Sie befinden sich in unserem Nothilfebereich. Hier zu unserer Hilfe für den Jemen. Hier ein Familienvater, der mit seinen Kindern auf die Ausgabe von sauberem Trinkwasser und Nahrungsmitteln wartet.
Jemen: Hilfe im Kriegsland

Wasser für Familien

Der Jemen, eines der ärmsten Länder der Welt, wurde durch den Bürgerkrieg fast komplett zerstört. Die Lage im Land ist katastrophal, die UNO bezeichnet sie als die derzeit weltweit grösste humanitäre Krise. Mehr als 24 Millionen Menschen, knapp 80 % der Bevölkerung, benötigen dringend Hilfe. Über die Hälfte von ihnen sind Kinder. Die Corona-Krise hat diesen Zustand noch verschlimmert. 10 Millionen Menschen leiden an akutem Hunger und mehr als 17,8 Millionen Menschen brauchen dringend Zugang zu sauberem Wasser.

Viele Familien müssen offene Wasserquellen nutzen, aus denen auch Tiere trinken. Das Wasser ist verunreinigt und Menschen werden krank – vor allem kleine Kinder leiden schnell unter lebensbedrohlichen Durchfällen.

TearFund Schweiz setzt sich gemeinsam mit Tearfund Deutschland für den Zugang zu sauberem Trinkwasser ein und lindert die akute Not von Familien im Jemen: Im neuen Nothilfe Projekt «Wasser für Familien» werden zum Beispiel lebensnotwendige Brunnen gebaut, Wasserzisternen saniert sowie Wasserfilter verteilt. Das Wasserprojekt ist darüber hinaus eine langfristige Investition. Der Bau von Latrinen fördert gute Sanitärbedingungen und regelmässige Schulungen der Bevölkerung über die Zusammenhänge zwischen Ernährung, Hygiene und Gesundheit wirken dem Ausbruch von Krankheiten entgegen.

Mit dem neuen Nothilfe Projekt werden über 3’600 Menschen erreicht. So können Kinder, ihre Familien und die ganze Dorfgemeinschaft überleben. Denn Wasser bedeutet Leben.

Die Umsetzung der Jemen-Nothilfe

Tearfund Deutschland arbeitet seit 1998 im Jemen. Gemeinsam mit lokalen Partnern, die die Lage in den jeweiligen Projektgebieten genau kennen, unterstützt Tearfund Deutschland die Jemeniten dabei, humanitäre Not zu überwinden und nachhaltige Verbesserung ihrer Situation zu erreichen. Die Schwerpunkte der Arbeit in Jemen sind Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene, sowie Gesundheit und Hungerhilfe.

Für die Menschen vor Ort ist das nicht nur Überlebenshilfe, sondern ein Zeichen der Hoffnung.

Bitte helfen Sie den Menschen: Schon 30, 50 oder 100 Franken bewirken viel. Bitte nutzen Sie den roten Spendenknopf rechts oben oder unten – herzlichen Dank!

Cholera ist nur eine der Bedrohungen für die Menschen im Jemen. Bombardierungen und Hunger sind trauriger Alltag. Die UNO spricht von der grössten humanitären Krise weltweit. Den Menschen im Jemen fehlt es an allem. Seit Mai bringen grossflächige Überschwemmungen zusätzliches Leid.

Kurz erklärt

Der Jemen liegt in Vorderasien und ist etwa anderthalbmal so gross wie Deutschland. Die Vereinten Nationen haben für den Jemen die höchste Notfallstufe ausgerufen.

Die aktuellen Friedensverhandlungen fokussieren auf die Lager der schiitischen Rebellen und einer von Saudi-Arabien angeführten Militärallianz. Letztere stützt den 2012 gewählten Übergangspräsidenten und ihm loyale Militärs.

Wie so oft ist es aber nicht so "einfach". Verschiedene politische Parteien, eine Unabhängigkeitsbewegung im ehemals sozialistischen Süden, islamistische Gruppierungen sowie diverse ethnische Gruppen und Familienclans mit jeweils unterschiedlichen Loyalitäten sind involviert.

In der Folge hat ein wirtschaftlicher Zusammenbruch, Blockaden der Häfen, Treibstoffmangel und extrem gestiegene Preise zu der humanitären Krise geführt, mit der wir heute konfrontiert sind.

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