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Ressourcenschonend leben

Der Klimawandel ist momentan eines der aktuellsten Themen, auch in der Schweiz. Immer wieder gehen Schülerinnen und Schüler aber auch Arbeitstätige und Familien auf die Strasse und rufen zum sofortigen Handeln auf. Denn sofortiges Handeln ist dringend nötig.

Die Folgen unseres übermässigen Konsums sind überall auf dem Globus deutlich zu sehen und zu spüren. Sensibilisierung im Thema nachhaltiger Umgang mit Ressourcen und bewusster Konsum ist an der Zeit. TearFund startet deshalb eine Serie zum Thema "ressourcenschonender leben".

Selbstversuch — 2 Wochen zerowaste

Seit dem Di, 18. Juni versuchen wir im TearFund-Büro für zwei Wochen zerowaste zu bleiben was das Essen anbelangt.

Das heisst, beim Znüni wird es in den nächsten zwei Wochen keine Güetzi geben und nur Früchte - oder zum Ausweichen Gemüse -, die Saison haben und unverpackt erhältlich sind. Allerdings ist das gar nicht so einfach. Zum Beispiel führte die riesengrosse Migros am Zürcher Limmatplatz nur ein einziges Obst aus der Schweiz, das unverpackt wäre: Äpfel. Und auch ansonsten gab es nur Erdbeeren und Kirschen aus der Schweiz. Aber eben voll in Plastik, ebenso wie ausnahmslos sämtliche Salate und fast alles andere Gemüse einzeln so verpackt waren. Ganz schön krass, wenn man mal darauf achtet.

Unsere Milch kaufen wir in Pfandflaschen aus dem Bio-Laden, die wiederbefüllt werden. Auch das Mittagessen sollte unverpackt sein: Da viele bei uns vorkochen, kommt dieses Essen ohnehin in der abwaschbaren Frischhaltebox oder im ehemaligen Gurkenglas daher. Die, die aber zum Take-Away gehen, haben nun aber immer eine Tupperware oder einen Teller dabei.

Das Ziel unserer Challenge ist nicht in erster Linie, dass wir 100%ig abfalllos sein werden – was natürlich sehr toll wäre –, sondern, dass wir uns selbst darauf achten, wo sich der Abfall überall versteckt. Und wie er sich vermeiden lässt. Und das bedeutet eben auch verzichten, wie etwa bei den Güetzi. Dafür hatten wir heute zum Znüni Gurken und Radisli aus der Schweiz.

Es ist wirklich eine Herausforderung, aber wie wir mit Freuden heute Mittag feststellten: Es ist möglich. Am Ende dieser zwei Wochen werden wir auswerten, wieviel Abfall wir durch die Änderung in unserem Lebensstil sparen konnten. Und ob es möglich ist, dass wir unseren Restmüll, den wir hier im Büro verursachen, runterzuschrauben.

1. Woche zerowaste — Eindrücke aus dem Team

Wow! So was habe ich noch nie erlebt – ein Arbeitsteam, das sich gemeinsam ganz praktisch daran macht, Abfall zu vermeiden. Dabei fällt mir immer wieder auf, wie und wo gedankenlos mit Ressourcen umgegangen und aller Abfall im gleichen Behälter landet, sogar Schalen aus Bambus, die man kompostieren könnte.

Im Privatleben ist das schon lange ein Thema für mich, nun kann ich es gemeinsam mit dem Tearfund-Team auch im Arbeitsalltag umsetzen. Und so wird statt einem Pet-Fläschchen die schöne Glasflasche mit Drehverschluss endlich eingesetzt, die bei mir zuhause bisher eher dekorativ herumstand, weil ich da einen Glaskrug habe. Hier trage ich mein «Hahnenburger» vom Untergeschoss ins Büro im ersten Stock und behalte so den Überblick, wie viel ich schon getrunken habe.

Auch der Kaffeesatz aus der Maschine in der Küche reist nun zweimal pro Woche im Zug zu mir nach Hause anstatt im Abfalleimer zu landen. Ich habe einen 2-l-Behälter mitgebracht und angeschrieben und füttere mit seinem Inhalt meinen Kompostkübel im Garten.

