Nothilfe: Bangladesch
Schutz vor zukünftigen Katastrophen
Wirbelsturm AILA fegte am 25. Mai 2009 mit bis zu hundert Kilometern pro Stunde über Teile von Bangladesch und Indien hinweg. Der Wirbelsturm gekoppelt mit einer starken Gezeitenflut löste eine riesige Flutwelle aus und sorgte für heftige Überschwemmungen. In Bangladesch starben rund 180 Menschen, viele davon Kinder. Tausende wurden verletzt, ganze Dörfer und riesige Ernteflächen wurden vernichtet. Mindestens 430’000 Menschen wurden in Bangladesch obdachlos. Rund 3‘400‘000 Menschen sind vom Wirbelsturm betroffen. Noch immer ist die Trinkwasserversorgung ungenügend, da die riesigen Flutwellen Brunnen und Teiche versalzen haben.
Auch Nurunnahar (39) und ihre Familie sind vom Wirbelsturm AILA betroffen. Bevor das Unwetter ihr Hab und Gut raubte, lebte sie mit ihren drei kleinen Kindern und ihrem kranken Ehemann in einer Hütte in einem Dorf nahe des Flusses Meghna. Am 25. Mai 2009 überschwemmte die durch den Wirbelsturm ausgelöste Flutwelle die Hütte der Familie. Das Wasser riss die Seitenwände weg, übrig blieben nur das Dach aus Wellblech und die Hauspfeiler. Glücklicherweise hatte sich die Familie noch rechtzeitig im Dachstock ihrer Hütte bergen können, wo sie wegen des Hochwassers 12 Stunden ausharren musste. Die vorausschauenden Eltern hatten ihre kleinen Kinder mit einem Seil an den stabilen Hauspfosten befestigt, so dass die Kleinen – falls sie vom Dachstock heruntergefallen wären – nicht vom Wasser hätten fortgerissen werden können. Die Familie ist dankbar, überlebt zu haben, doch sie braucht dringend ein neues, sicheres Zuhause.
Besserer Schutz vor zukünftigen Katastrophen
TearFund plant, Menschen in Bangladesch nachhaltig zu helfen, damit sie von zukünftigen Überschwemmungen weniger verheerend getroffen werden. In den betroffenen Gebieten muss leider immer wieder mit Flutkatastrophen gerechnet werden. Wirkungsvoll sind Aktivitäten wie der Bau von sturmfesten Häusern, Schutz von Trinkwasserreservoirs gegen Versalzung oder Aufforstung mit salzverträglichen Baumsetzlingen. Verhaltensschulungen und Alarmsysteme können dazu beitragen, dass sich Menschen rechtzeitig in Sicherheit bringen können.
April 2010



