Sie befinden sich im Bereich Aktiv Werden, Handeln, Xperience 2018: Crowdfunding-Aktion (Bild: Marcus Perkins/Tearfund)
Xperience 2018: Jeder Meter zählt!

Sauberes Trinkwasser für 4 Dörfer

Juli 2018: Zwölf junge Menschen sind zusammen mit TearFund Schweiz in Uganda. Die Mission dieser Jugendlichen: Vier Dörfer mit sauberem Wasser zu versorgen! Wir berichten in unregelmässigen Abständen von ihren spannenden Erlebnissen. Auch Sie können Teil davon werden und unsere Crowdfunding Aktion für Uganda unterstützen (Button in der rechten Spalte).

 

31.07.18 Zum Abschied: «Diese Zeit wird unser Leben prägen»

Dominik Bürge berichtet über die letzten Tage der Gruppe in Uganda:

«Unser Abenteuer neigt sich langsam dem Ende zu. Seit unserem letztem Arbeitstag in Kanzhobe, dem 27. Juli, sind schon wieder einige ereignisreiche Tage vergangen. Es war sehr schön für uns zu sehen, wie sich die Baustelle entwickelt hat. Vom Ausgraben der Quelle über das Mauern des Auffangbeckens bis zum Betonieren der Collection Box (ein Tank, in dem das Wasser gereinigt und verteilt wird) konnten wir alles miterleben. Somit konnten wir die Baustelle mit positiven Gefühlen verlassen. »

«Nach getaner Arbeit begannen die Vorbereitungen für den letzten Abend in Kanzhobe. Nach acht Tagen ohne Fleisch gab es zur Feier zwei Hühner. Da diese jedoch noch lebten hatten diejenigen, die wollten, die Möglichkeit beim Schlachten zuzuschauen oder aktiv mitzuhelfen. Das vielfältige Menu; Schlangenbrot, Reis, Gemüse, Poulet und verschiedene Früchte nahmen wir bei gemütlicher Stimmung rund um ein grosses Lagerfeuer ein.

Es gab uns die Möglichkeit beim Flackern der Flammen die letzten Tage nochmals Revue passieren zu lassen. Prägende Erlebnisse kamen nochmals hoch. Die Übergabe eines Fussballs an eine Schulklasse und die riesige Freude des Lehrers und der Schüler zu spüren und ihre lachenden Gesichter zu sehen war einer von vielen Höhepunkten. Oder der Besuch von alten und kranken Menschen ging vielen von uns sehr nahe. Ihre Dankbarkeit nur für unsere Anwesenheit war beeindruckend. Oder ihre Lebensfreude trotz der sehr schwierigen Umstände werden wir nie vergessen. »

«Nach einem kurzen Abstecher ins bereits bekannte Guest House in Kabale und einem Gottesdienstbesuch ging es für uns weiter zum Lake Bunyonyi. Der See liegt idyllisch eingebettet in einer wunderschönen afrikanischen Hügellandschaft. Mit dem Motorboot erreichten wir die Insel Buschara, wo wir uns für zwei Tage erholen konnten. Müde aber zufrieden bezogen wir die schon fast luxuriös eingerichteten Zelte und Baumhäuser. Ganz ohne Motorgeräusche oder Stadtlärm, sondern unter entspannendem Vogelgezwitscher und Grillengeräuschen schliefen wir ein, bis uns das Plätschern des Regens am Morgen weckte. Im Verlauf des Morgens liess der Regen nach und am Mittag brachen die ersten Sonnenstrahlen durch, was uns zu verschiedenen Aktivitäten am Nachmittag einlud. Während einige einfach nur entspannten, liessen sich andere zu einer Kanufahrt oder zum Besuch eines Seilparks hinreissen. Nach einem guten Essen liessen wir den Tag wiederum mit einem Lagerfeuer ausklingen. Die während des Tages eher gestresst wirkende Kellnerin gesellte sich zu uns, zeigte sich von ihrer herzlichen Seite und freute sich riesig, uns ein Lied auf Rutschiga beizubringen und die afrikanische Lebensfreude auf uns zu übertragen.»

«Obwohl die fast drei Wochen wie im Flug vergingen, konnten wir extrem viel über die Kultur in Uganda, über eine andere Lebensweise, aber auch über uns selber lernen. Ganz realisieren, was wir alles erlebt haben, in was für einer komplett anderen Welt wir in der Schweiz leben und was für privilegierte Menschen wir sind, konnten wir noch nicht. Wir werden sicherlich unsere Zeit brauchen, um die Erlebnisse und Eindrücke zu verarbeiten. Ich kann aber bereits sagen, dass dies drei unvergessliche Wochen waren, die unser Leben prägen werden.»

Wir sehen uns in der Schweiz! 

Bis bald, Xperience Team

26.07.18 Unser Alltag in Kanzhobe

Die Xperience-Teilnehmerin Ruth Krebs erzählt live aus Kanzhobe, Uganda:

«Nun sind wir schon seit mehr als einer Woche hier in Kanzhobe. Langsam aber sicher kehrt Alltag ein. Am Morgen arbeiten, dann Mittagessen und danach faulenzen oder mit den Kindern spielen. Und Wasser holen, wenn der Stand im Tank zu tief gesunken ist.

