Kinder im Jemen unterwegs auf Eseln und mit Wasserkanistern.
Jemen

Ernährung für Familien

Der Jemen, eines der ärmsten Länder der arabischen Welt, wurde durch den Bürgerkrieg fast komplett zerstört. Die Lage im Land ist katastrophal, die UNO bezeichnet sie als die derzeit weltweit größte humanitäre Krise. Mehr als 24 Millionen Menschen benötigen dringend Hilfe, über die Hälfte von ihnen sind Kinder. 10 Millionen Menschen leiden an akutem Hunger. Verschmutztes Wasser führt zu schweren Infektionserkrankungen.

Tearfund Deutschland arbeitet seit 1998 im Jemen. Nun beteiligt sich auch TearFund Schweiz mit einem Beitrag aus dem Nothilfefonds. Gemeinsam mit lokalen Partnern, die die Lage in den jeweiligen Projektgebieten genau kennen, unterstützt Tearfund die Jemeniten dabei, humanitäre Not zu überwinden und nachhaltige Verbesserung ihrer Situation zu erreichen. Die Schwerpunkte der Arbeit sind Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene, sowie Gesundheit und Hungerhilfe.

Umsetzung

Gemeinsam mit unseren lokalen Partnerorganisationen lindern wir die akute Not von Familien im Jemen. Die Versorgung mit Nahrung und Trinkwasser stellen wir sicher durch die Verteilung von Grundnahrungsmitteln und Wasserfiltern. Schulungen über die Zusammenhänge zwischen Ernährung, Hygiene und Gesundheit wirken dem Ausbruch von Krankheiten entgegen.

Die Wasserprojekte sind darüber hinaus eine langfristige Investition. Wir sanieren Zisternen oder bauen Anlagen zur Sammlung von Regenwasser von Hausdächern. Für die Menschen vor Ort ist das nicht nur Überlebenshilfe, sondern ein Zeichen der Hoffnung.

Kurz erklärt

Der Jemen liegt in Vorderasien und ist etwa anderthalbmal so groß wie Deutschland. Die Vereinten Nationen haben für den Jemen die höchste Notfallstufe ausgerufen. Die aktuellen Friedensverhandlungen fokussieren auf die beiden Lager der schiitischen Rebellen und einer von Saudi-Arabien angeführten Militärallianz. Letztere stützt den 2012 gewählten Übergangspräsidenten und ihm loyale Militärs. Wie so oft ist es aber nicht so "einfach". Verschiedene politische Parteien, eine Unabhängigkeitsbewegung im ehemals sozialistischen Süden, islamistische Gruppierungen sowie diverse Stämme mit jeweils unterschiedlichen Loyalitäten sind involviert. In der Folge hat ein wirtschaftlicher Zusammenbruch, Blockaden der Häfen, Treibstoffmangel und extrem gestiegene Preise zu der  humanitären Krise geführt, mit der wir heute konfrontiert sind.

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