Zum Glück gibt’s in dem Laden, wo ich oft Obst und Gemüse kaufe, etliches im Offenverkauf. Aber es fällt mir auf, dass zur Zeit Gurken, Eisbergsalat und Blumenkohl in Plastifolie eingeschweisst angeboten werden – auch die Bio-Produkte. Ich werde mich nach dem Grund erkundigen.

Beim Mittagessen sehe ich, dass eifrig Salat geschnippelt wird – es werden nur wenige Fertigprodukte in Plastikhüllen mitgebracht. Im Gegenteil, kürzlich marschierten zwei Kollegen mit ihren Porzellantellern zum Asia-Food-Take-away, wo sie sich ihren Lunch direkt darauf häufen liessen. Es duftete schon von weitem köstlich!

Ich benutze meine Kaffeetasse den ganzen Tag und stelle sie nicht am Morgen schon in die Abwaschmaschine, um nachmittags eine neue zu nutzen. Ausserdem verwenden wir für interne Ausdrucke nun möglichst konsequent Papier, das bereits auf der einen Seite bedruckt ist, sprich, es wird nicht weggeschmissen.

Ich finde es toll, dass wir so gemeinsam ein bisschen dazu beitragen, die Abfallberge zu verringern.

Mirjam aus dem TearFund-Team

2. Woche zerowaste — Eindrücke aus dem Team

Gestern fand unsere Team-Challenge «zwei Wochen Zero Waste» ein Ende. Das erfreuliche Resultat: Wir haben unseren Müll während dieser Zeit enorm verringert. Im Normalfall füllten wir drei Zürich-Abfallsäcke (35L) pro Woche. In den letzten zwei Wochen benötigten wir gesamthaft nur 1,5 Säcke. Eine Reduktion von 75%.

Ehrlich gesagt fiel es mir nicht immer leicht, beim Znüni und Zmittag kein Abfall zu produzieren. Es kam mir zum Beispiel sehr gelegen, als andere vom Team mir anboten, mich bei ihrem Mittagsmenü anzuschliessen. So wurde ein unverpackter Salat gekauft und einiges an Gemüse hineingeschnippelt. Meine Nacht-ohne-Dach Arbeitskollegin gab mir zudem 1x von ihrem Selbstgekochten etwas ab.

Nach der ersten Woche Zero Waste stellte ich mich selbst an den Herd und konnte so gut vorbereitet in den zweiten Teil starten. Was ich zudem auch eine super Lösung finde ist: mit dem Tupperware ab zum Thai um die Ecke. Das praktiziere ich seit Längerem.

Auch wenn es mich persönlich Zeit kostet, öfters auf Müll zu verzichten, möchte ich unbedingt meine Gewohnheiten ändern. Denn wenn ich Facts höre, wie dass wir Schweizer/innen weltweit am drittmeisten Abfall pro Kopf produzieren, möchte ich selbst aktiv werden.

Und zum Glück habe ich noch Leute in meinem Arbeitsteam, die mich dabei unterstützen.

Fiona aus dem TearFund-Team

Tipps und Tricks für Zuhause

Finden Sie mit Hilfe von TearFund Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern heraus, was auch Sie in Ihrem Alltag dazu beitragen können, um die vorhandenen Ressourcen zu schonen und auf unsere Umwelt achtzugeben. Untenstehend finden Sie 11 Tipps, die einfach im Alltag umzusetzten sind und trotzdem einiges verändern.

#Tipp 11: Nachhaltige Ernährung

Beeren im Januar? Äpfel, Tomaten und Auberginen aus Spanien? Ist Ihnen schon einmal aufgefallen wie breit das Angebot an ausländischen Produkten im Ladenregal ist? Diese Produkte werden im Ausland angebaut, meist mit Pestiziden behandelt und dann in die Schweiz verfrachtet, per Flugzeug, Lastwagen oder Schiff. Dieser Prozess verbraucht sehr viel CO2.

