Predigten und Inputs für die Corona-Zeit
Predigten und Inputs für die Corona-Zeit

Neue Wege unter schwierigsten Bedingungen

Nächstenliebe kennt keine Grenzen – das ist das Motto von TearFund. Um benachteiligte Menschen zu stärken, gehen wir weit. Doch auch Viren kennen keine Grenzen, das erleben wir aktuell in einem Mass, das alles übersteigt, was heute lebende Menschen kennen.

Wir wollen gerade in dieser schwierigen Zeit die grenzenlose Nächstenliebe nicht vergessen und unsere Partner so gut wie möglich weiter unterstützen. Danke so sehr – und vielmals, für Ihr Gebet. Und auch dafür, dass Sie in dieser aussergewöhnlichen Lage über Grenzen hinweg Nächstenliebe zeigen und die Menschen in unseren Projekten neben dem Gebet finanziell unterstützen.

Es sind weite Wege, die wir gehen müssen. Viel weiter waren aber Seine Wege. Und viel weiter würden die Wege, der auf uns hoffenden Menschen.


Der Lock-Down macht etwas mit mir. Input von Christa Bauer

Der Lockdown in Zeiten des Coronavirus trifft uns alle. Und er macht etwas mit uns.

Sie hören in diesem christlichen Input, was der Lockdown ganz persönlich im Leben von Christa Bauer, Bereichsleiterin Sensibilisierung bei TearFund Schweiz, auslöst. Sie erzählt von Angst, Wundern und dem Blick auf Covid-19 auf Gott.

TearFund Schweiz ist ein auf christlichen Werten basierendes Hilfswerk, das sich im Bereich der humanitären Hilfe und der internationalen Zusammenarbeit engagiert, mit dem Ziel, Armut und Benachteiligung im Globalen Süden zu überwinden.


Wär weiss, was es würkli bedütet. Input von Sandra Gerber

Sandra Gerber, Verantwortliche für die Sensibilisierung im Bereich Jugend bei TearFund Schweiz fasst ihre Gedanken zur heutigen Not vieler Menschen in Worte – unten der vollständige Text.

Sandra kommt an ihre Grenzen, das nötige Mitgefühl aufzubringen, denn selber ist sie nicht direkt betroffen. Ist letztendlich jeder sich selbst überlassen in seinem Leid?

Ob durch die Folgen von Corona, durch Katastrophen, Kriege oder Ausbeutungen; Gott alleine, der jeden Menschen bedingungslos und grenzenlos liebt kann den Schmerz zutiefst verstehen.

Er möchte jedem Menschen begegnen und ihn mit allem versorgen, was er braucht. Hier finden Sie den Text als PDF.

Text von Sandra Gerber / TearFund Schweiz. Publikation erwünscht, aber erst nach erfolgter Freigabe: Bitte schreiben Sie ein E-Mail an Georg Rettenbacher.


Jona im Lockdown. Input von Christa Bauer

Der Lockdown trifft uns alle. Und er macht etwas mit uns. Sehen und hören Sie in diesem Videoclip, was der Lockdown ganz persönlich im Leben von Christa Bauer, Bereichsleiterin Sensibilisierung bei TearFund Schweiz, auslöst.

Sie erzählt von Angst, Wundern und dem Blick auf das Coronavirus. Und auf Gott. Und darum geht es: Auch Jona erlebte seinen persönlichen Lockdown. Er verbrachte ihn im Bauch eines Fisches. In seiner Angst betete er zu Gott.

Vielleicht geht es Ihnen ganz ähnlich? Und Sie fragen sich, wann wir wieder normal leben können. Wie es einen Weg gab für Jona aus diesem Lockdown heraus, so gibt es diesen auch für uns.


Christa Bauer ist unsere Bereichsleiterin Sensibilisierung bei TearFund Schweiz. Sehen und hören Sie Ihren Kurz-Input indem Sie auf Ihr Bild klicken.

Von Hamsterkäufen, Seelenruhe und einem vertrauenswürdigen Gott.

