Malawi: Überschwemmung |
Symbolbild eines Zyklons: Shutterstock
Malawi: Zyklone hinterlassen Not

Überschwemmungen zerstören Dörfer

Seit dem 26. Januar 2022 gilt in Malawi der Katastrophenzustand. Die Zyklone ANA und BATSIRAI führten insbesondere im Süden des Landes zu schweren Überschwemmungen. Nach Angaben der Bezirksregierungen sind fast eine Million Menschen betroffen, über 130'000 davon sind Kleinkinder (Stand Feb. 2022). Häuser und Brücken sind zerstört, Ernten und Viehbestände sind verloren. Die Infrastruktur (Schulen, Gesundheitseinrichtungen, Kirchen, Stromkraftwerke) ist teilweise zusammengebrochen, Wasserquellen wie Brunnen sind verschmutzt.

Da mehr als 85 % der malawischen Bevölkerung auf die Landwirtschaft angewiesen sind, bedeutet die Zerstörung der Ernten und Viehbestände den Verlust ihrer gesamten Lebensgrundlage. 77'532 Hektar von Anbauflächen (Mais, Erdnüsse, Sojabohnen, Tabak, Sesam, Reis und Baumwolle) wurden durch vollständige Abschwemmung oder Überschwemmung zerstört. Zum Vergleich: Der Jahrhundertsturm Lothar im Dezember 1999 zerstörte in der Schweiz Bäume auf einer Schadenfläche von rund 46'000 Hektar (Quelle: Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL)).

Essen ist Luxus

Jedes 3. Kind in Malawi ist unterernährt. Diese Naturkatastrophe verschlimmert diese traurige Lage zusätzlich. Insgesamt 193'000 Menschen benötigen dringend Nahrungsmittel. Die Preise dafür sind aber stark gestiegen.

Unsere zwei lokalen Partner World Relief Malawi (WRM) und Evangelical Association of Malawi (EAM) haben sich in dieser Krise zusammengetan, um möglichst schnell und effizient Nothilfe leisten zu können. Sie unterstützen die Familien mit Grundnahrungsmitteln und sauberem Wasser. Zudem verteilen sie Hygieneartikel, Wasserfilter und Moskitonetzte, damit die Ausbreitung von Krankheiten wie Malaria, Cholera und Covid-19 eingedämmt wird. Weiter geben sie den betroffenen Familien Saatgut von früh reifenden Maissorten, landwirtschaftliche Geräte und Kleinvieh (Ziegen oder Schweine), so können sie ihren Lebensgrundlagen langfristig wieder aufbauen.

Die Partnerorganisationen arbeiten dafür eng mit den Distriktbeamten und den örtlichen Kirchen zusammen. Die Auswirkungen von zukünfitgen Katastrophen werden gemildert und die Widerstandsfähigkeit von der Bevölkerung gestärkt. Dies trägt massgeblich dazu bei, dass die reguläre Projektarbeit weiterhin erfolgreich bleibt und Menschen so den Schritt aus der extremen Armut schaffen.

Bitte helfen Sie den Menschen: Schon 30, 80 oder 120 Franken bewirken viel. Bitte nutzen Sie den roten Spendenknopf  – herzlichen Dank!

So helfen wir: