
- Bild: tearfund UK
Nothilfe: Pakistan
Neue Überflutungen treffen Katastrophengebiet von 2010
Vor einem Jahr wurde Pakistan von den schwersten Fluten seit vielen Jahren getroffen. Auch in diesem Jahr haben wieder heftige Regenfälle weite Gebiete überschwemmt. Der anhaltende Monsunregen verschärft die Situation weiterhin. Rund 5,4 Millionen Menschen sind betroffen, 1,8 Millionen mussten ihre Häuser verlassen, mehrere Hundert Menschen sind umgekommen.
Vor allem die Provinz Sindh im Südosten des Landes ist stark betroffen. Gemäss Schätzungen wurden über 80% der Landwirtschaftskulturen sowie rund 70% der Ernten und Lebensmittelvorräte zerstört. Und die Regenzeit ist noch nicht vorbei. Es muss mit weiteren starken Niederschlägen gerechnet werden.
Unter den betroffenen Kommunen sind viele, die bereits letztes Jahr von den Jahrhundertüberschwemmungen betroffen waren. Die neuen Überschwemmungen trafen die Menschen zu einem Zeitpunkt, zu dem die Schäden noch nicht behoben und die Menschen ihre Existenzgrundlagen noch nicht wiederhergestellt hatten.
Die Anzahl Menschen, die auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen sind, ist noch nicht klar. Momentan ist sauberes Trinkwasser für rund 2,5 Millionen Menschen nicht mehr zugänglich und es wird damit gerechnet, dass sich die übertragbaren Krankheiten (Durchfall, Hautkrankheiten, Malaria, Erkältungen und Lungenentzündungen) schnell ausbreiten werden.
TearFund arbeitet wieder mit erfahrenen lokalen Partnerorganisationen, die bereits seit den Überschwemmungen 2010 im Katastrophengebiet im Einsatz stehen. Dank den Nothilfefonds konnten bereits Hilfsgelder überwiesen werden. Schon 2'500 Haushalte in der Provinz Sindh haben so Hilfe erhalten. Die Familien erhalten Lebensmittelrationen und Güter des täglichen Bedarfs. In den nächsten Tagen und Wochen sollen weitere 3'000 Familien erreicht und versorgt werden.



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