Predigt von Christa Bauer

«Bitte halten Sie Abstand während Ihres Einkaufs. Tätigen Sie keine Hamsterkäufe. Es gibt genug Nahrungsmittel für die gesamte Bevölkerung.»

Diese Durchsage höre ich mehrmals während meines Einkaufs in einem Lebensmittelgeschäft. Es beruhigt mich. Wir haben genug zu essen. Auch für die kommende Zeit. So bleibe ich dabei, meinen Einkauf auf die Bedürfnisse der kommenden Tage zu beschränken.

Jesus erzählt von einem reichen Bauern, der riesige Vorratskammern baut (Lukas 12, 13-21) um seine grosse Ernte darin unterzubringen. Seine grosse Ernte gibt ihm Sicherheit. Ich kenne dieses Gefühl.

Der Bauer geht jedoch zu weit. Auf einmal ist der Erfolg alles: Er bedeutet sogar Seelenruhe. Der Bauer führt ein Selbstgespräch: «Liebe Seele, du hast einen großen Vorrat für viele Jahre; habe nun Ruhe, iss, trink, und habe guten Mut!»

Er dankt Gott nicht. Er blendet ihn sogar aus. Er sammelt Schätze nur für sich. Jesus kennt die Todesstunde des Bauern und bedauert, dass er nur Vorräte - und nicht Schätze bei Gott ansammelt. ER nennt ihn darum ein «Narr».

Jesus fordert uns auf, reich zu sein in Gott, sozusagen «Hamsterkäufe» bei Gott zu tätigen: «Sammelt euch Schätze im Himmel» (Matthäus 6, 20).

Es gibt einen lebendigen Gott, der Schöpfer, Eigentümer und Erhalter des gesamten Universums ist. Unser Gott ist zugänglich und persönlich. ER ist nicht das Problem, sondern die Lösung. ER ist allmächtig und souverän über die ganze Erde.

IHM gehört sie. IHM vertrauen wir uns an, jetzt in dieser schwierigen Zeit für uns alle. Gott ist unser Anker, unsere Stärke und unsere Hoffnung. Es ist sicher weise, generell einen angemessenen Vorrat an Lebensmitteln zuhause zu haben.

Aber wenn unsere Seelenruhe nur darauf gründet, kreisen unsere Gedanken um unseren Besitz, und schnell kann die Angst um sich greifen, es könnte doch nicht genug sein. Gott möchte, dass wir IHM vertrauen, dass unser Herz bei IHM ist. Ungeteilt.

Hat ER nicht versprochen, für uns zu sorgen? Jesus weist auf Gottes Vorsorge hin: «Sorget nicht für euer Leben, was ihr essen und trinken werdet, auch nicht für euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr als Speise? Und der Leib mehr als die Kleidung? Denn euer himmlischer Vater weiss, daß ihr das alles braucht. Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.» (Matthäus 6, 25-34)

Gott ist kein Lügner. ER ist vertrauenswürdig und gut. In IHM ist keine Spur von Finsternis (1. Johannes 1,5). ER täuscht uns nicht. Mit Recht fordert ER uns auf, IHM ungeteilt zu vertrauen, IHM zu dienen und uns darauf zu konzentrieren, SEIN Reich zu bauen.

Die Bibel sagt über IHN: „Wer den Armen etwas gibt, der leiht es Gott“ (Sprüche 19,17). Mein Geben ist eine Leihgabe an Gott!

Diese Liebe zu den Armen fasziniert mich an Gott. Es entgeht IHM nichts und SEINE Fürsorge gilt den Bedürftigen. Und dass ER dann noch die Gebenden (Spendenden) zurück beschenkt, ist einfach umwerfend.

Wo gibt es einen solchen Gott? Und SEINE Vorsorge für uns kommt nicht erst im Himmel, sondern geschieht bereits jetzt (Philipper 4; Lukas 18, 28-30). Ich weiss mit absoluter Gewissheit, dass Gott uns versorgt und dass ER handelt und handeln wird, um auf diese und jede andere Krise zu reagieren. Und ER hat SEIN Volk, den Leib Christi, dazu aufgerufen, in einer Zeit wie dieser SEINE Liebe und Fürsorge zu demonstrieren.

