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Kinder aus dem Südsudan klettern in einem Busch.

Südsudan

Überquerung eines Ozeans

Am 9. Juli 2011 wurde der jüngste Staat Afrikas und der ganzen Welt aus der Taufe gehoben, die Republik Südsudan. Im Januar stimmten die Südsudanesen mit überwältigender Mehrheit für die Unabhängigkeit vom Norden. Die zu bewältigenden Probleme und Herausforderungen sind nach jahrzehntelangem Bürgerkrieg riesig. Bischof Alapayo aus Rumbek erzählte vom Vergleich eines Freundes: „Das Referendum im Januar kommt der Überquerung eines Flusses gleich, der Aufbau der neuen Nation hingegen ist mit der Überquerung eines Ozeans zu vergleichen.“ 

 

Sie, liebe Leserin, lieber Leser können sich heute an diesem grossen Vorhaben beteiligen. Schreiben wir gemeinsam mit Hoffnungsträgern aus dem Südsudan Geschichte!

 

Während dem jahrzehntelangen Bürgerkrieg war die Bevölkerung des Südsudan stark von Nahrungsmittelhilfe des Welternährungsprogrammes abhängig. Viele der jungen Menschen haben somit nie gelernt, sich selber zu versorgen. Armut und Not sind gross, dies zeigt die tiefe Lebenserwartung von rund 42 Jahren. TearFund-Projekte zur Einkommensförderung und Bildung bringen lebenswichtige Impulse. Davon zeugen die Geschichten von Deng und Simon.

Hoffnungsträger Simon

Hoffnungsträger Simon

Viele Menschen im Südsudan konnten kaum zur Schule gehen. Deshalb bietet die TearFund-Partnerorganisation Across ein Programm an, wo der verpasste Primarschulstoff in rund vier Jahren nachgeholt werden kann. Simon Krok ist einer der Teilnehmer, der kurz vor dem Abschluss steht. Er stammt aus einem weit entfernten Dorf, eine Woche Fussmarsch von der Schule entfernt. Simon berichtet: "Durch das Training von Across habe ich gemerkt, dass ich selber Verantwortung für mein Leben übernehmen muss und nicht einfach auf Kosten anderer leben kann. Darum habe ich mir in der Nähe eine einfache Unterkunft gebaut und arbeite in der freien Zeit in einer lokalen Klinik, um Geld zu verdienen. Ich engagiere mich auch gegen die herrschende Tradition der Gewalt. Wenn ich meine Ausbildung beendet habe, möchte ich mich weiter für die Entwicklung meines Landes einsetzen.“

Hoffnungsträger Deng

Hoffnungsträger Deng

Ein Land, in dem weite Teile der Bevölkerung weniger als drei Jahre zur Schule gingen und jahrelang nur dank Lebensmittellieferungen des Welternährungsprogrammes überlebten, hat tiefer liegende Probleme als fehlende Überlandstrassen und Schulhäuser. Dennoch ist Hoffnung berechtigt und notwendig. Ein Grund dafür sind die Menschen selber. Deng Ajak, Agronom und Mitarbeiter der TearFund-Partnerorganisation Across, ist ein Beispiel dafür: “Ich bin einer der wenigen Südsudanesen, der im Ausland ein Studium abschliessen konnte. Nun bin ich zurück und möchte mein Wissen in meinem Land investieren.” Er ist verantwortlich für Ernährungssicherung und Landwirtschaft und engagiert sich in der Schulung von Selbsthilfegruppen in ländlichen Gegenden. Die Teilnehmenden lernen beispielsweise, Gemüsefelder anzulegen - ein wichtiger Schritt in die Selbstständigkeit.

 

Menschen wie Deng und Simon geben berechtigten Anlass zur Hoffnung, dass dem Südsudan die Überquerung des Ozeans gelingen wird. Sie sind bereit, das Ruder in die Hand zu nehmen, doch sie brauchen Hilfe. Unterstützen wir sie dabei!

 

 

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So habe ich von TearFund erfahren:
Deng und seine Kollegin inspizieren ein Bewässerungssystem.
 

Simon vor der selbstgebauten Unterkunft. Er möchte sich für sein Land einsetzen und braucht dazu eine gute Ausbildung.

 

Reisetagebuch von Ulrich Bachmann: Projektreise im Südsudan

 


 

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