Wie Sie mit nachhaltiger Ernährung zu einem ressourcenschonenderen Umgang mit Lebensmitteln beitragen können:

  • Kaufen Sie möglichst nur saisonale und regionale Produkte. So gehen Sie auf Nummer sicher, dass das Produkt keine lange, umweltschädigende Reise hinter sich hat und auch nicht in einem beheizten Gewächshaus gezüchtet wurde. Auf Beeren oder andere Früchte kann man im Winter gut mal verzichten.
  • Falls Sie doch Produkte aus dem Ausland kaufen, achten Sie auf das Herkunftsland. Ob aus Peru oder aus Spanien macht einen sehr grossen Unterschied.
  • Achten Sie auf Labels. Bio Einkäufe sind sehr wichtig, denn so können Sie davon ausgehen, dass für Ihr Produkt keine giftigen Stoffe in die Umwelt gesetzt wurden.
  • Fragen Sie sich bei Ihrem Einkauf: Brauche ich wirklich jede Woche Avocados oder Bananen? Lassen Sie solche Produkte zu Luxusgütern werden, die Sie sich zwischendurch erlauben können aber in einem vertretbaren Mass.
  • Hat es in Ihrer Nähe ein Bauernhof? Dann kaufen Sie Milch, Eier, Fleisch und Gemüse wenn möglich von dort. So unterstützen Sie die Bauern in Ihrer Nähe und haben erstklassiges Essen Zuhause.

#Tipp 10: Ökologisch unterwegs

Sie fahren mit dem Auto zur Arbeit und fliegen mit dem Flugzeug in die Ferien? Dann verursachen Sie zusammen mit anderen Schweizerinnen und Schweizer einen Drittel der CO2 Emissionen der Schweiz. Davon gehen 60% zu Lasten von Personenwagen.

Obwohl das Schweizer ÖV Netzwerk top ist, sind viele Schweizerinnen und Schweizer mit dem Auto unterwegs. Dies stellt ein grosses Problem für unsere Umwelt dar. Denn mit dem Flugzeug in die Ferien zu gehen ist zwar günstig und schnell und mit dem Auto zur Arbeit zu fahren bequem, doch die daraus resultierenden Schäden sind erheblich.

Haben Sie gewusst? Ein Flug von Zürich nach Paris produziert 87,8 kg CO2 pro Kopf, eine Fahrt mit dem Auto 60 bis 70 kg CO2, je nach Art des Fahrzeugs und eine Reise mit dem Zug nur 3,0 kg CO2. Der Zug ist also die weitaus klimafreundlichste Bewegungsmöglichkeit für längere Strecken. Für kürzere Strecken können Sie sich auch mit dem Fahrrad prima aushelfen und bleiben dazu noch fit.

Überlegen Sie sich vor Ihrer nächsten Autofahrt und dem nächsten Flug zweimal, ob Sie die Strecke nicht auch mit ÖV oder Fahrrad überwinden können.

#Tipp 9: Anti Plastic 2

Gut geplant ist schon halb erledigt: Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, wieviel Plastik bei einem Einkauf verbraucht wird? Äpfel in Plastik-Verpackung und das Plastik-Säckli muss natürlich auch noch überall drum herum. Zuhause angekommen landen die Säckli dann direkt im Abfall. Pro Jahr und Person werden ca. 200 Plastiksäcke verbraucht und weggeworfen! Gings da nicht auch nachhaltiger?

Doch, es ginge! Diese Tipps sind einfach umgesetzt und erzielen jedoch einen grossen Effekt.

  • Überlegen Sie sich vor Ihrem Einkauf gut was Sie brauchen. Dann nehmen Sie von Zuhause Säcke und Taschen mit. Wahrscheindlich sind Sie nämlich bereits im Besitz von diversen Taschen, die nur darauf warten endlich genutzt zu werden.
  • Besorgen Sie sich einen Baumwollsack, den Sie immer mit dabei haben können (geht übrigens auch prima zum selber nähen, z.B. aus alten Kleidern). So sind Sie gut vorbereitet auf spontane Einkäufe.
  • Kaufen Sie, wenn möglich, die unverpackten Lebensmittel.
  • Benutzen Sie für den Transport von kleinen Einkäufen Ihre Hände oder Ihren Rucksack. Das gilt sowohl für das Gemüse, wie auch für das Brot. Beides hat nämlich schon eine "Schutzschicht" drumm herum und muss nicht extra zusätzlich eingepackt werden.
  • Falls Sie doch wieder einmal Plastik-Säcke kaufen müssen, werfen Sie diese nicht weg sondern behalten Sie sie. Bei diversen Gelegenheiten können Sie diese nämlich wiederverwenden.

