Sie befinden sich im Bereich von TearFunds Nothilfe: Menschen irren nach dem verheerenden Tsunami auf Sulawesi in ihrem verwüsteten Dorf umher.
Die tödliche Wassergewalt der Tsunamis in Indonesien

Der Kampf um ein normales Leben

Abriani und ihr Sohn leben in einem Dorf in Sulawesi. Der Tsunami im September 2018 hat ihr Leben in ein Vorher und ein Nachher geteilt: Ihr Mann und Vater ist bei den Flutwellen ums Leben gekommen.

Auch ihr Zuhause ist zerstört. Abriani und ihr Sohn leben seither in einem Zelt. Vor dieser Katastrophe war Abriani Hausfrau und Mutter, während ihr Mann das Einkommen nach Hause brachte. Nun ist sie dafür zuständig, Geld zu verdienen. Dazu verkauft sie Fisch auf dem Markt.

Die kleine Familie ist Teil des «Fresh Food Programms» der lokalen TearFund Partnerorganisation World Renew (mit Yayasan SHEEP Indonesia). Abriani ist sehr dankbar für diese Hilfe: «Die Unterstützung entlastet uns sehr. Der Preis für Gemüse und Gewürze ist auf dem Markt sehr hoch. Dank dem Projekt erhalten wir Gemüse, Fleisch und weitere Nahrungsmittel. Dies ermöglicht meinem Kind und mir eine gesunde Ernährung.»

Abriani hofft, dass das Projekt die Gemeinschaft weiterhin im Wiederaufbau unterstützen wird, damit sie wieder ein normales Leben führen können.

Neuanfang

Auch die Familie von Ibu Elva kämpft jeden Tag um dieses normale Leben. Vor dem Erdbeben arbeitete ihr Mann als Bauarbeiter. Um den täglichen Bedarf zu decken, sammelte und verkaufte Ibu zusätzlich Kokosnüsse. So konnten sie an einem anständigen Ort leben und ein gutes Leben führen.

Ibu sagt: «Wir waren immer dankbar, dass wir es gut hatten.» Doch das Erdbeben, welches Sulawesi am 28. September 2018 erschütterte, änderte alles. Viele Häuser, darunter auch das von Ibu und ihrem Mann, wurden dem Erdboden gleich gemacht. Jetzt wohnen sie in einem Zelt von 4x6 Metern und haben kein ausreichendes Einkommen.

«Gott sei dank kam Yayasan Bumi Tangguh in unser Dorf», sagt Ibu. «Sie boten uns verschiedene Hilfsprogramme an, die unseren Bedürfnissen entsprechen. Sie gaben uns unter anderem Planen, Seile, Nägel und Bargeld für frische Lebensmittel. Zudem erhielten wir Küchen- und Hygieneartikel und einen Wasserfilter. Auch bauten sie Gemeinschaftslatrinen.» Ibu fügt hinzu: «Wir sind sehr dankbar, denn ihr helft uns zu überleben.»

Das Projekt ist momentan finanziert. Bitte spenden Sie jetzt für den Nothilfefonds, so dass wir auch in Zukunft Menschen in Not schnell und unbürokratisch helfen können.

Kurz erklärt


Ein schweres Erdbeben mit Tsunami hat im September 2018 Teile der indonesischen Insel Sulawesi verwüstet. Im Dezember sind die Inseln Sumatra und Java von einem Tsunami überrollt worden, dieses Mal nach einem Vulkanausbruch. Bei beiden Tsunamis kamen mehr als 2'500 Menschen ums Leben, über 1'300 werden bis heute vermisst und 130'000 verloren alles, was sie besassen.

Vor beiden Tsunamis wurde die Bevölkerung nicht gewarnt. Ende September war das teilweise ein Versagen der Informationskette. Der Tsunami im Dezember hatte jedoch gar keinen Alarm ausgelöst, da das Alarmsystem nur bei heftigen Erdbeben reagieren kann. Auslöser der Riesenwelle war jedoch ein Vulkanausbruch.

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