Auch als Hilfswerk TearFund bleiben wir mit unseren Partnern dran. Wir kämpfen mit ihnen und setzen uns nach wie vor für ärmste Familien in Ländern des Südens ein. Als Kirche sind Sie Teil dieses Leibes, dieser Hilfe, dieses ausgestreckten Armes Gottes.

Wir danken von Herzen für Ihre Treue in der Vergangenheit und für Ihre jetzige Unterstützung.

Gebet

Jesus Christus, ich danke dir für alles, was du getan hast, tust und noch tun wirst. Hier sind wir - schick uns, brauch uns, in unserer Familie, Nachbarschaft, und weltweit. Amen.

Fürbitten für die Corona-Zeit

Bitte beten Sie

  • dass der Coronavirus die Länder, die weniger entwickelt sind, weitestgehend verschont
  • für die Begünstigten sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Projekten
  • um Hilfe für Familien, deren Einkommen wegfällt und die keine Lebensmittel einkaufen können, dass sie mit dem Nötigsten versorgt werden
  • um Weisheit für Entscheidungsträger in den Ländern, dass sie die Schutzmassnahmen weise einsetzen, so dass das Virus eingedämmt werden kann, ohne dass Menschen verhungern
  • dass die Wirtschaften der weniger entwickelten Länder nicht zu sehr unter den Folgen der weltweiten Corona-Krise leiden
  • um Mut für PolitikerInnen in westlichen Ländern, damit sie Schutzmaterial mit den Ärmsten teilen
  • für Zuversicht und Glauben in dieser schwierigen Zeit

Jetzt zueinander stehen

Kollekten-Ansagen

Corona kennt keine Grenzen – Nächstenliebe auch nicht: Wir danken allen ganz herzlich, die dabei auch die Kollekten nicht vergessen. Die Menschen in unseren Projektländern sind gerade jetzt auf das weiterlaufen der Zusammenarbeit angewiesen. Danke!

Malawi: Nachhaltig Ernten und Sparen

Die meisten Menschen in Malawi leben als Selbstversorger von der Hand in den Mund. Für eine andere Ausbildung fehlt das Geld. In Spar- und Leihgruppen erlernen Mütter und Väter Wissen über Buchhaltung und legen Geld zur Seite für Investitionen.

Kurse in nachhaltiger Landwirtschaft helfen den Bauern zudem, ihre Ernten zu vergrössern. Die Familien in den Projekten können dank ihrem neuen Wissen für sich selber sorgen und ihre Kinder in die Schule schicken.

  • Mit Fr. 30.– finanzieren sie das Saatgut für eine Landwirtschaftsschule
  • Mit Fr. 90.– ermöglichen Sie den Start einer Spar- und Leihgruppe


Südsudan: Bildung für den Frieden

Was für Kinder in Europa eine neue Erfahrung ist, ist ihren KollegInnen im Südsudan vertraut: Die Schule fällt aus. Die Gründe sind meist entweder gewalttätige Unruhen oder der Mangel an Lehrpersonen.

TearFund unterstützt im Südsudan die Bildungs- und Friedensarbeit. Lehrer besuchen Ausbildungen und die Bevölkerung lernt, Konflikte friedlich zu lösen.

  • Mit Fr. 60.– unterstützen Sie Friedensclubs für Schulkinder
  • Mit Fr. 120.– schulen Sie eine Lehrperson

Das ist TearFund

TearFund ist eine christliche Entwicklungs- und Nothilfeorganisation. Zusammen mit lokalen, christlichen Partnerorganisationen fördert und stärkt TearFund benachteiligte Menschen durch Bildung, Basisgesundheit und Einkommensförderung in Ländern des globalen Südens.

In der Schweiz sensibilisiert und mobilisiert TearFund Christen zu einem Engagement für diese.

Sie wollen mehr über uns wissen? Lesen Sie hier, wofür wir einstehen!