Quell- und Ressourcenschutz: Eine Gruppe farbig gekleideter Menschen sitzt neben einem Wassertank.
Uganda

Quell- und Ressourcenschutz

Uganda ist eines der ärmsten Länder der Welt. Das hohe Bevölkerungswachstum ist eine grosse Herausforderung. Obwohl der Kabale-Distrikt reich an natürlichen Wasserquellen ist, hinterlassen Klimawandel und Ausbeutung der Ressourcen Spuren. Den Menschen fehlt das Wissen, wie sie ressourcenschonend und nachhaltig Landwirtschaft betreiben und leben können.

Erlebt: Hilda redet mit

Hilda ist schockiert! Ein Unwetter hat die 20-jährigen Leitungen der Wasserversorgung von Kacareere weggeschwemmt. Es bleiben ihnen nur noch die alten Wasserstellen. Doch dies ist kein Trinkwasser – viele werden davon krank. Die Instandstellung der Wasserleitungen dauert eineinhalb Jahre. Es wird klar, dass zukünftig die Wasserversorgung besser gesichert sein muss.

Die Mitarbeitenden von KDWSP zeigen Hilda und den anderen Einwohnern Kacareeres, warum das Unwetter solch verheerende Auswirkungen hatte. Hilda erzählt: «Wir lernten, wie der Wald dafür sorgt, dass das Regenwasser den Boden nicht wegschwemmt. In den letzten Jahren hatten wir viel gerodet, gerade auch in den oberen Bergregionen. Wir haben neue Felder angelegt. Weil nun der Wald fehlt, haben wir weniger Quellwasser und beim nächsten Regen wird es wieder Schlammlawinen geben. Sie spülen auch fruchtbaren Boden weg. Dagegen müssen wir etwas unternehmen.» Mit dem Bau der neuen Wasserversorgung werden Flächen wieder aufgeforstet, Gräben an den Hängen angelegt, damit Regenwasser kontrolliert abfliessen kann, Quellgebiete geschützt und die Infrastruktur durch Schutzbauten stabilisiert.

Zudem werden nun die Frauen besonders gefördert. Denn sie haben eine zentrale Rolle in der Beschaffung und Verwaltung von Wasser auf Haushaltebene. Sie sollen ihre Interessen und Bedürfnisse einbringen und Entscheide beeinflussen. Hilda ist dankbar für dieses Mitspracherecht und nutzt es. Zusammen mit anderen Frauen ist sie in einer Selbsthilfegruppe. Sie geben sich Tipps, wie sie zu Hause den Umgang mit Wasser optimieren können. Für die neue Wasserversorgung sind sie sehr dankbar. Nun gibt es wieder Trinkwasser aus mehreren Wasserhähnen im Dorf. Das ist Lebensqualität! Die Bevölkerung hilft mit, sie zu erhalten. In regelmässigen Arbeitseinsätzen pflanzen sie Bäume oder zäunen Schutzgebiete ein.

Projektinhalt

Das Projekt fördert die integrierte und nachhaltige Bewirtschaftung der Wasserressourcen in der Bergregion von Kabale. Ziel ist, sie zu erhalten und die Versorgung für soziale und wirtschaftliche Aktivitäten zu sichern. Verschiedene Technologien und Verfahren werden gefördert. Die Bevölkerung wird im Umgang mit den Wassereinzugsgebieten geschult. Ausserdem wird sie dabei unterstützt, die Infrastruktur bestmöglich zu nützen. Diese wird vor Verschmutzung und schädlichen Umwelteinflüssen geschützt. So werden die Dorf-Wasserversorgungen quantitativ und qualitativ nachhaltig gesichert.

Dadurch wird Folgendes erreicht:

  • Nachhaltiger Zugang zu ausreichend sauberem Wasser
  • Natürliche Wasserressourcen bleiben erhalten
  • Wasserinfrastrukturen für die Dörfer 
  • Vermittlung von Wissen über Wasserressourcen, -verbrauch und -management

Partnerorganisation

Die Organisation Kigezi Diocese Water and Sanitation Programme (KDWSP) wurde 1986 von der Diözese Kigezi der Anglikanischen Kirche in Uganda gegründet. Mittlerweile ist sie eine eigenständige NGO. Seit mehr als 30 Jahren arbeitet KDWSP im Südwesten von Uganda und engagiert sich für eine Verbesserung im Bereich Wasserversorgung und sanitäre Einrichtungen. Nebst der Distriktverwaltung bildet KDWSP die wichtigste Organisation im Sektor Wasser und sanitäre Einrichtungen. KDWSP hat eine exzellente Arbeitsbeziehung mit der Regierung und ist eine wichtige Anlaufstelle für andere NGOs.

Projektgebiet

Die Diözese Kigezi deckt sich geografisch mit dem Kabale-Distrikt. Die Gegend im Südwesten Ugandas ist gebirgig und liegt auf einer Höhe von 1'800 bis 2'600 m.ü.M. Das Gebiet gehört zu den am dichtesten besiedelten in Uganda. Fast die gesamte Bevölkerung im Projektgebiet gehört zur Volksgruppe der Bakiga und spricht Rukiga als Muttersprache. Englisch ist ebenfalls weit verbreitet.

Projekt-Übersicht

LandUganda
GebietKabale Distrikt

Schwerpunkte

Zugang zu Wasser, Infrastruktur, natürliche Wasserressourcen schützen

Partner-
organisation

Kigezi Diocese Water & Sanitation Programme (KDWSP)