Jetzt handeln

Ressourcenschonend leben

Der Klimawandel ist momentan eines der aktuellsten Themen, auch in der Schweiz. Immer wieder gehen Schülerinnen und Schüler aber auch Arbeitstätige und Familien auf die Strasse und rufen zum sofortigen Handeln auf. Denn sofortiges Handeln ist dringend nötig. Die Folgen unseres übermässigen Konsums sind überall auf dem Globus deutlich zu sehen und zu spüren. Sensibilisierung im Thema nachhaltiger Umgang mit Ressourcen und bewusster Konsum ist an der Zeit. TearFund startet deshalb eine Serie zum Thema "ressourcenschonender leben".

Finden Sie mit Hilfe von TearFund Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern heraus, was auch Sie in Ihrem Alltag dazu beitragen können, um die vorhandenen Ressourcen zu schonen und auf unsere Umwelt achtzugeben.

Jede Woche finden Sie hier neue Tipps zum selber umsetzen.

#Tipp 4: Mein Handy und Ich bleiben zusammen

Im Schnitt wechseln wir Schweizer/innen unser Handy alle 12 bis 18 Monate aus. Während im Jahr 2002 noch 79 Mobiltelefone auf 100 Einwohner kamen, waren es zehn Jahre später bereits 135 Handys. Eine enorme Zahl!

Haben Sie gewusst?

Zur Herstellung von Mobiltelefonen benötigt es diverse Metalle, unteranderem Kobalt (steckt in jedem Lithium-Ionen-Akku), Zinn, Tantal, Wolfram und Gold. Diese werden von billigen Arbeitskräften, oftmals von Kindern, im Bereich Kongo in Afrika, unter gefährlichen Bedingungen aus dem Boden gegraben. Viele sterben dabei oder werden von den Metallen vergiftet. Dazu kommt, dass die Erträge der Minen, gerade im Kongo, schlussendlich für die Finanzierung des Bürgerkrieges benötigt werden.

Was kann ich dagegen tun?

Oftmals benutzen die Handy-Hersteller, schnell abschwächende, nicht-austauschbare Akkus, die dazu führen, dass der Besitzer das Handy schon nach einer kurzen Zeit durch ein Neues austauschen muss.

  • Behalten Sie ihr Handy solange es noch funktioniert.
  • Wenn Sie ein Neues kaufen müssen, achten Sie auf die Produzenten und kaufen sie wenn möglich ein Fairphone.
  • Verzichten Sie Abos, bei denen Sie alle ein oder zwei Jahre das Neuste Handy erhalten.
  • Laden Sie ihr Handy nur selten und nie auf 100% auf. Dies führt nämlich zu einer raschen Abnutzung des Akkus.

#Tipp 3: Dich ess ich auf

Nur rund zwei Drittel aller in der Schweiz produzierten Lebensmittel werden von uns tatsächlich konsumiert. Der Rest davon – ca. 2 Millionen Tonnen – geht zwischen Feld und Teller verloren oder wird verschwendet. Das entspricht täglich einer ganzen Mahlzeit pro Person! Was Sie dagegen tun können:

  • Essen Sie Ihre bereits eingekauften Lebensmittel auf, bevor Sie ungeniessbar werden. Aber auch schon abgelaufene Lebensmittel kann man oftmals noch essen. Verlassen Sie sich also nicht zu sehr aufs Ablaufdatum sondern mehr auf Ihre Nase und Ihre Augen.

  • Lassen Sie Essensreste im Restaurant einpacken statt wegwerfen. So haben Sie auch noch für den nächsten Tag eine feine Mahlzeit bereit.

  • Kaufen Sie "Esswaren von gestern". Z.B. bei der Äss Bar, welche schmackhaftes Gebäck vom Vortag verkauft.

#Tipp 2: Wertschätzender Umgang mit Kleidung

Kennen Sie das? Sie schauen in den Kleiderschrank und entdecken Stücke, die Sie kaum mehr als zwei Mal getragen haben. Sie schämen sich für Ihre Einkäufe, denn Sie wissen genau, dass Sie die Kleidungsstücke nie mehr anziehen werden. Dann probieren Sie folgendes aus:

Sortieren Sie diese Kleidungsstücke aus. Informieren Sie sich über Tauschbörsen in Ihrer Nähe, bringen Sie Ihre alten Klamotten mit und wechseln Sie sie gegen passende aus. So müssen Sie nichts wegwerfen und unterstützen einen nachhaltigen Kreislauf. Denn wer sagt, dass man Kleidung nach dem Benutzen wegwerfen soll? Oftmals handelt es sich um Stücke, die noch gut zu tragen sind und an denen jemand anderes noch Freude hat. So muss keine neue Kleidung gekauft werden und zusätzlich sparen Sie Geld.

Wenn Sie bereit sind, Ihren Kleiderkonsum grundlegend zu ändern, verschieben Sie Ihre Shoppingtour von Ihren gewohnten Einkaufsläden zu Brockenhäusern und Secondhandläden. Kleiderproduzenten verkaufen meist Kleider, die in Bangladesch von billigen Arbeitskräften, nicht selten auch von Kindern, hergestellt werden. Diese kriegen für Ihre Arbeit bloss einen Hungerlohn, sind mehrere Stunden täglich giftigen Dämpfen ausgesetzt und tragen teilweise sogar Windeln weil sie keine WC-Pause bekommen!

Machen Sie einen Unterschied und zeigen Sie, dass Sie diese Ausnutzung der Bevölkerung in Entwicklungsländern nicht unterstützen wollen.

#Tipp 1: Lebensgrundlage Wasser

Trinken Sie Wasser? Sehr wahrscheinlich lautet Ihre Antwort «ja». In diesem Fall können Sie mit wenig Aufwand dazu beitragen, dass die Umweltbelastung gesenkt wird.

Wie das geht? Verzichten Sie auf den Kauf von Mineralwasser in Petflaschen. Durch deren Herstellung, Verpackung und Transport wird unsere Umwelt unnötig überansprucht. Denn für die Herstellung von Mineralwasser braucht es bis zu 1'000 Mal mehr Energie als für normales Trinkwasser. Besorgen Sie sich Ihre eigene Trinkflasche und füllen Sie sie beim Wasserhahn auf. In der Schweiz kann man das Wasser nämlich von überall trinken. Was für ein Privileg!

Fasten für die Umwelt

Viele Lebensmittel sind nur in Verpackung zu kaufen, wurden eingeflogen oder eingeschifft. Lebensmittelproduktion und -Verkauf produzieren immens viel Co2-Ausstoss. Dazu kommt, dass wir oft zu viel einkaufen. Die Zahl der verschwendeten Lebensmittel in Haushälten ist enorm!

Warum also nicht einmal zugunsten unserer Umwelt fasten?

Verzichten Sie einen Monat lang oder in der Fastenzeit auf Produkte aus dem Ausland oder die gerade nicht Saison haben. Kaufen Sie nur so viel ein, wie Sie gerade brauchen, und bringen Sie den Beutel dazu von daheim mit.

Lassen Sie das Geld für die eingesparten Mahlzeiten und Produkte jenen zu Gute kommen, die Hunger leiden:

Ein Beispiel: Kochen Sie zweimal die Woche eine gesunde, saisonale und regionale Mahlzeit statt auswärts eine Fertigmahlzeit zu essen, sparen Sie jeweils 15 Franken. Das ergibt 120 Franken im Monat. Damit erhalten 12 Bauernfamilien in Uganda Saatgut.

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