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Uganda

Wiedereingliederung von Kindern und Jugendlichen

Norduganda ist von einem jahrzehntelangen Konflikt gezeichnet. Es gibt unzählige Strassenkinder und während Jahren waren die Lager für im eigenen Land Vertriebene zum Bersten voll. In den letzten beiden Jahren sind viele Menschen in ihre ehemaligen, oftmals stark beschädigten Dörfer zurückgekehrt. Doch für Kinder und Jugendliche, die über Jahre in Gulu mehrheitlich auf der Strasse gelebt haben, ist es schwierig, sich in den Dörfern zu reintegrieren. So auch für den 14jährigen Brian (siehe "Erlebt"). Hier leistet TearFund zusammen mit der lokalen Partnerorganisation Noah's Ark Children's Ministry Uganda (NACMU) einen Beitrag zur erfolgreichen Rückkehr von Familien und Reintegration von gefährdeten Kinder und Jugendlichen.

Projektgebiet

Projektgebiet

Das Projekt wird in Norduganda im Distrikt Gulu, in den Sub Counties Lakwana und Lalogi, durchgeführt.

Partnerorganisation

Partnerorganisation

Noah's Ark Children's Ministry in Uganda (NACMU) ist eine christliche Organisation, die sich für die Verbesserung der Lebensbedingungen von Kindern und Jugendlichen einsetzt. NACMU war das erste Werk, das von staatlichen Stellen die Erlaubnis erhielt, in der Region Gulu mit Strassenkindern zu arbeiten und ist in Uganda offiziell als Non-Profit Organisation registriert. NACMU wurde 1999 gegründet, um Waisen und gefährdeten Kindern ganzheitliche Hilfe zu bieten, nahm 2003 die Arbeit in Norduganda auf und bot zuerst Unterkunft für die Kinder, Jugendlichen und Frauen, die aus Sicherheitsgründen die Nacht in der Stadt verbrachten. Heute führt die Organisation ein Zentrum für Waisen und ausgesetzte Kinder in Mukono (Zentraluganda) und unterhält Projekte zur Reintegration von Kindern und Jugendlichen im Distrikt Gulu und Amuru in Norduganda.

Projektziele

Projektziele

Die gefährdeten Kinder und Jugendlichen, die in der Region Gulu auf der Strasse leben, haben häufig die Schule abgebrochen und verfügen über keine abgeschlossene Ausbildung. Durch das Projekt erhalten Kinder im Schulalter die Möglichkeit, die Grundschule abzuschliessen. Jugendliche können handwerkliche Fertigkeiten und landwirtschaftliche Kenntnisse erlernen. Für die Reintegration von gefährdeten Kinder und Jugendlichen wird mit staatlichen und zivilgesellschaftlichen Organisation zusammengearbeitet. Durch Verbesserung der Existenzgrundlagen und durch Kompetenzstärkung der Jugendlichen und der Personen, die die Existenz einer Familie sichern, wird eine finanzielle Abhängigkeit der begünstigten Menschen von der Projektorganisation reduziert. Die Eigeninitiative wird gefördert.

Arbeitsweise

Arbeitsweise

Die Generation der Menschen unter 20 Jahre hatte infolge des Bürgerkriegs keine Möglichkeit, Wissen über angepasste Anbaumethoden zu erwerben. Deshalb stehen landwirtschaftliche Projekte im Vordergrund. Für die begünstigten Haushalte werden Wokshops angeboten, um Erfahrungslücken zu schliessen. Traditionell ist die Rind- und Kleinviehhaltung in der Region gut verankert. Die Tierhaltung wird deshalb als wichtige Einkommensstütze gefördert. Als Startkapital erhalten die ausgewählten Haushalte Werkzeuge und Gerätschaften, die für den Landbau wichtig sind. Zusätzlich wird Saatgut zur Verfügung gestellt. Im Bereich Tierhaltung erhalten die beteiligten Haushalte eine weibliche Ziege. Um die Nachhaltigkeit des Projekts zu verbessern, sind die begünstigten Haushalte verpflichtet, einen Nachkommen des geschenkten Tieres einer anderen Familie weiterzureichen.

 

Erlebt

Erlebt

Der 14jährige Brian lebte früher bei seiner Mutter, die an Epilepsie und zusätzlich unter einem schweren Kriegstrauma litt. Sie war mit der Erziehung überfordert und schlug ihre Kinder regelmässig. Eines Tages floh Brian aus dieser Situation und lebte auf der Strasse in einer Gruppe mit anderen Jungen. Da sie nur selten für wenig Geld arbeiten konnten, versorgten sie sich auch durch gestohlene Lebensmittel. Ihren Kummer versuchten die Strassenkinder in Alkohol zu ertränken. Brian geriet in eine Spirale von Alkohol, Gewalt und Missbrauch.
So kam er schliesslich in ein Zentrum von NACMU, wo er Unterstützung und Annahme fand. Die Sozialarbeiter fanden eine Tante des Jungen, die gerne bereit war, ihn und seine Geschwister aufzunehmen. Inzwischen geht Brian wieder zur Schule und schreibt sehr gute Noten. Er ist glücklich und voller Zuversicht.

 

 

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So habe ich von TearFund erfahren:

Reintegration von Kindern und Jugendlichen

Land

Uganda

Gebiet

Norduganda,

Distrikt Gulu

Schwer-

punkte

Primarschul-

bildung für Kinder,

Ausbildung von

Jugendlichen,

Einkommens-

förderung für

Familien

Partner-
organisation

Noah's Ark Children's

Ministry Uganda

(NACMU)

 

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