
Einleitung
Nach langen Jahren des Terrorismus beginnt Peru damit, die Entwicklung und Modernisierung des Landes voranzutreiben. Leider profitiert rund die Hälfte der Bevölkerung zu wenig vom Aufschwung und steht im ständigen Kampf ums Überleben. Diese soziale Ungleichheit schlägt sich auch in den Bereichen Bildung und Arbeit nieder. Im Kontrast zur Armut stehen das reiche kulturelle Erbe und fantastische Landschaften, die dem Reisenden eine schier unbegrenzte Vielfalt bieten. Peru ist ein Land, das sich zu entdecken lohnt.
Übersicht
Übersicht
Landesfläche | 1'285'220 km2 (33 x so gross wie die Schweiz) |
Bevölkerung | 29,3 Millionen (Juli 2011) |
Hauptstadt | Lima mit rund 8,8 Millionen Einwohnern |
Landessprachen | Spanisch, Quechua, Aymará |
Religionen | 81,3% römisch-katholisch, 12,5% evangelisch, 6,2% andere |
Präsident | Ollanta Humala (seit 2011) |
Lebenserwartung | 72,5 Jahre |
Alphabetisierung | 92,9% |
Kindersterblichkeit | 22 von 1'000 Kindern sterben vor ihrem ersten Lebensjahr |
Menschen, die mit | 44,5% |
Quelle: www.indexmundi.com
Gesundheitswesen
Gesundheitswesen
Die peruanische Bevölkerung hat - besonders in abgelegenen Gebieten - nur ungenügenden Zugang zu medizinischer Versorgung. Daher sterben noch immer viele Kleinkinder an vermeidbaren Krankheiten wie Durchfall oder Blutvergiftung. Auch leiden nahezu 50% der Kleinkinder an einer Anämie (Blutarmut) aufgrund von Mangelernährung.
Bildung
Bildung
Peru gehört zu den Ländern mit dem reichsten kulturellen Erbe und zu denen mit den schlechtesten Bildungssystemen der Welt. Die reiche Bevölkerung kann sich gute Privatschulen leisten, die Ärmsten müssen sich mit den überfüllten Klassen der staatlichen Schulen abfinden – wenn die Kinder überhaupt in die Schule gehen können und nicht arbeiten müssen. Die Alphabetisierungsrate bei den über 15-jährigen liegt bei 92,9%. Diese Zahl erscheint zwar ziemlich hoch, doch es ist zu beachten, dass es sehr grosse soziale Unterschiede gibt. Wichtig wäre, dass Kinder in der Schule in ihrer eigenen Sprache unterrichtet werden.Weltweite Studien zeigen, dass dadurch die Bildungsergebnisse eines Landes verbessert werden könnten.
Einkommen und Wirtschaft
Einkommen und Wirtschaft
Der Fischfang und dessen Verarbeitung gehört zu den wichtigsten Exportzweigen Perus. Als bedeutender und wachsender Wirtschaftsfaktor hat sich auch der Tourismus entwickelt. Das Land ist reich an Bodenschätzen, doch dieser Reichtum ist äusserst schlecht verteilt. Zudem befinden sich die wichtigsten Abbaugebiete in ausländischer Hand. Mehr als 50% der Peruaner leben an oder unter der Armutsgrenze. Die Weltbank sieht die Grundursachen der Armut im Mangel an genügend und zweckdienlich ausgebildeten Fachkräften und in den mangelnden Anreizen durch Kredite und moderne Technik.









Länderbericht Peru














