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Nothilfe: Darfur, Sudan

Glimmende Hoffnung inmitten roher Gewalt

Der bereits acht jährige Konflikt in Darfur, eine der schlimmsten humanitären Krisen weltweit, forderte nach Schätzungen der UNO bisher 300'000 Opfer. Rund 2,7 Millionen Menschen mussten fliehen und leben heute mehrheitlich in Camps für intern vertriebene Menschen. Seit Dezember 2010 hat die Anzahl der intern vertriebenen Menschen schätzungsweise um weitere 140'000 zugenommen.


Der dramatische Anstieg der vertriebenen Menschen ist auf die heftigen Kämpfe der letzten Monate zurückzuführen. Die in Doha und andernorts initiierten Friedensgespräche führten leider bis anhin nicht zum gewünschten Erfolg, die Lebensbedingungen haben sich sogar noch weiter verschlechtert. Diese Situation steht im engen Zusammenhang mit der Unabhängigkeit von Südsudan, die in mehreren Grenzregionen zu schwerwiegenden Konflikten geführt hat. Die tägliche Gewalt und die politische und soziale Instabilität von Darfur, sowie weitgreifende Restriktionen der Regierung erschweren die Arbeit humanitärer Organisationen extrem. Beispielsweise waren in den letzten Monaten weite Gebiete in Süd-Darfur für Hilfswerke nicht zugänglich. Insgesamt wurden in Darfur die humanitären Aktivitäten um ein Drittel reduziert.

Beachtliche Ergebnisse

Seit mehreren Jahren leistet TearFund in Zusammenarbeit mit Tearfund UK und anderen beteiligten Hilfswerken in Darfur einen Beitrag an ein umfassendes Nothilfeprogramm. 2010 wurde eine fünfjährige Projektphase in der Region Wadi Salih, im Zentrum von Darfur mit sehr guten Resultaten abgeschlossen. Seit einem Jahr werden die Aktivitäten in Süd-Darfur in der Region Ed Daein weitergeführt. Die Ergebnisse sind beachtlich und geben den begünstigten Menschen, inmitten von Leid und roher Gewalt, neue Hoffnung und eine Stabilisierung der Lebensbedingungen.

Die anhaltenden und heftigen Kämpfe verhindern eine ausreichende Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln, besonders Kinder unter fünf Jahren und stillende und schwangere Frauen sind gefährdet. Im ersten Jahr wurden rund 3‘600 schwer und 2‘400 leicht unterernährte Kinder in das Ernährungsprogramm aufgenommen. Damit das Ernährungsprogramm zu einer nachhaltigen Verbesserung des Ernährungsstatus der Kinder führt, werden die Mütter in die Arbeit integriert und dementsprechend geschult. Diese Familien profitieren gleichzeitig auch vom Malariapräventionsprogramm. Bezüglich Zugang zu sicherem Trinkwasser konnten die Lebensbedingungen von rund 40'000 Menschen  verbessert werden. Davon haben rund 7‘500 Menschen Zugang zu sanitären Einrichtungen (Latrinen). 30‘000 Kinder wurden in Hygiene und Gesundheitsprävention unterrichtet. 26'000 Kinder und 9'000 Frauen besuchten regelmässig Kinderclubs oder Selbsthilfegruppen für Frauen. Dort erhalten sie psychosoziale Unterstützung durch lokale Mitarbeiter und erfahren Sicherheit und Gemeinschaft.
Zur Verbesserung der Ernährungssicherheit wurden 6‘000 Haushalte mit Saatgut (Hirse, Sorghum und Erdnüsse), Werkzeugen und praktischer Schulung für den Landbau unterstützt. Die Menschen schöpfen durch die ganzheitliche Hilfe neue Hoffnung und Kraft, für Frieden und Gerechtigkeit einzustehen. Das Gesamtprojekt wird zu einem grossen Teil von der EU finanziert.

Sie können helfen

CHF 30.- sind nötig, damit eine Familie einen Pflug anschaffen kann, der die

Feldarbeit erheblich erleichtert. Mit CHF 65.- kann der Bau eines einfachen Freizeitzentrums für Jugendliche finanziert werden. Für CHF 310.- erhalten 100 Kinder ein Jahr lang Gesundheitsunterricht.

 

Wir danken Ihnen ganz herzlich für Ihre Unterstützung!

 

Juli 2011                                                                                                  Jetzt spenden

Integriertes Nothilfeprogramm

Land

Sudan

Gebiet

Süd-Darfur

Schwer-

punkte

Zugang zu

sauberem Wasser,

Gesundheits-

förderung,

Ernährungs-

sicherung

Partner-
organisation

Tearfund UK

 

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