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Die 16-jährige Deborah darf die Sekundarschule besuchen.

Südsudan

Förderung des Bildungssektors

Die Menschen im Süden des Sudan haben wegen dem 20-jährigen Bürgerkrieg viel gelitten. Nur wenige konnten in dieser Zeit eine Schule besuchen. Auch heute schliessen nur wenige Kinder die Primarschule ab. Das Bildungssystem muss erst wieder aufgebaut werden. Hier engagiert sich die lokale TearFund-Partnerorganisation in Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden. Dies ist ein wichtiger Beitrag für den Aufbau des neuen Staates, der im Juli 2011 ausgerufen werden soll.

Bildung verändert Leben. Lesen Sie dazu die berührende Geschichte der 16-jährigen Deborah (Bild) unter der Rubrik "Erlebt".

Projektgebiet

Projektgebiet

Das Projekt wird in der Provinz Rumbek East im Südsudan umgesetzt. In diesem Gebiet besuchen schätzungsweise 20-30% der Kinder im Schulalter eine Primarschule, nur jedes achte Schulkind besucht den Unterricht über die vierte Klasse hinaus. Besonders Mädchen erhalten oft kaum Bildung, da sie traditionell im Haushalt helfen müssen und früh verheiratet werden. Fast die Hälfte der Lehrpersonen hat nie eine Ausbildung besucht, vielerorts findet der Unterricht unter freiem Himmel statt.

Partnerorganisation

Partnerorganisation

Die TearFund-Partnerorganisation ACROSS arbeitet bereits seit 1972 im Bereich Bildung im Südsudan. ACROSS unterstützt eine umfassende Bildungsinitiative durch eine enge Zusammenarbeit mit dem lokalen Erziehungsdepartement auf Distriktebene. Die Organisation hat besondere Erfahrung in der Ausbildung von Lehrkräften und dem Erstellen von Schulmaterialien. Zudem unterstützt sie Kommunen, die eine grundlegende und nachhaltige Entwicklung anstreben.

Projektziele

Projektziele

Das Ziel des Projekts besteht darin, dass Kinder – besonders Mädchen – in der Provinz Rumbek East Zugang zu einer guten Schulbildung erhalten. Die Lehrkräfte können regelmässig Weiterbildungen besuchen. Die Schulen werden von den lokalen Behörden und der Bevölkerung unterstützt und mitgetragen.

Arbeitsweise

Arbeitsweise

Ein Leitsatz von ACROSS lautet „Bildung für alle!“. Damit sind insbesondere auch Vorschulkinder und Mädchen gemeint, aber auch Erwachsene, die in den Kriegsjahren ihre Ausbildung verpasst haben.
Um eine gute Qualität des Unterrichts zu gewährleisten, führt ACROSS regelmässig Weiterbildungskurse für die Lehrkräfte durch und ist an der Erstellung von Unterrichtsmaterialien beteiligt. Darüber hinaus baut das Projekt aktive Lehrer-Eltern-Komitees auf. Durch diese Zusammenarbeit auf Gemeindeebene soll das Bewusstsein für die Wichtigkeit der Bildung in der Bevölkerung wachsen. Durch Aufklärung und vertrauensbildende Massnahmen soll die Einschulungsrate – besonders auch von Mädchen – erhöht werden. Auch die neu geplanten Vorschulen dienen dem Ziel, deutlich mehr Kinder einzuschulen.

Erlebt

Erlebt

„Ich bin meinen Eltern sehr dankbar, dass sie mir ermöglichen die Sekundarschule zu besuchen“, erzählt die 16-jährige Deborah. Deborahs älterer Bruder arbeitet bei der TearFund-Partnerorganisation Across und bezahlt  ihre Schulgebühren. Ohne seine Unterstützung wäre Deborahs Ausbildung kaum möglich. Denn ihre Eltern leben vom Feldbau als ihre einzige Einkommensquelle.

 

Das Schulsystem im Südsudan beinhaltet acht Jahre Primarschule und vier Jahre Sekundarschule. Deborah besucht die zweite Sekundarschulklasse in Padar. „Jeden Tag fahre ich etwa drei Stunden Fahrrad nur für meinen Schulweg. Es ist von meinem Wohnort aus die nächst gelegene Sekundarschule.“

 

In Deborahs Klasse (Jahrgang) hat es insgesamt 69 Studenten, davon sind nur gerade mal vier Frauen. Eine von diesen Frauen ist bereits verheiratet, drei noch unverheiratet. „Dass ein Mann seiner Frau erlaubt die Sekundarschule zu besuchen ist für unsere Region leider immer noch unüblich“, erzählt Deborah.

 

Deborah ist dankbar, dass ihre Eltern sie so stark darin unterstützen, eine gute Ausbildung zu machen. Auch ihre Nachbarn und die Dorfbevölkerung reagieren mehrheitlich positiv. „Sie sind stolz darauf, dass ich eine der wenigen Frauen aus unserem Dorf bin, die die Sekundarschule absolviert. Von einigen aber, zum Teil auch gleichaltrigen Frauen, höre ich immer wieder den Einwand, weshalb ich die Zeit mit Schule vertrödle anstelle zu heiraten und Kinder zu kriegen.“

 

Von diesen Einwänden lässt sich Deborah nicht beeinflussen. „Nach meiner Ausbildung kann ich immer noch eine Familie gründen“, betont sie. Falls möglich würde die motivierte junge Frau gerne einen Beruf im medizinischen Bereich erlernen oder gar Medizin studieren. Deborah träumt zudem davon, eine Schule in ihrem Dorf zu eröffnen. „Ich möchte etwas von dem, was ich vom Dorf erhalten habe, dem Dorf zurückgeben.“

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So habe ich von TearFund erfahren:

Förderung des Bildungssektors

Land

Südsudan

Gebiet

Rumbek East

Schwer-

punkte

Lehrerweiter-

bildung,

Einschulung von

Mädchen,

Aufbau von

Eltern-Lehrer Komitees

Partner-
organisation

ACROSS

 

 

 

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