#Tipp8: Recycling!

Täglich produziert jeder von uns Abfall. Im Schnitt ergibt das eine Menge von insg. 5,71 Millionen Tonnen also 702 Kilogramm pro Kopf. Eine gewaltige Menge und ein schlechtes Ergebnis denn damit liegt die Schweiz ganz an der Spitze der weltweiten Abfallproduzenten.

Zum Glück haben wir wenigstens ein gutes recycling System, in welchem wir vieles wiederverwerten können. Trotzdem werden noch immer viele wiederverwertbaren Rohstoffe einfach verbrannt statt umweltgerecht entsorgt. Vor allem Batterien, PET-Flaschen und Stahl landen häufig im Abfalleimer.

Was Sie verändern können:
Trennen Sie Ihre Abfälle sauber. Nicht nur Karton, Glas und Papier sondern auch Alu, PET, Bio-Abfälle und Elektroschrott. So können die Rohstoffe wiederverwendet werden und weniger giftige Abgase landen in der Luft.

#Tipp 7: Ausleihen statt einkaufen

Sie gehen seit Jahren wieder einmal Skifahren haben aber keine Skiier mehr? Oder brauchen ein Zelt für einen Campingausflug besitzen aber keins? Jeder kennt diesen Moment, da braucht man etwas hat es aber nicht Zuhause, weil man es eben nur selten braucht.

Statt nun in den Einkaufsladen zu hasten und noch schnell das benötigte Produkt zu kaufen überlegen Sie sich doch einmal: Muss ich dieses Produkt wirklich neu kaufen? Unser übermässiger Konsum hat nämlich einen sehr grossen Einfluss auf unsere Umwelt. Das Verlangen alles besitzen zu müssen, führt dazu, dass wir oftmals Dinge einkaufen, die für den einmaligen Gebrauch vorbestimmt sind. Dabei verschwenden wir wertvolle Rohstoffe und Geld.

Überlegen Sie sich vor Ihrem nächsten Einkauf folgendes:

  • Brauche ich das wirklich?
  • Haben vielleicht meine Freunde oder Bekannte so etwas noch Zuhause?
  • Gibts das nicht auch Second Hand z.B. im Brocki oder auf Ricardo, Tutti etc.?
  • Ich habe zwar schon eins ist aber kaputt... Könnte man es reparieren?

#Tipp 6: Go Veggie

Hand aufs Herz: Wie oft essen Sie Fleisch? Monatlich? Wöchentlich? Täglich? Im Jahr 2017 wurden in der Schweiz 427‘067 t Fleisch konsumiert. Das entspricht einer Menge von etwa 50 k pro Person! Eine wahnsinns Menge die einen noch wahnsinnigeren Einfluss auf unsere Umwelt hat.

Denn die Fleischproduktion gehört mit rund 20 Prozent der Treibhausgasemissionen zu den wichtigsten Verursachern der globalen Erwärmung. Dazu gehören sowohl direkte Emissionen wie z.B. aus dem Magen freigesetztes Methan bei Rindern, vor allem aber Emissionen bei der Futtererzeugung inklusive Abholzungen zur Landumwandlung.

Rund 80% der weltweiten landwirtschaftlichen Anbaufläche werden nämlich als Futtermittel für die Fleischproduktion verwendet. Das führt zu Monokulturen, Abholzung des Regenwaldes sowie zu Mangelernährung im glogalen Süden. Neben den Lebensmitteln wird auch sehr viel Wasser verbraucht. Das Endergebnis: Für 1 Kilo Rindfleisch werden 13.3 k CO2 freigesetzt!

Um CO2 sparender zu leben ist ein bewusster Fleischkonsum dringend nötig! Mit folgenden Tipps können Sie bewusster Fleisch geniessen.

