Abgeschlossene Projekte: Bild einer von einem Sturm zerstörten Strandregion.
Nothilfe

Abgeschlossene Nothilfe-Projekte


Südsudan (Pibor) 2018 bis 2019

Durch den Bürgerkrieg im Südsudan – dem jüngsten Staat der Welt – brachen staatliche Strukturen zusammen oder konnten nach den jahrzehntelangen regionalen Konflikten gar nicht erst aufgebaut werden. Eine Erneuerung des Friedensabkommens im Sommer 2018 beendete zwar den über fünf Jahre dauernden Bürgerkrieg offiziell, doch insbesondere das Bildungssystem ist noch immer am Boden. Der Osten des Landes gehört zu den ärmsten Regionen.

Dank der Hilfe von TearFund und der lokalen Partnerorganisation ACROSS wurde die einzige Sekundarschule für den ganzen Bezirk «Greater Pibor Administrative Area» aus den Ruinen wiederaufgebaut. Kinder kommen nun von weit her, um hier eine Bildungschance zu erhalten. Dabei wurde besonders auf eine sichere Bauweise und die Gestaltung einer kinderfreundlichen Umgebung geachtet, sowie Lehrpersonen weitergebildet. Das Projekt wurde von UNICEF unterstützt.

Malawi Zyklon Idai 2019

Am 14. März 2019 traf der Zyklon Idai mit voller Wucht auf die Küste von Mosambik. Im Verlauf der folgenden Tage wurden auch Gebiete in Simbabwe und Malawi überflutet. 1,8 Millionen Menschen waren betroffen, die Hälfte davon Kinder.

Dank der Zusammenarbeit mit bewährten Partnern in Malawi erhielten 650 Haushalte Nahrungsmittel und andere Hilfsgüter. 1'200 Personen wurden in Traumabewältigung geschult.

Mosul/ Irak 2017 bis 2018

Zentausende Menschen flohen in der Region Mosul vor dem IS und suchten Zuflucht in den Notunterkünften im Norden Iraks. Die Ausnahmezustände in den Unterkünften führten zu Hygieneproblemen und fehlender Trinkwasserversorgung.

Zusammen mit Partnern baute TearFund Wasserleitungen, Toiletten und Duschen. Wassertanks wurden installiert sowie alte Wasser-Bohrlöcher reaktiviert. Anschliessend folgte die dauerhafte Hilfe zur Einkommensförderung, damit sich die Menschen wieder eine Existenz im eigenen Land aufbauen können.

Nepal 2015 bis 2017

Am 25. April 2015 erschütterte ein Erdbeben der Stärke 7.8 Katmandu und Umgebung. Im Wiederaufbau nach der ersten Katastrophenhilfe unterstützte TearFund den sicheren Neubau von Häusern.

Zusammen mit der Partnerorganisation World Renew erhielten 300 Familien zunächst notwendigen temporären, sowie anschliessend nachhaltigen Wohnraum.

Philippinen Taifun 2013 bis 2017

Am 8. November 2013 fegte der schreckliche Taifun Haiyan über die Philippinen. Im Anschluss an die Katastrophenhilfe engagierte sich TearFund dafür, dass auch die Folgen überwunden wurden.

Zusammen mit lokalen Partnern unterstützten wir in acht Dörfern 332 Familien mit Material und Schulung. Sie konnten so ihren Lebensunterhalt wieder aufbauen.

Zudem wurden soziale Einrichtungen gefördert, um die Widerstandsfähigkeit der Bevölkerung zu stärken. Ebenso organisierte TearFund die Vermittlung von Know-how in Bereichen wie nachhaltige Landwirtschaft, lokale Wirtschaft und Handel sowie soziales Engagement.

Malawi Sommer 2016

Nach der vorjährigen Auswaschung der Bodennährstoffe durch sintflutartige Regenfälle löste eine aussergewöhnlich schwere Dürre im Sommer 2016 eine grosse Hungersnot in Ostafrika aus.

Der Hauptauslöser der verheerenden Situation war das Wetterphänomen El Niño, das sich durch die Klimaerwärmung immer mehr verstärkt und öfters vorkommt.

Mit unseren erfahrenen Partnerorganisationen vor Ort versorgte TearFund 320 Haushalte mi Saatgut und Nahrungsmitteln wie Mais, Hülsenfrüchten und Öl. Die Bevölkerung half bei der Güterverteilung aktiv mit.

Demokratische Republik Kongo 2015

Die heftigen Attacken durch bewaffnete Gruppierungen in den vergangenen Jahren und die Überschwemmungen im Jahr 2015 führten zu sehr grossen Infrastrukturschäden und dem Fehlen von sauberem Wasser. Als Folge davon verschlechterte sich insbesondere der Zugang zu sicherem Wasser und Siedlungshygiene nochmals massiv.

Hinzu kam der Mangel an notwendigsten Haushaltsartikeln. Kinder unter 5 Jahren, schwangere und stillende Frauen waren besonders gefährdet.

