Östliches Afrika: Hungerkrise |
Ost Afrika: Hungerkatastrophe. Bild: FOOD FOR THE HUNGRY
Östliches Afrika: Hungerkatastrophe

Jetzt schnell handeln – bevor Millionen sterben

Im Osten Afrikas sind Millionen von Familien auf der Flucht vor der Dürre und vor Unruhen. Menschen, die Heimat, Hab und Gut zurücklassen müssen, sind unglaublich verletzlich. Sie haben keine Reserven mehr. Nichts, das sie noch verkaufen könnten. Keine Arbeit, um die nächste Mahlzeit für ihre hungernden Kinder zu verdienen. Werden sie von der Weltbevölkerung allein gelassen?

Bereits 2020 zeichnete sich die Dürreperiode im Osten Afrikas ab. Doch neben den grossen, die Medien beherrschenden Themen, fand die sich anbahnende Katastrophe zu wenig Gehör. Der Klimawandel, die Corona-Pandemie und nun die Krise in der Ukraine verschärfen den Hunger gleich mehrfach.

Lindern wir gemeinsam das Leid

  • Das Thema Dürre und Hunger wird medial an den Rand gedrängt.
  • Der Fokus liegt auch finanziell jeweils auf der Krise, die in den Medien am stärksten thematisiert ist.
  • Die Krise in der Ukraine verschärft die Lebensmittelknappheit zusätzlich und erhöht die Preise.

Kinder, die an Hunger leiden, haben ihr Leben lang körperliche und geistige Folgen. Bereits jetzt sterben die schwächsten von ihnen an Unterernährung und Infektionskrankheiten. Wir müssen jetzt handeln, um eine noch grössere Katastrophe zu verhindern. Tune, eine Mutter aus Kenia berichtet: «Unser Brunnen funktionierte mitten in der Trockenzeit nicht mehr. Ich musste täglich zu einem 20 km entfernten Brunnen laufen, um Wasser zu holen. Meine Kinder waren den ganzen Tag – über 10 Stunden lang – alleine und hungrig.» Im Moment kann sich Tune wieder um ihre Kinder kümmern, weil ihr Brunnen repariert wurde. Doch wie lange wird es überhaupt noch Wasser geben?

Konkrete Hilfe mit bewährten Partnern

Im Südsudan droht eine Hungersnot. Bereits heute hat mehr als die Hälfte der Bevölkerung nicht genug zu Essen. Als jüngstes Land der Welt (2011) hat es mit unzähligen Herausforderungen zu kämpfen; langjährige bewaffnete Konflikte, schwache Wirtschaft und Institutionen, langanhaltende Trockenzeiten, Naturkatastrophen und zuletzt mit den Folgen der Corona-Pandemie.

In den meisten Haushalten sind alle Vorräte aufgebraucht. Der Krieg in der Ukraine hat nun zu einem noch nie dagewesenen Anstieg der Preise für Essen und Transport geführt.Keine guten Voraussetzungen um die Vorräte wieder aufzustocken und das beudetet kein Saatgut für die neue Saison.

Zusammen mit unserer lokalen Partnerorganisation ACROSS unterstützen wir 940 Haushalte in den Bezirken Wulu und Rumbek mit:

  • Saatgut für Menschen in extremer Armut.
  • Schulungen in nachhaltiger Landwirtschaft, damit die Ernten grösser ausfallen.
  • Unterstützung beim Anbau von Gemüsegärten, um eine vielfältige Ernährung zu sichern und eine zusätzliche Einnahmequelle zu schaffen.

Besonders Kinder, Frauen und Menschen mit Beeinträchtigung profitieren vom Projekt, da ihr Bedarf besonders gross ist. Bei dem Projekt arbeitet ACROSS eng vernetzt mit Behörden, Kirchen, Kommisionen und Sippenvorsteher.

ACROSS arbeitet seit 50 Jahren im Sudan bzw. seit 2011 im Südsudan. ACROSS ist national sowie international gut vernetzt und setzt Projekte in der Humanitären Hilfe und der Entwicklungszusammenarbeit um, unter anderem in den Sektoren Bildung, Gesundheit, Landwirtschaft und Friedensförderung. TearFund Schweiz und ACROSS verbindet eine langjährige erfolgreiche Zusammenarbeit.

Mutter kämpft für ihre Kinder

Kev, Mutter von acht Kindern, hat täglich den gleichen Kampf: Essen für sich und ihre Kinder zu finden: «Ich sorge allein für unsere acht Kinder. Mein Mann ist immer wieder wochenlang weg, da er als Viehhirte jeweils Wasser und Nahrung für die Rinderherde sucht. Es ist eine grosse Last, dass alle Kinder allein von mir abhängig sind. Die grösste Herausforderung ist der Mangel an Lebensmitteln. Manchmal müssen wir eins unserer wenigen Besitztümer verkaufen, um etwas zu Essen zu haben. Unsere Mahlzeit ist «Aseda», eine Suppe aus Wasser und Hirsemehl. Die Zeit zwischen den Ernten ist sehr schwer und wir reduzieren die Mahlzeiten auf eine pro Tag – das Nachtessen.»

 

Bitte helfen Sie den Menschen in dieser extremen Notlage: Schon 30, 80 oder 120 Franken bewirken viel – herzlichen Dank!

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