  • Geniessen Sie nur ein bis zweimal pro Woche Fleisch.
  • Essen Sie nur Fleisch aus Schweizer Haltung. Wenn möglich nur Bio und keine Massenproduktion.
  • Kaufen Sie Ihr Fleisch beim Bauern in der Nähe und nicht beim Grosskonzern.

#Tipp 5: Anti Plastic

Kaufen Sie Ihre Mahlzeit während der Arbeit oft auswärts ein? Beim Lebensmittelladen um die Ecke oder am Take-Away Stand? Dann achten Sie sich in den nächsten Tagen darauf, wie viel Abfall Sie dabei produzieren. Es ist nämlich eine Menge.

Forscher gehen davon aus, dass bis 2050 mehr Plastik als Fische im Meer schwimmen wird. Auch die Schweiz trägt einen Beitrag dazu bei. Denn der/die durchschnittliche Schweizer/in produziert pro Jahr 125 Kg Plastik Abfälle. Davon wird nur ca. 1/4 tatsächlich recycelt.

Was Sie tun können um zukünftig Plastikloser durchs Leben zu gehen:

  • Gewöhnen Sie sich an, in Ihrer Tasche oder im Rucksack, immer ein Besteck-Set von Zuhause dabei zu haben. So können Sie auf das Plastikbesteck verzichten und sind stets gut ausgerüstet.
  • Verzichten Sie auf den Plastik-Sack. Nehmen Sie Ihr Mittagessen stattdessen in die Tasche oder tragen Sie es mit den Händen. Immer eine kleine Tasche bei sich zu tragen zahlt sich übrigens auch aus, nicht nur in diesem Bereich.
  • An Take-Away Ständen füllen Sie Ihr Essen gerne in ein mitgebrachtes Tupperware oder einen Teller ab.

#Tipp 4: Mein Handy und Ich bleiben zusammen

Im Schnitt wechseln wir Schweizer/innen unser Handy alle 12 bis 18 Monate aus. Während im Jahr 2002 noch 79 Mobiltelefone auf 100 Einwohner kamen, waren es zehn Jahre später bereits 135 Handys. Eine enorme Zahl!

Haben Sie gewusst?

Zur Herstellung von Mobiltelefonen benötigt es diverse Metalle, unteranderem Kobalt (steckt in jedem Lithium-Ionen-Akku), Zinn, Tantal, Wolfram und Gold. Diese werden von billigen Arbeitskräften, oftmals von Kindern, im Bereich Kongo in Afrika, unter gefährlichen Bedingungen aus dem Boden gegraben. Viele sterben dabei oder werden von den Metallen vergiftet. Dazu kommt, dass die Erträge der Minen, gerade im Kongo, schlussendlich für die Finanzierung des Bürgerkrieges benötigt werden.

Was kann ich dagegen tun?

Oftmals benutzen die Handy-Hersteller, schnell abschwächende, nicht-austauschbare Akkus, die dazu führen, dass der Besitzer das Handy schon nach einer kurzen Zeit durch ein Neues austauschen muss.

  • Behalten Sie ihr Handy solange es noch funktioniert.
  • Wenn Sie ein Neues kaufen müssen, achten Sie auf die Produzenten und kaufen sie wenn möglich ein Fairphone.
  • Verzichten Sie Abos, bei denen Sie alle ein oder zwei Jahre das Neuste Handy erhalten.
  • Laden Sie ihr Handy nur selten und nie auf 100% auf. Dies führt nämlich zu einer raschen Abnutzung des Akkus.

#Tipp 3: Food waste verhindern

Nur rund zwei Drittel aller in der Schweiz produzierten Lebensmittel werden von uns tatsächlich konsumiert. Der Rest davon – ca. 2 Millionen Tonnen – geht zwischen Feld und Teller verloren oder wird verschwendet. Das entspricht täglich einer ganzen Mahlzeit pro Person!

Was Sie dagegen tun können:

  • Essen Sie Ihre bereits eingekauften Lebensmittel auf, bevor Sie ungeniessbar werden. Aber auch schon abgelaufene Lebensmittel kann man oftmals noch essen. Verlassen Sie sich also nicht zu sehr aufs Ablaufdatum sondern mehr auf Ihre Nase und Ihre Augen.

