
- Bild: Oli Rust / TearFund
Welternährungstag 16.10.2010
Allianz gegen den Hunger: „Act now“ auf dem Bundesplatz
Alle 3,5 Sekunden verhungert weltweit ein Mensch, 24‘000 Menschen pro Tag. Drei Viertel davon sind Kinder unter fünf Jahren. Dabei würde die Menschheit heute das Wissen, die Technik und auch genügend Ressourcen besitzen, um alle ausreichend zu ernähren.
Die Allianz gegen den Hunger protestiert gegen diese unhaltbare Tatsache. In einem Manifest werden Politiker zum Handeln aufgefordert. Ebenso wird die Zivilgesellschaft dazu aufgerufen, mit praktischen Tatbeweisen solidarisch zu sein (mehr dazu siehe unten).
Am 16. Oktober findet auf dem Bundesplatz in Bern ein eindrücklicher Event statt. Insbesondere Jugendliche sind eingeladen, mitzuwirken und sich im Kampf gegen den Hunger zu engagieren. Mittels eines Mahnmals wird auf die verheerenden und viel zu oft tödlichen Folgen von Hunger aufmerksam gemacht. Weitere Informationen zum Anlass: http://www.allianz-hunger.ch
TearFund ist als Mitglied der Allianz gegen den Hunger durch den Projektverantwortlichen Ulrich Bachmann am Event vertreten. Sind auch Sie mit dabei?
Wie kann Solidarität mit den Hungernden aussehen?
Vorwiegend einheimische Produkte kaufen
Wenn wir vermehrt Regionalprodukte geniessen, können sich Entwicklungsländer, statt Monokulturen für den Export anzulegen, von ihren Eigenprodukten ernähren. Tragen Sie dazu bei, dass weniger Produkte eingeführt werden, welche Bauern des Südens zur Produktion zu Billigpreisen zwingen. Feine Menüs lassen sich auch ohne exotische Importprodukte zaubern.
Fleischkonsum senken
Eine fleischreiche Ernährung benötigt rund dreimal mehr Getreide als eine fleischarme. Durch eine Senkung des Fleischkonsums könnten große Anbauflächen und Getreidemengen zugunsten der menschlichen Ernährung genutzt werden statt für die Viehmast.
Auf Fair Trade Labels achten
Fair Trade-Produkte verhindern die Ausbeutung von Bauern und – Bäuerinnen in Ländern des Südens und stabilisieren die Mindestpreise. Bei Produkten aus fairem Handel können Sie sichergehen, dass diese unter fairen Arbeitsbedingungen hergestellt werden, d.h. ArbeiterInnen können ihre Familien von ihrem Lohn ernähren.
Hilfe zur Selbsthilfe
Unterstützen Sie mit Ihren Spenden vorwiegend Projekte, die sich der „Hilfe zur Selbsthilfe“ verschrieben haben. TearFund arbeitet überwiegend nach diesem Ansatz, damit bedürftige Menschen nicht bedürftig und abhängig bleiben, sondern gestärkt und gut ausgerüstet ihr Leben in die eigenen Hände nehmen können.



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