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Kinder im Regen
REUTERS/Carlos Barria, courtesy www.alertnet.org

Nothilfe: Haiti

Trauma und Schmerz als Realität

Mehr als 200‘000 Todesopfer, Hunderttausende Verletzte und etwa eine Million Obdachlose: Noch lange wird Haiti nach dem zerstörerischen Erdbeben vom 12. Januar auf unmittelbare Katastrophenhilfe angewiesen sein. TearFund wird sich in den nächsten Wochen und Monaten für den langfristigen Wiederaufbau engagieren.

Die grössten Schäden gab es im Grossraum der Hauptstadt Port-au-Prince, in den Städten Leogane, Petit Goave und auch an der Südküste in der Hafenstadt Jacqmel. Das Wegräumen der Trümmer ist seit Langem im Gang. Doch obwohl sich rund um die Städte immer mehr Trümmerberge häufen, sind in den Zentren immer noch die meisten zerstörten Häuser und Gebäude nicht angetastet.

Haitis neue Realität

Unter ausgebleichten Zelttüchern sitzen einige Überlebende des verheerenden Erdbebens in Haiti und sprechen über ihren seelischen Schmerz. Grosseltern, Eltern, Kinder – alle haben ihre eigene, herzzerreissende Geschichte zu erzählen.
Wie kann es eine Mutter überwinden, die ihr Kind zwei Tage lang unter Trümmern nach ihr rufen hört und die es nicht rechtzeitig schafft, das Kind zu befreien? Wie kann es ein Kind überwinden, das in den Trümmern neben seiner toten Mutter gelegen hat und alleine gerettet wird? Der Schmerz begleitet die Menschen in Haiti immerzu. Die immensen Trümmerberge, die immer noch allgegenwärtig sind, weisen die ganze Zeit auf das Geschehene hin.

„Ein halbes Jahr nach der Katastrophe ist dieses nationale Trauma Haitis neue Normalität“, sagt Romnal Colas, Mitarbeiter der TearFund-Partnerorganisation World Relief in Port au Prince. „Viele Menschen haben Angst vor Beton.“

Traumabewältigung

Unter den Überlebenden haben lokale Pastoren und Gemeindeleiter eine grossartige Arbeit geleistet. Viele von ihnen haben sich selber nur wenig Zeit gegeben, die eigenen Traumata zu bewältigen. Viele haben erlebt, wie Gott ihnen die Kraft für ihre Arbeit gibt, doch das Erlebte holt sie immer wieder ein.
Diese Leitungspersönlichkeiten haben nun die Möglichkeit erhalten, an einem Workshop selber Seelsorge von Traumaberatern in Anspruch zu nehmen. Die Gemeindeleiter sind nun in der Lage, darüber zu sprechen, was sie selber erlebt haben. Das ist eine wichtige Voraussetzung, damit sie selber den Menschen in ihrer Umgebung mit Seelsorge dienen können.

Ihre Hilfe kommt an

Als Mitglied eines internationalen Dachverbandes christlicher Hilfswerke (Integral) konnte TearFund bereits kurz nach dem Erdbeben vom 12. Januar mit der Partnerorganisation World Relief (WR) vor Ort aktiv werden. Da WR bereits vor der Katastrophe in Haiti aktiv war, konnte die Nothilfe rasch beginnen.

In einer ersten Phase ging es darum, Trinkwasser und Essen zur Verfügung zu stellen und  medizinische Hilfe zu vermitteln. WR hat weiter Brunnen erstellt und mit Lastwagen Wasser in verschiedenen Camps verteilt. In Zusammenarbeit mit lokalen Kirchen und christlichen Hilfswerken wurden Tausende von Menschen mit Nahrung versorgt. Mitarbeiter von lokalen Kirchen werden im Aufbau von kommunalen Gesundheitsinitiativen geschult. Rechtzeitig vor dem Beginn der Regenperiode wurden Überlebenskits mit Plastikplanen verteilt, um vorübergehend Schutz zu gewähren. Auch der Traumabewältigung wird grosse Bedeutung beigemessen.

 

Für 70.- Franken kann ein sogenanntes Shelter-Kit (Schutzunterkunft) für eine Familie bereitgestellt werden.

Für 140.- Franken erhalten 5 Personen während einer Woche täglich zwei Mahlzeiten (Mittag- und Abendessen).

 

Herzlichen Dank für Ihre Gebete und Ihre Grosszügigkeit.

 

27. Juli 2010                                                                                         Jetzt spenden

TearFund Schweiz | Josefstrasse 34 | 8005 Zürich | 044 447 44 00 | info(at)tearfund.ch

PC-Konto 80-43143-0

Erdbebenhilfe

Land

Haiti

Schwer-

punkte

Verteilung von Hilfsgütern, Wiederaufbau

Partner-
organisation

World Relief USA, Integral Alliance

 
 
Milouse (4) erholt sich im Spital von ihren Verletzungen (Bild: Ray Tollison, World Relief).

Die kleine Milouse und ihre Mutter Irese (48) wurden beim Erdbeben schwer verletzt. Irese war in der Kirche, als das Gebäude erbebte. Sie erzählt: "Ich schrie: Herr, hab Erbarmen mit mir! Mein Sohn rief: 'Mami! Lebst du noch?' Dann erinnere ich mir nur noch daran, dass mich Leute aus den Trümmern zogen."

Noch immer sind Milouse und ihr Mami im King's Hospital, wo sie von den Ärzten der TearFund-Partnerorganisation behandelt werden. Das Gesicht des herzigen Mädchens widerspiegelt den Schrecken, den es erlebt hat. "Wir sind so dankbar über die Hilfe, die wir von World Relief erhalten“, betont Irese, die mehrere Knochenbrüche erlitten hat. "Es ist ein Segen. Ich danke Gott für seine Hilfe."

 

 

 

Statement von World Relief-Präsident Sammy Mah

 

Erschütternder Bericht: Der Tag, an dem Haiti stillstand

 

Bitte beten Sie

- für die verzweifelten Menschen in Haiti, dass sie das Erlebte verarbeiten können.

- für die Aufräumarbeiten und den Wiederaufbau.

- um Schutz für die Mitarbeitenden und um Kraft und Energie.

 

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Herzlichen Dank, dass Sie mit uns dranbleiben!