte. Dazu brauchen wir Ihre Hilfe!

Bitte helfen Sie helfen: Schon 30, 50 oder 100 Franken bewirken viel. Bitte nutzen Sie den roten Spendenknopf rechts oben oder unten - herzlichen Dank!

Ihre Hilfe kommt an

Die lokalen Partner von TearFund unterstützen rund 2'000 Familien in sechs Dörfern auf Sulawesi in folgenden Bereichen:

  • Wasser und Hygiene (Latrinenbau, Sanierung von Wasserstellen, Hygieneschulung)
  • Sicherer Wiederaufbau (Schulungen für Maurer, Sicherheitsabklärungen)
  • Einkommen (Ersatz von Werkzeugen und Vieh, alternative Ausbildungen, Bargeld gegen Aufräumarbeiten)
  • Psychologische Unterstützung (Seelsorgetraining für Pastoren, psychologische Unterstützung für Kinder)
  • Widerstandsfähigkeit (Erarbeiten von Notfallplänen für sechs Dörfer, einfache Warnsysteme, Training)

Der Kampf um ein normales Leben

Abriani und ihr Sohn leben in einem Dorf in Sulawesi. Der Tsunami im September 2018 hat ihr Leben in ein Vorher und ein Nachher geteilt: Ihr Mann und Vater ist bei den Flutwellen ums Leben gekommen.

Auch ihr Zuhause ist zerstört. Abriani und ihr Sohn leben seither in einem Zelt. Vor dieser Katastrophe war Abriani Hausfrau und Mutter, während ihr Mann das Einkommen nach Hause brachte. Nun ist sie dafür zuständig, Geld zu verdienen. Dazu verkauft sie Fisch auf dem Markt.

Die kleine Familie ist Teil des Fresh Food Programms unserer lokalen Partnerorganisation Yayasan Bumi Tangguh (YBT). Abriani ist sehr dankbar für diese Hilfe: «Die Unterstützung entlastet uns sehr. Der Preis für Gemüse und Gewürze ist auf dem Markt sehr hoch. YBT gibt uns Gemüse, Fleisch und weitere Nahrungsmittel. Dies ermöglicht meinem Kind und mir eine gesunde Ernährung.»

Abriani hofft, dass YBT die Gemeinschaft weiterhin im Wiederaufbau unterstützen wird damit sie wieder ein normales Leben führen können.

 

Auch die Familie von Ibu Elva kämpft jeden Tag um dieses normale Leben. Vor dem Erdbeben arbeitete ihr Mann als Bauarbeiter. Um den täglichen Bedarf zu decken, sammelte und verkaufte Ibu zusätzlich Kokosnüsse. So konnten sie an einem anständigen Ort leben und ein gutes Leben führen.

Ibu sagt: «Wir waren immer dankbar, dass wir es gut hatten.» Doch das Erdbeben, welches Sulawesi am 28. September 2018 erschütterte, änderte alles. Viele Häuser, darunter auch das von Ibu und ihrem Mann, wurden dem Erdboden gleich gemacht. Jetzt wohnen sie in einem Zelt von 4x6 Metern und haben kein ausreichendes Einkommen.

«Gott sei dank kam Yayasan Bumi Tangguh in unser Dorf», sagt Ibu. «Sie boten uns verschiede Hilfsprogramme an, die unseren Bedürfnissen entsprechen. Sie gaben uns unter anderem Planen, Seile, Nägel und Bargeld für frische Lebensmittel. Zudem erhielten wir Küchen- und Hygieneartikel und einen Wasserfilter. Auch bauten sie Gemeinschaftslatrinen.»

Ibu fügt hinzu: «Wir sind sehr dankbar, denn ihr helft uns zu überleben.»

Das hat die Soforthilfe bewirkt

Dank Ihrer Unterstützung und unseren Partnern vor Ort, konnte den betroffenen Menschen unteranderem folgende Soforthilfe geleistet werden:

Jede Familie erhielt:

  • je nach Grösse 10, 15 oder 20 kg Reis
  • 2 Liter Kochöl
  • 2 kg Zucker
  • 1 kg Salz
  • 2 Packungen Schwarztee
  • 2 Dosen Kondenz-Milch
  • 1 kg Waschpulver
  • 4 Stück Seife
  • 1 Pack Hygieneartikel

Die Lehrpersonen sowie die Schulkinder erhielten Schulmaterial. Mittlerweile wurde schon ca. 3'000 Kindern Schulmaterial verteilt.

Kurz erklärt

Vor beiden Tsunamis wurde die Bevölkerung nicht gewarnt. Ende September war das teilweise ein Versagen der Informationskette. Der Tsunami im Dezember hatte jedoch gar keinen Alarm ausgelöst, da das Alarmsystem nur bei heftigen Erdbeben reagieren kann. Auslöser der Riesenwelle war jedoch ein Vulkanausbruch.

Unsere Hilfe durch das Hoffnungsnetz

Auf Sulawesi werden Lebensmittel und weitere Hilfsgüter verteilt. Schulen erhalten Material, damit sie den Unterricht wieder aufnahmen können. Bereits über 2700 Kinder erhielten Hefte, Stifte und Etuis. Weiter wird an der Wiederherstellung der Trinkwasserversorgung und dem Bau von Unterkünften gearbeitet.

Helfen Sie helfen: Schon 30, 50 oder 100 Franken bewirken viel. Bitte nutzen Sie den roten Spendenknopf rechts oben oder unten - herzlichen Dank! 

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