Das Projekt verbesserte die Lebensbedingungen der Menschen durch den Zugang zu sicherem Wasser und sanitären Einrichtungen, sowie durch Hygieneschulung und Malariaprävention. Vom Projekt profitierten insbesondere Kinder unter 5 Jahren sowie schwangere und stillende Frauen.

Malawi 2015

Die starken Regenfälle, von denen die Gebiete im Süden Malawis, in den ersten Wochen des Jahres 2015 betroffen waren, wurden im weiteren Verlauf von grossen Überschwemmungen begleitet.

In 15 Distrikten wurde von der malawischen Regierung der Notstand ausgerufen. Mehr als 200 Menschen starben und 700‘000 Menschen mangelte es an Unterkünften, Nahrungsmitteln, trockenen sanitären Anlagen und medizinischer Versorgung. Das Ziel der Nothilfe waren die Verbesserung der Ernährungssicherheit und der Wiederaufbau von Unterkünften für die von den Überschwemmungen betroffenen Menschen.

300 Haushalte wurden für mindestens vier Monate mit Nahrungsmitteln versorgt und erhielten Zugang zu sicherem Trinkwasser. 52 Haushalten wurden Notunterkünfte und wichtige Alltagsutensilien bereitgestellt. 300 Haushalte erhielten Saatgut und Dünger, um ihre zerstörten Ernten zu ersetzen und eine mittelfristige Hungerperiode zu vermeiden.

Südsudan (Boma) 2015 bis 2017

Durch eine blutige Rebellion wurden 2012 und 2013 rund 40'000 Menschen im ehemaligen Pibor County in die Flucht getrieben. Im Mai 2014 wurde ein Friedensvertrag zwischen der Regierung Südsudans und den Rebellen unterzeichnet und die semiautonome Region Greater Pibor Administrative Area, die direkt dem Präsidialamt unterstellt ist, gebildet.

Durch die Bildung der semi-autonomen Region verbesserte sich die Sicherheitssituation und die Menschen begannen langsam zurückzukehren. Das Projekt leistete einen Beitrag zur Verbesserung der Lebensbedingungen und zum Wiederaufbau der Existenzgrundlagen der rückkehrenden Familien.

Zentralafrikanische Republik 2014

TearFund leistete einen Beitrag zur Ernährungssicherung von 3'500 intern vertriebenen Menschen auf dem Campus der Evangelischen Fakultät und in Béthanie, innerhalb der Stadt Bangui.

28'000 kg Nahrungsmittel und 700 Matten wurden eingekauft und an zwei Standorten sicher eingelagert. 467 Familien (3‘500 Personen) erhielten 30kg Nahrungsmittel pro Monat für eine Periode von zwei Monaten.

Kenia 2011 bis 2013

Dürre, Bürgerkrieg und starke Inflation führten in Ostafrika zu einer Hungerkrise.

Aufbauend auf die geleistete Soforthilfe wurden Haushalte gestärkt, um gemachte Fortschritte der Ernährungssicherung zu halten.

Mittels Verteilung von Saatgut konnte die Nahrungsmittelproduktion gesteigert werden. Durch Aufstockung des Viehbestandes und Rekonstruktion von sicheren Wasserstellen wurde den Bedürftigsten Familien geholfen.

Horn von Afrika 2011 bis 2013

Nach Schätzungen des Welternährungsprogramms benötigten im Jahr 2011 über zwölf Millionen Menschen am Horn von Afrika Nahrungsmittelhilfe. TearFund half sofort.

In den Distrikten Mbeere, Tharaka und Isiolo erhielten 1'900 Haushalte Saatgut in Form von Sorghum, Hirse, Mungbohnen und Gemüse.

Bis Ende Januar 2013 nahmen 586 Haushalte an Trainings und tiergesundheitlichen Dienstleistungen teil. 28 Wasserrückhaltebecken wurden gebaut oder instandgesetzt.

Niger 2007 bis 2012

Dürren, Unterernährung und Hunger sind in der Sahel-Region leider eine wiederkehrende Erscheinung. Die Situation wie sie sich 2012 in der Sahel-Region zeigte, hatte allerdings ein alarmierendes Ausmass erreicht.

Über 19 Millionen Menschen Westafrikas waren von der Krise betroffen und verfügten nicht mehr über genügend und qualitativ gute Nahrungsmittel, die langfristig ein gesundes Leben ermöglichen. Eine Million Kleinkinder waren von einer schweren, akuten Mangelernährung bedroht, die in kurzer Zeit zum Tod führen konnte.

Das Projekt konzentrierte sich auf einkommensgenerierende Aktivitäten und das Lernen über den Erhalt der Bodenfruchtbarkeit, den Erosionsschutz und die Agroforstwirtschaft durch praxisorientierte Schulung auf dem Feld. Das Projekt trug zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit von 330 Haushalten in sechs Gemeinden bei, die mit den Folgen der Ernährungskrise konfrontiert waren.