Wasserholen ist ein gutes Stichwort. Zum Glück ist die Wasserstelle nur drei Minuten entfernt. Denn es ist nicht leicht ein Kanister von 20l Wasser zu tragen und das noch bergauf. Wir haben da verschiedene Methoden getestet. Einfach in der Hand, auf der Schulter oder auf dem Kopf. Bis jeder von uns herausgefunden hat, wie es am besten funktioniert, hat es eine Weile gedauert und wie man am wenigsten nass wird (teilweise waren die Kanister nicht ganz dicht). Bestimmt sind wir jetzt auch Dorfgespräch Nummer eins. Bei unseren diversen Versuchen hatten wir nämlich Zuschauer und zwar nicht wenige. So war es dann am Schluss eine «win-win» Situation. Wir haben Wasser bis zum Tank geschleppt und die Dorfbewohner haben eine gute Geschichte, über die sie wohl noch einige Zeit lachen werden.»

«Die Arbeit bei den Quellen, es sind insgesamt fünf, ist sehr spannend. Da wir letzte Woche ein fertiges Projekt gesehen haben, ist es jetzt umso spannender den Anfang mitverfolgen zu können. Nachdem die Quelle gefunden ist, werden Steine darübergelegt, welche vor allem die Frauen heruntergeschleppt haben. Am Rand wird dann mit Lehm abgedichtet. Von dem Punkt, wo die Quelle entspringt, bis dorthin wo man dann das Wasser in ein Rohr leitet, sind es ungefähr drei bis vier Meter. Da, wo dann die engste Stelle ist, wird dann, eingebettet von Steinen, eine kleine Mulde aus Lehm gemacht. Darin sammelt sich das Wasser und läuft dann in ein Rohr, welches zum jetzigen Zeitpunkt in den Lehm gedrückt wird. Anschliessend kommt über diese kleine Mulde ein grosser Stein. Dann wird das Ganze mit Plastik eingefasst, mit Lehm verschlossen, nochmal mit Steinen und am Schluss mit Erde bedeckt. »

«Das Projekt soll am Schluss sieben Dörfer mit Wasser versorgen. Jeden Tag kommt ein anderes Dorf um zu helfen. Da hier mangels Bagger usw. nur mit purer Muskelkraft gearbeitet wird, sind viele Leute notwendig. Am meisten erstaunt waren wir über die Frauen, die auf ihrem Kopf Steine geschleppt haben, die wir nicht mal anheben konnten. Neben dem Stein war auf dem Rücken oft auch noch ein Baby mit dabei. »

«Am Dienstag nach der Arbeit gingen wir in eine Schule, etwa 30min zu Fuss, und haben eine Unterrichtslektion in Englisch gehalten für Schüler von der dritten bis zur siebten Klasse und für die Kindergartenkids. Unsere Gruppe hat sich aufgeteilt und dann mit viel Kreativität je eine Lektion geplant. Die Kinder haben sich gefreut und am Ende der Lektion hat man ganz viele farbige Flecken gesehen, weil fast jedes Kind einen Ballon bekommen hat.

Das war ein kleiner Einblick in unsere Erlebnisse. Wenn ihr mehr wissen wollt, müsst ihr auf den nächsten Bericht warten oder uns ausfragen, wenn wir zurück sind. »

Bis bald! Xperience-Team

25.07.18 Arbeit und Vergnügen

Unsere Gruppe in Uganda gibt richtig Gas! Sandra erklärt im Video, was grad auf der "Baustelle" passiert. Toll zu sehen, was sie in den wenigen Tagen bereits geschafft haben! Neben den Bauarbeiten gab es auch Gelegenheit, in der Primarschule eine Englischlektion zu übernehmen und mit den Kids Fussball zu spielen.

Beteilige dich an unserer Crowdfunding Aktion und hilf mit, sauberes Trinkwasser in die 4 Dörfer zu bringen: www.100-days.net/de/projekt/wasserversorgung-uganda

Mehr Impressionen hier: www.facebook.com/pg/tearfund.ch/photos/

22.07.18 Das Fundament ist gelegt!

Unsere Jugendlichen geben vollen Einsatz für sauberes Trinkwasser! Nachdem letzte Woche die Quelle gefunden wurde, haben sie diese jetzt eingefasst und so vor möglichen Verunreinigungen geschützt. Dazu mussten sie erst einmal die ganzen Steine und den Lehm zur Quelle schleppen. Nach dem Einfassen wurde sie wieder mit Erde zugedeckt. Gute Nachricht: Das Wasser aus der Quelle ist sehr sauber!

