
- REUTERS/Erik de Castro, courtesy www.alertnet.org
Nothilfe: Philippinen
Schwere Überschwemmungen
Ende September und im Oktober 2009 erlebten die Philippinen eine der schlimmsten Überschwemmungen seit über vier Jahrzehnten. Am 26. September 2009 fiel die Regenmenge eines Monats in nur sechs Stunden. Hundertausende Menschen verloren ihr Hab und Gut. In Zusammenarbeit mit Tear Netherlands und Tearfund UK unterstützte TearFund Schweiz die betroffene Bevölkerung in den Provinzen Manila und Quezon.
Durch die beiden Partnerorganisationen „Lingap“ und das „Philippine Children’s Ministries Network“ erhielten über 1‘300 Familien in einer ersten Phase Nahrungsmittel und Güter des täglichen Bedarfs. Danach wurden die Familien im Wiederaufbau ihrer Existenz unterstützt. Ein besonderes Augenmerk wurde dabei der Situation und Gefährdung der Kinder geschenkt.
Wiederaufbau und Prävention
Bis Ende dieses Jahres werden die Wiederaufbauarbeiten weitergeführt. Daneben leisten die Projekte einen Beitrag zur Sicherstellung der medizinischen Versorgung der Bevölkerung.
Das Projekt baut auf die Zusammenarbeit mit lokalen Kirchen, mit dem Ziel, bei möglichen zukünftigen Naturkatastrophen besser gerüstet zu sein und den Menschen schneller und kompetenter helfen zu können. Zusätzlich geht es auch darum, durch gezielte Massnahmen den Schaden einer zukünftigen Naturkatastrophe zu vermindern.
Praktische Hilfe: Erfahrungsberichte
Eine Gemeinschaft eines indigenen Volkes aus der betroffenen Region lässt den Menschen, die das Nothilfeprojekt unterstützt haben, Folgendes ausrichten: “Wir sind dankbar für die Unterstützung, die Sie unseren Kindern gewährt habt. Wir danken für die HIlfe bei Reparaturarbeiten am Gemeinschaftszentrum, das durch die Überschwemmungen sehr stark beschädigt wurde. Wir sind glücklich, dass das Gemeinschaftszentrum nun wieder als Schule, als Klinik und auch als Begegnungszentrum genutzt werden kann. Ganz herzlichen Dank für die Hilfe. Gott möge Sie segnen.“
Die Familie des 10-jährigen Danica B. lebte während dem Höchststand der Überschwemmungen für eine Woche in einem Evakuationszentrum. Nach der Rückkehr in ihr Haus, war die Familie über Wochen mit Reinigungs- und Aufräumarbeiten beschäftigt. Vieles, was die Familie besessen hatte, war nicht mehr brauchbar. Danica verlor alle seine Schulbücher, seine Schuluniform und alle Schulmaterialien. Durch die Unterstützung der TearFund-Partnerorganisationen können Danica und seine Geschwister wieder zur Schule gehen. Die Familie hat überlebt und konnte ihre Existenz wieder aufbauen.
15. Juli 2010
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