
Hunger in Afrika
Nahrungskrise trifft Afrika besonders hart
„Früher, vor der schlimmen Dürre im 2006, besass ich eine grosse Rinderherde. Nach der Dürre blieben mir noch eine Hand voll Rinder.“ Leruk Siakunye aus Nord-Kenia berichtet von der Dürrekatastrophe, die ihn und seine achtköpfige Familie von Selbstversorgern zu Nothilfebezügern gemacht hat. Weil die Regenfälle in dieser Gegend von Afrika seither minim blieben, ist der Hunger ihr ständiger Begleiter.
Hunger in Afrika: zum Beispiel in Nord-Kenia
Verbranntes Land, hungernde Menschen, verendete Tiere. Das ist schreckliche Realität in weiten Teilen Kenias. In einigen Gegenden sind über 20 Prozent der Kinder unter fünf Jahren akut unterernährt. Seit Ende des letzten Jahres führt die lokale TearFund-Partnerorganisation im Marsabit-Distrikt in Nordkenia ein Ernährungssicherungsprojekt durch.
Die lokale Bevölkerung wird dabei aktiv miteinbezogen. Sie wählt selber Massnahmen zur Verbesserung der Infrastruktur, wie beispielsweise die Wiederherstellung von Dämmen, welche Regenwasser zurückhalten. Wenn sich ein Haushalt an solchen Arbeiten beteiligt, erhält er als Gegenleistung Zugang zu Nahrungsmittelrationen. Unterernährte, schwangere und stillende Frauen, sowie Kinder unter fünf Jahren bekommen Ergänzungsnahrung.
Hunger in Afrika: zum Beispiel in Simbabwe
Der Hunger in Afrika hat viele Gesichter. Die Bevölkerung von Simbabwe erlebte in den letzten Jahren eine ausgedehnte wirtschaftliche und soziopolitische Krise, die bis heute anhält. Die Ernährungssicherheit in Simbabwe ist seit einiger Zeit kritisch. Nach Einschätzung von Fachpersonen befindet sich das Land wiederum am Rande einer Hungersnot. Übermässige Niederschläge in den einen Gegenden oder ausbleibender Regen in anderen Gebieten haben grosse Teile der Maisernte vernichtet.
Die TearFund-Partnerorganisation setzt sich für eine nachhaltige Nahrungsmittelproduktion in Simbabwe ein. Bauern lernen in Schulungen, wie sie ihre Erträge verbessern können. Dazu wird auch die lokale Saatgutproduktion von Sorten gefördert, die an die herrschenden Bedingungen angepasst sind. Als Starthilfe erhalten besonders bedürftige Familien Saatgut als Darlehen. Im Sinne einer Rückzahlung geben sie nach der nächsten Ernte anderen Familien Saatgut weiter.



