19.07.18 Suche nach der Quelle

Die Arbeiten haben begonnen. Hier der erste Reisebericht von Deborah Moser:

«Xperience Uganda hat gestartet. Seit Sonntag sind wir, elf junge, motivierte Frauen und Männer zwischen 20- und 30-jährig, unter der Leitung von Sandra von der Organisation TearFund Schweiz in Uganda. Eigentlich müsste das Projekt «Xperiences» heissen. Bereits die Fahrt vom Flughafen Entebbe bis zum ersten Übernachtungsort in Kampala war vollgepackt mit neuen Eindrücken. Die zwischendurch holprige Strasse führte uns vorbei an Hüttchen, vor welchen Einheimische sassen. Wie der Alltag dieser Leute wohl ausschaut?

Wir wollen hier in Uganda in einem Bergdorf (Kanzhobe) nahe der Stadt Kabale mithelfen ein «gravity flow scheme» zu bauen. Damit wir uns besser vorstellen konnten, wie so ein fertiges «Wasserreservoir» aussieht, wurde uns am Dienstag eines gezeigt. Bei diesem hat die letzte TearFund Gruppe von 2016 mitgeholfen. Das Leben der Menschen, die im Umkreis eines Wasseranschlusses wohnen, hat sich unter anderem dadurch verändert, dass die Kinder nun zur Schule gehen können und die Frauen mehr Zeit haben. Heute haben wir mit der Arbeit bei der Quelle begonnen. Für die Sicherung der Quelle werden viele Steine benötigt. Ein Teil des Teams hat mit den Frauen Steine von einem Hügel zur Quelle transportiert. Die Afrikanerinnen trugen die Steine auf dem Kopf ohne Hilfe ihrer Hände den steilen Hang hinunter. Einige hatten ihre kleinen Kinder auf den Rücken gebunden. Die Ausdauer der Frauen ist unglaublich beeindruckend! Wer keine Steine trug, half mit, die Quelle frei zu graben. Die Freude war gross, als um die Mittagszeit die Quelle sichtbar wurde. Nach getaner Arbeit durften wir ein leckeres Mittagessen der zwei Praktikantinnen von KDWSP geniessen und uns etwas «erholen» beim Spielen mit den vielen Kindern. Wir freuen uns auf die weiteren Begegnungen und Bekanntschaften mit den Dorfbewohnern.»

18.07.18 Wir beziehen unsere Unterkunft

Jeder hat seinen Schlafplatz und die Moskitonetze sind "montiert". Wir freuen uns auf die vor uns liegende Arbeit mit der Bevölkerung!

17.07.18 Unser Abenteuer beginnt!

Bevor wir selbst Wasserleitungen verlegen, besuchen wir ein Dorf, wo eine andere Gruppe im 2016 bereits bei einer Trinkwasserversorgung mithalf.

Uganda, wir kommen!

Sauberes Trinkwasser ist in Uganda keine Selbstverständlichkeit.

Dafür braucht es auch Wasserleitungen. Ein Meter kostet nur 1.60 Franken – doch wir brauchen etwas mehr als 16 Kilometer Leitungen, um Wasser von einer Quelle bis in die vier Dörfer zu führen. Einen Teil konnten wir bereits finanzieren, nun versuchen wir über 100-days.net noch die Mittel für 6 Kilometer Leitungen zu erhalten. Dafür sind 10'000 Franken notwendig.

Die Jugendlichen reisen auf eigene Kosten nach Uganda und packen kräftig mit an beim Bau der Wasserversorgungen. Seite an Seite arbeiten sie während drei Wochen mit Fachpersonen und der einheimischen Bevölkerung zusammen. Die Arbeiten gehen nach dem Einsatz der Jugendlichen noch weiter. Nach Fertigstellung der Wasserversorgungen werden mehr als 3'800 Menschen Zugang zu sauberem Wasser haben!

Wasser ist eine wichtige Lebensgrundlage. Verschmutztes Wasser aber ist lebensgefährlich. Millionen Menschen weltweit haben immer noch keinen Zugang zu sauberem Wasser. Die Folgen sind Krankheit und Tod. Solche schlimmen Zustände herrschen auch in Uganda. Das soll sich ändern! Mit dem Bau der Wasserversorgung errichten wir in den vier Dörfern an verschiedenen Orten Zapfstellen. Dort können die Dorfbewohner das Wasser beziehen.

Wir konnten bereits in anderen Dörfern solche Wasserversorgungen bauen und die unbeschreibliche Freude der Menschen zu sehen ist sehr berührend.

Die Jugendlichen freuen sich bereits auf ihren Einsatz und darauf, einen echten Unterschied im Leben von so vielen Menschen machen zu können. Meter für Meter arbeiten sie auf dieses Ziel zu. Unterstützen Sie unsere Helden dabei?

Via Spenden-Button oben rechts oder unten rechts können Sie für die Wasserleitungen spenden.

Die Reisegruppe dankt Ihnen für Ihre Unterstützung!

Unsere Wasser-Projekte in Uganda

Die Reiseleiterin

Sandra Gerber, die Leiterin von Nacht ohne Dach, begleitet und führt die Uganda-Reisenden. Sandra wird auch tatkräftig beim Bau der Wasserversorgungen mithelfen.