
- REUTERS/Marco Dormino, courtesy www.alertnet.org
Nothilfe: Haiti
Leid und Chaos nach schwerstem Erdbeben
Am 12. Januar 16:35 Uhr (Lokalzeit) ereignete sich auf der karibischen Insel Haiti ein verheerendes Erdbeben. Mindestens 217'000 Menschen kamen nach offiziellen Angaben bei der Katastrophe ums Leben. Mehr als eine Million Menschen sind obdachlos. Das ist verheerend, denn die Regenzeit beginnt bald und schon jetzt gibt es viele heftige Regengüsse. Die Not leidende Bevölkerung ist enorm dankbar über die Plastikplanen, welche die TearFund-Partnerorganisation verteilt. Cleromene S., eine junge Frau, erzählt: Jetzt, wo ich eine Plane erhalten habe, habe ich nicht mehr länger Angst vor dem Regen. Ich weiss jetzt, dass wir vor dem Regen geschützt sein werden.
Das Erdbeben mit der Stärke 7.0 auf der Richterskala dauerte länger als eine Minute. Das Epizentrum des Bebens lag etwa 20 Kilometer von der Hauptstadt Port-au-Prince entfernt. Augenzeugen berichten, dass durch das Beben Autos regelrecht in die Luft gehoben worden seien. Über der Hauptstadt lag nach dem Beben eine riesige Staubwolke. Das Telefonnetz und andere Infrastrukturen sind zusammengebrochen.
Zahlreiche Gebäude, vom Präsidentenpalast bis zu den Hütten in den Armenvierteln, stürzten ein. Mehrere Krankenhäuser wurden ebenfalls schwer beschädigt.
Bitterarmes Land
Auf Haiti leben auf einer Fläche von 27‘750 km2 rund 9.4 Millionen Menschen. Die Bewohner sind bitterarm, der Staat gilt als das ärmste Land der westlichen Hemisphäre. Etwa 80 Prozent der Haitianer müssen von weniger als zwei US-Dollar am Tag leben, die Hälfte der Bevölkerung hat sogar weniger als einen Dollar am Tag zur Verfügung. Sie haben keine Chance, alleine mit den Folgen des Erdbebens klar zu kommen.
Ihre Hilfe kommt an
TearFund hilft den Not leidenden Menschen nach dem Erdbeben auf Haiti – in Zusammenarbeit mit internationalen Partnerorganisationen (Integral Alliance).
World Relief USA, eine der TearFund-Partnerorganisationen, ist seit Jahren auf Haiti tätig und lokal verankert. Die Hilfe konzentriert sich auf Ernährungssicherung, Zugang zu sicherem Trinkwasser, medizinische Hilfe und den Bau von einfachen Unterständen. Viele lokale Kirchen stehen schutzlos gewordenen Menschen mit Rat und Tat zur Seite.
Auf dem Gelände eines Waisenhauses konnte ein Brunnen gebohrt werden, der die Kinder - über 60 Waisen leben hier - und die Nachbarschaft mit Wasser versorgt.
In einigen Wochen wird eine länger dauernde Wiederaufbauphase gestartet. TearFund ist mit Ihrer Unterstützung weiter mit dabei.
Für 70.- Franken kann ein sogenanntes Shelter-Kit (Schutzunterkunft) für eine Familie bereitgestellt werden. Das ist jetzt, vor Beginn der Regenzeit, besonders nötig.
Für 140.- Franken erhalten 5 Personen während einer Woche täglich zwei Mahlzeiten (Mittag- und Abendessen).
Herzlichen Dank für Ihre Solidarität!
Berichte voller Hoffnung
Die 6-jährige Shilaydine hat sich beim Erdbeben zahlreiche Verletzungen zugezogen. Zement ist auf ihr Bein gefallen und hat dieses mehrfach gebrochen. Sie kann noch nicht wieder gehen, aber ihre Familie ist voller Hoffnung, dass Shilaydine auf dem Weg der Besserung ist. Leise erzählt das kleine Mädchen: Wenn ich gross bin, möchte ich Ärztin sein. Ich möchte meiner Familie und anderen Menschen helfen können.

- Shilaydine (6) ist auf dem Weg der Besserung.
Eine lokale Kirche im Gebiet Carrefour hat ihre Tore für obdachlos gewordene Menschen geöffnet. Beinahe 6000 Personen suchten Schutz in der Gemeinde. Pastor Jean Bathard Anthony begann mit dem Wenigen, das er zur Verfügung hatte, die Menschen zu versorgen - ein Glaubensschritt. Inzwischen hat World Relief in der Gemeinde eine Essensausgabe eingerichtet und Freiwillige aus der Kirche kochen täglich zwei warme Mahlzeiten.
03. März 2010
Jetzt spenden



PDF herunterladen