Simbabwe 2007 bis 2012

Die Ernährungssicherheit in Simbabwe war seit einigen Jahren kritisch. Das langjährige Projekt ermöglichte es Kleinbauern, dank nachhaltiger Landwirtschaft einen auf Dauer deutlich grösseren Ertrag zu erwirtschaften.

Philippinen 2011 bis 2012

Am 16. Dezember 2011 brach nach einem Unwetter eine Sturzflut über die südlich gelegene philippinische Insel Mindanao herein.

Über 1'200 Menschen fielen den Überschwemmungen zum Opfer. Rund 640'000 Menschen waren von den Überschwemmungen betroffen.

Durch Wiederaufbau von Häusern und Verteilung von Gütern konnten durch TearFund und unseren Partnerorganisationen 3'350 Personen geholfen werden.

Pakistan 2010 bis 2012

Im Juli 2010 wurde Pakistan von den schwersten Fluten seit vielen Jahren getroffen.

Ein Jahr später war dieselbe Gegend erneut betroffen, dieses Mal mit rund 5,4 Millionen Menschen. 1,8 Millionen mussten ihre Häuser verlassen, mehrere Hundert Menschen sind umgekommen.

Im Jahr 2012 erhielten durch Wiederaufbauarbeiten und Güterverteilung insgesamt 21'000 Menschen Unterstützung von TearFund und ihren Partnerorganisationen.

Haiti 2010 bis 2012

Rund 227'000 Menschen fielen dem Erdbeben von Januar 2010 zum Opfer und etwa 2,3 Millionen Menschen wurden obdachlos.

Aufgrund der grossen Zerstörung und der immensen Armut des Landes dauert der Wiederaufbau sehr lange. Nach der akuten Nothilfephase mit Verteilung von Überlebenspaketen und Essensausgabe arbeitete TearFund mit am Wiederaufbau.

Zusammen mit unseren internationalen Partnern bauten wir insgesamt 380 Familien-Latrinen, zehn öffentliche Grosslatrinen sowie 78 permanente Häuser. Davon konnten 100 Latrinen und zwölf Häuser allein mittels unserer Schweizer Spenderinnen und Spender finanziert werden.

Sudan/Darfur 2012

Seit 2003 herrschte im sudanesischen Darfur Bürgerkrieg zwischen bewaffneten Gruppen und der Regierung.

Schätzungsweise 4,5 Millionen Menschen waren betroffen – sie wurden teils aus ihren Dörfern vertrieben oder konnten aufgrund der grossen Gefahren von Angriffen ihre Felder nicht mehr bewirtschaften.

TearFund unterstützte Partnerorganisationen vor Ort in der Finanzierung von Lebensmittelhilfe, Präventionsprogrammen und psychosozialer Unterstützung.

Weitere abgeschlossene Projekte

  • 2010, Haiti, Erdbeben, Wiederaufbau
  • 2009, Philippinen, Taifun, Wiederaufbau und psycho-soziale Hilfe für Kinder
  • 2009, Bangladesh, Zyklon, Verteilung von Hilfsgütern
  • 2009, Pakistan, Überflutung, Existenzsicherung
  • 2009, Zimbabwe, Dürre, Ernährungssicherheit
  • 2008, Bangladesh, Nahrungsmittelknappheit, Verteilung von Nahrungsmitteln
  • 2008, Myanmar, Zyklon, Wiederaufbau
  • 2007, Bangladesh, Zyklon, Verteilung von Hilfsgütern
  • 2007, Bangladesh, Überflutung, Verteilung von Hilfsgütern
  • 2007, Indien, Erdbeben, Nahrungsmittelverteilung und medizinische Versorgung
  • 2007, Mozambique, politische Instabilität, Verteilung von Hilfsgütern für intern Vertriebene
  • 2007, Uganda, Überflutung, Wiederaufbau und Existenzsicherung
  • 2006, Ostafrika, Trockenheit, Ernährungssicherung
  • 2006, Nepal, humanitäre Krise, Verteilung von Hilfsgütern
  • 2006, Pakistan, Erdbeben, Schutz
  • 2005, Bangladesh, grosse Waldbrände, Verteilung von Hilfsgütern
  • 2005, Sudan (Darfur), humanitäre Krise, Ernährungssicherung
  • 2005, Niger, Dürre, Ernährungssicherung
  • 2005, Sri Lanka, Seebeben und Tsunami, Nothilfe und Wiederaufbau
  • 2004, Afghanistan, Dürre, Infrastruktur wiederaufbauen und Ernährungssicherheit
  • 2004, Bangladesh, Überflutung, Verteilung von Hilfsgütern
  • 2004, Sudan (Darfur), humanitäre Krise, Ernährungssicherung
  • 2003, Irak, intern Vertriebene, Wiederaufbau
  • 2003, Iran, humanitäre Krise, Verteilung von Hilfsgütern
  • 2001, El Salvador, Erdbeben, Wiederaufbau beschädigter Häuser