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Bildung als Zukunftschance: Dorca aus Sambia lernt vor ihrem Haus.
Bild: TearFund/Oli Rust

Jahresthema 2011

Stärkung gefährdeter Kinder in Sambia

HIV/Aids ist in den meisten Ländern im südlichen Afrika eine gewaltige Herausforderung für die Gesellschaft. Ganze Generation sterben sehr früh an der Krankheit, Millionen von Kindern werden zu Waisen. Das traditionelle System in Afrika, dass Waisenkinder von Verwandten aufgenommen werden, stösst an seine Grenzen.

 

Kinder, die mit HIV/Aids leben oder ihre Eltern durch die Krankheit verloren haben, müssen oft die Schule abbrechen. Doch wenn es an Bildung mangelt, ist der Ausbruch aus Armut und Elend sehr schwer. Lesen Sie anhand der Beispiele der beiden Teenager Dorca und Juma, wie ein Projekt der TearFund-Partnerorganisation „Evangelical Fellowship of Zambia“ (EFZ) den Weg in eine hoffnungsvolle Zukunft frei macht.

 

«Ich möchte eine gute Ausbildung haben»

Die heute 13 jährige Dorca ist von Geburt an HIV-positiv. Ihr Vater starb mit grösster Wahrscheinlichkeit an AIDS, auch ihre Mutter und ihr Stiefvater sind mit der Krankheit infiziert. Die Familie ist sehr arm, oft fehlte es sogar an genügend Nahrung. Dorca war so krank, dass sie nicht mehr zur Schule gehen konnte. Ohnehin hätte ihr Stiefvater die Schulbücher nicht bezahlen können.
Inzwischen erhielt Dorca Zugang zu Medikamenten. Durch die Hilfe von EFZ wird die Familie zudem mit Nahrungsmittelhilfe unterstützt. Eine gesunde Ernährung ist für Menschen, die mit HIV/Aids leben, entscheidend, damit sich ihr Gesundheitszustand bessert. Dorca fühlt sich heute gut. Dank Stipendien können sie und ihre Geschwister wieder zur Schule gehen. Dorca ist sehr dankbar: «Ich gehe sehr gerne zur Schule, denn ich möchte eine gute Ausbildung haben. In meine Freizeit gehe ich in die Kirche, um zu beten. Und dort treffe ich mich auch mit der Kleingruppe, in der wir uns gegenseitig ermutigen, ein positives Leben zu leben. Ich möchte der Kirche von Herzen danken für ihre Unterstützung, die sie mir seit 2006 gewährt. Nur so bin ich wieder gesünder geworden und kann wieder zur Schule gehen.»

 

«Danke allen, die mich in meinem Traum unterstützen»

Juma (15) ist Vollwaise. Er lebt zusammen mit sechs Geschwistern und Cousinen bei seiner Urur-Grossmutter Fatuma. Diese ist im Alter von über 80 Jahren eigentlich nicht in der Lage, alleine für die Kinder zu sorgen. Keines der Kinder konnte zur Schule gehen und es reichte meist nur für eine Mahlzeit pro Tag.
Inzwischen wird die Familie von EFZ unterstützt. Regelmässig erhalten sie Besuch einer engagierten freiwilligen Mitarbeiterin, die für die Urur-Grossmutter und auch für die Kinder zu einer wichtigen Bezugsperson geworden ist – an Stelle der verlorenen Tochter und Mutter. Juma und die anderen Kinder können zur Schule gehen. Der Junge erzählt begeistert: «Am liebsten habe ich Englisch, Physik und Sozialkunde. In meiner Freizeit helfe ich im Haushalt. Mein Vorbild ist unser Nachbar, der eine gute Arbeit hat. Er spornt mich an, mich in der Schule anzustrengen, damit ich später eine gute Ausbildung machen kann. Ich danke allen von Herzen, die mich in meinem Traum unterstützen. Möge Gott sie segnen.»

TearFund unterstützt gefährdete Familien in Sambia, damit sie aus der Armut ausbrechen können. 2011 werden wir bei verschiedenen Gelegenheiten auf unser Engagement in Sambia aufmerksam machen:

 

Jahr 2011: Wanderausstellung an verschiedenen Orten mit Bildern von Oli Rust
10. September 2011: Afrikalauf
Oktober/November 2011: Vortragstournee mit einer Projektleiterin aus Sambia

 

 

Ihre Unterstützung für Sambia: Jetzt spenden

 

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