  • Lassen Sie Essensreste im Restaurant einpacken statt wegwerfen. So haben Sie auch noch für den nächsten Tag eine feine Mahlzeit bereit.

  • Kaufen Sie "Esswaren von gestern". Z.B. bei der Äss Bar, welche schmackhaftes Gebäck vom Vortag verkauft.

#Tipp 2: Wertschätzender Umgang mit Kleidung

Kennen Sie das? Sie schauen in den Kleiderschrank und entdecken Stücke, die Sie kaum mehr als zwei Mal getragen haben. Sie schämen sich für Ihre Einkäufe, denn Sie wissen genau, dass Sie die Kleidungsstücke nie mehr anziehen werden. Dann probieren Sie folgendes aus:

Sortieren Sie diese Kleidungsstücke aus. Informieren Sie sich über Tauschbörsen in Ihrer Nähe, bringen Sie Ihre alten Klamotten mit und wechseln Sie sie gegen passende aus. So müssen Sie nichts wegwerfen und unterstützen einen nachhaltigen Kreislauf. Denn wer sagt, dass man Kleidung nach dem Benutzen wegwerfen soll? Oftmals handelt es sich um Stücke, die noch gut zu tragen sind und an denen jemand anderes noch Freude hat. So muss keine neue Kleidung gekauft werden und zusätzlich sparen Sie Geld.

Wenn Sie bereit sind, Ihren Kleiderkonsum grundlegend zu ändern, verschieben Sie Ihre Shoppingtour von Ihren gewohnten Einkaufsläden zu Brockenhäusern und Secondhandläden. Kleiderproduzenten verkaufen meist Kleider, die in Bangladesch von billigen Arbeitskräften, nicht selten auch von Kindern, hergestellt werden. Diese kriegen für Ihre Arbeit bloss einen Hungerlohn, sind mehrere Stunden täglich giftigen Dämpfen ausgesetzt und tragen teilweise sogar Windeln weil sie keine WC-Pause bekommen!

Machen Sie einen Unterschied und zeigen Sie, dass Sie diese Ausnutzung der Bevölkerung in Entwicklungsländern nicht unterstützen wollen.

#Tipp 1: Lebensgrundlage Wasser

Trinken Sie Wasser? Sehr wahrscheinlich lautet Ihre Antwort «ja». In diesem Fall können Sie mit wenig Aufwand dazu beitragen, dass die Umweltbelastung gesenkt wird.

Wie das geht? Verzichten Sie auf den Kauf von Mineralwasser in Petflaschen. Durch deren Herstellung, Verpackung und Transport wird unsere Umwelt unnötig überansprucht. Denn für die Herstellung von Mineralwasser braucht es bis zu 1'000 Mal mehr Energie als für normales Trinkwasser. Besorgen Sie sich Ihre eigene Trinkflasche und füllen Sie sie beim Wasserhahn auf. In der Schweiz kann man das Wasser nämlich von überall trinken. Was für ein Privileg!

Fasten für die Umwelt

Viele Lebensmittel sind nur in Verpackung zu kaufen, wurden eingeflogen oder eingeschifft. Lebensmittelproduktion und -Verkauf produzieren immens viel Co2-Ausstoss. Dazu kommt, dass wir oft zu viel einkaufen. Die Zahl der verschwendeten Lebensmittel in Haushälten ist enorm!

Warum also nicht einmal zugunsten unserer Umwelt fasten?

Verzichten Sie einen Monat lang oder in der Fastenzeit auf Produkte aus dem Ausland oder die gerade nicht Saison haben. Kaufen Sie nur so viel ein, wie Sie gerade brauchen, und bringen Sie den Beutel dazu von daheim mit.

Lassen Sie das Geld für die eingesparten Mahlzeiten und Produkte jenen zu Gute kommen, die Hunger leiden:

Ein Beispiel: Kochen Sie zweimal die Woche eine gesunde, saisonale und regionale Mahlzeit statt auswärts eine Fertigmahlzeit zu essen, sparen Sie jeweils 15 Franken. Das ergibt 120 Franken im Monat. Damit erhalten 12 Bauernfamilien in Uganda Saatgut.

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