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Bild: Food for the hungry
PDFPDF zu "Philippinen"

Nothilfe: Philippinen

Leid nach verheerenden Überschwemmungen auf den Philippinen

Am 16. Dezember erreichte der tropische Sturm Washi die südliche Insel Mindanao der Philippinen. Obwohl die Intensität des Sturms im Vergleich zu vielen anderen Unwettern, die jedes Jahr die Philippinen erreichen, relativ gering war, brachte Washi sintflutartige Regenmengen. In Teilen der Insel fielen in innerhalb von wenigen Stunden die Regenmenge eines ganzen Monats. 

 

Aufgrund topographischer Verhältnisse, insbesondere der steilen Hänge vulkanischen Ursprungs, lösten die Wassermassen eine todbringende Sturzflut aus. In weniger als einer Stunde stiegen die Pegel von den von Erdrutschen und Schlamm gestauten Flüssen über drei Meter. Die Sturzflut überraschte die Bevölkerung ohne Warnung in den sehr frühen Morgenstunden. Viele Menschen wurden von den tödlichen Überschwemmungen auf den Philippinen im Schlaf überrascht.

Die Zahlen verdeutlichen die Zerstörungskraft der Sturzfluten: über 1‘200 Menschen fielen den Überschwemmungen zum Opfer. Rund 640‘000 Menschen sind von den Überschwemmungen betroffen und über 300‘000 Menschen mussten aus ihren Häusern fliehen. Über 28‘000 Häuser sind beschädigt oder zerstört. Gemäss staatlichen Stellen wird der Finanzbedarf für die Hilfe an die betroffene Bevölkerung auf rund 29 Millionen Dollar geschätzt. Bereits grassieren Seuchen im Katastrophengebiet.

Unterstützung für lokale Partner

In Zusammenarbeit mit Tear Netherlands leistet TearFund Schweiz einen Beitrag an die Nothilfeaktivitäten der beiden Partnerorganisationen Philippine Children’s Ministries Network (PCMN) und Lingap. Die Aktivitäten konzentrieren sich auf die meistbetroffene Region von Cagayan de Oro, in der Provinz Misamis Oriental. An 1‘000 Familien, die ihre Häuser verloren haben, wird eine Notausrüstung, mit Moskitonetz, Wasserbehälter, Schlafmatten, Stiefel, Medikamente, Taschenlampe und Transistor-Radio abgegeben. In 19 Notunterkünften wird dafür gesorgt, dass rund 2‘000 Kinder sich in einer kindergerechten Umgebung aufhalten können. In einer zweiten Phase ist geplant, Häuser von betroffenen Familien zu reparieren oder nötigenfalls wieder aufzubauen. Der Umfang dieser Aktivitäten wird durch die zur Verfügung stehenden Finanzen bestimmt.
 Im Namen der Partnerorganisationen und der betroffenen Familien bedanken wir uns für Ihre Unterstützung ganz herzlich.

 

06.01.12

 

Spenden Sie jetzt für die Opfer der Überschwemmungen auf den Philippinen

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