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Malawi: Nachhaltig gegen Hunger

Öko-Landbau stärkt Familien

Ziel des Projekts ist es, die Ernährungs- und Lebensgrundlage von rund 6'000 Haushalten im Distrikt Dedza, Malawi, zu verbessern. Dies wird erreicht durch vier verschiedene Interventionen.

Rund 3'200 Projektbeteiligte erhalten Schulungen in Praktiken der nachhaltigen Landwirtschaft zur Steigerung der Pflanzenproduktion bei minimaler Bodenbearbeitung. Hierfür werden unter anderem Verfahren angewendet um die Bodenfruchtbarkeit und den Feuchtigkeitsgehalt zu verbessern.

Projektinhalt

Rund 450 Haushalte werden in Gruppen organisiert, um in Kleingärten in der Trockenzeit durch ein Bewässerungssystem Nutzpflanzen und Gemüse zu züchten. Dies ermöglicht es ihnen, zweimal jährlich Nahrungsmittel und Nutzpflanzen anzubauen und dadurch ihre Nahrungsmittelproduktion und ihr Einkommen zu steigern.

Ausserdem werden rund 1'500 Landwirte ermutigt, Gemüsegärten anzulegen um das erlernte Wissen über eine reichhaltige Ernährung in ihren Familien anwenden zu können.

Projektziele

195 bedürftige Haushalte züchten in Gruppen Ziegen, welche nach deren Vermehrung an die Mitglieder der Gruppe weitergegeben werden. Dabei werden die Projektbeteiligten in der artgerechten Haltung der Tiere und deren Impfung geschult. Schlussendlich profitieren rund 800 Personen von der Teilnahme in einer Spar- und Leihgruppe. Die Menschen erhalten das Wissen, um sich finanziell gemeinschaftlich abzusichern. So können sie Kleinstbeträge sparen und damit z.B. die Schulgebühren der Kinder bezahlen und fehlendes Saatgut oder Land kaufen.

Zusammenarbeit

Das Projekt wird in enger Zusammenarbeit mit dem Landwirtschaftsministerium und der Abteilung für Gemeinschaftsdienste im Distrikt Dedza durchgeführt. Darüber hinaus werden im Projekt der Bezirksvorstand der Evangelischen Allianz und ein Konsortium von Ortsgemeinden zusammenarbeiten, um die Kapazität der Kirche in der Entwicklungsarbeit zu stärken.

Partnerorganisation

Die Evangelical Association of Malawi (EAM) ist als Nicht-Regierungs-Organisation registriert und eine christliche Dachorganisation für evangelische Kirchen und christliche Organisationen in Malawi. Der Verband wurde 1962 gegründet mit dem Ziel, die Mitgliedskirchen zu stärken und soziale Projekte zu fördern. EAM arbeitet dabei eng mit staatlichen, kirchlichen und zivilgesellschaftlichen Akteuren im ganzen Land zusammen.

Projektgebiet

Der Distrikt Dedza liegt in der Zentralregion Malawis, angrenzend an den Distrikt Lilongwe im Nord/Nordwesten, die Distrikte Salima und Mangochi im Osten sowie den Distrikt Ntcheu und die Republik Mosambik im Süden. Das Projektgebiet liegt im Gebiet von T.A. Kachere in welchem insgesamt rund 15’400 Haushalte Leben.
Das Projektgebiet wurde wegen des schlechten Ernährungs- und Lebensumfelds der Menschen ausgewählt und weil es im Vergleich zu anderen Teilen des Bezirks Dedza nur sehr wenige Entwicklungsorganisationen gibt, die dort arbeiten.

Kurz erklärt

Vor einigen Jahren wurde in Simbabwe die Anbaumethode «Farming God’s Way» – zu deutsch «Landwirtschaft nach den Grundsätzen der Schöpfung» – formuliert.

Die Grundlagen und Empfehlungen sind wissenschaftlich belegt und decken sich mit Erkenntnissen aus dem ökologischen Landbau. Diese werden ergänzt durch biblische Leitsätze, die in den christlich geprägten Regionen Afrikas für Kleinbauern einfacher nachvollziehbar sind. Daher auch der Name.

Nachhaltige Landwirtschaft bedeutet minimales Pflügen, keine Pestizide, organische Düngung und Bodenbedeckung mit Mulch, damit dieser nicht austrocknet. Der Ansatz wird oft kombiniert mit Wiederaufforsten von Wäldern und Quellschutz.

Projekt-Übersicht
Land:Malawi
Gebiet:Traditional Authority
Kachere, Distrikt Dedza
Schwerpunkte:Nachhaltige Landwirtschaft,
Aufbau von Spar-
und Leihgruppen, Einkommens-förderung, Mobilisierung von Kirchen
Partnerorganisation:Evangelical
Association of
Malawi (EAM)