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Südsudan

Einkommensförderung und Mobilisierung

Eine grosse Mehrheit der Menschen im Sub-County Boma lebt in chronischer Armut. Die langjährige Abhängigkeit von Nahrungsmitteln durch das Welternährungsprogramm und das Trauma durch den Krieg sind Gründe dafür, dass die Bevölkerung meist nur zaghaft Eigeninitiative zur Verbesserung der Lebensbedingungen entwickelt.

Das TearFund-Projekt unterstützt acht Kommunen und Kirchen zu mehr Eigeninitiative und zur Übernahme von Verantwortung im Entwicklungsprozess der Region. Im Hinblick auf die Unabhängigkeitserklärung des Südsudan im Juli 2011 ist ein solcher Prozess von grosser Bedeutung.

Projektgebiet

Projektgebiet

Das Boma Sub-County ist ein sehr abgelegenes Gebiet nahe der äthiopischen Grenze. Die Zufahrtswege sind nur während der Trockenzeit für 5 Monate im Jahr passierbar (Januar bis Mai). Die Infrastruktur in der Region ist sehr bescheiden.
Boma Sub-County wird von 3 grossen ethnischen Gruppen bewohnt (Jie, Murle und Kachipo). Die beiden Ethnien Jie und Murle sind vorwiegend Viehzüchter, während die Kachipo vorwiegend Landbau betreiben. Leider kam es in den letzten Jahren in gehäuftem Masse zu gegenseitigen Vieh-Raubzügen, die zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen den Ethnien und Clans führten.

Partnerorganisation

Partnerorganisation

Die TearFund-Partnerorganisation Across arbeitet seit Jahrzehnten im Südsudan und verfügt über einen grossen Rückhalt in der Bevölkerung und der Regierung Südsudans. Across implementiert Projekte in den Sektoren Bildung, Gesundheit, Landwirtschaft, Mikrofinanzierung, Medienarbeit und kommunale Entwicklung ausgehend von Kirchen und Kommunen. Die neue Strategie von Across sieht vor, einen vermehrt ganzheitlichen Ansatz in der Projektarbeit zu verfolgen, dabei spielen die lokalen Kirchen eine wichtige Rolle.

Projektziele

Projektziele

Ein Oberziel des Projektes ist, die Armut im Boma Sub-County deutlich zu reduzieren. Ein grosser Anteil in der Bevölkerung soll in der Lage sein, sich selber zu ernähren. Kirchen und Kommunen werden zu vermehrter Eigeninitiative und Verantwortung für ihr Umfeld und zur Konfliktbewältigung angeleitet. Als Zeichen für nachhaltige Entwicklung sollen die Einschulungsrate und das Haushaltseinkommen entscheidend steigen, sowie die Gesundheit der Bevölkerung messbar verbessert werden.

Arbeitsweise

Arbeitsweise

Durch das von TearFund unterstützte Projekt werden acht Kommunen und lokale Kirchen sensibilisiert und mobilisiert. Davon profitieren rund rund 12'000 Menschen. Für die Schulungen in den lokalen Kirchen und Kommunen werden Moderatoren ausgebildet. Die freiwilligen Mitarbeitenden werden begleitet und erhalten Supervision. Mittel zur Durchführung der Projektaktivitäten werden bereitgestellt. Die Kirchen und Kommunen tragen die Verantwortung für eine demokratische Entscheidungsfindung unter Einbezug aller Bevölkerungsgruppen. Das Projekt will verhindern, dass eine einseitige Abhängigkeit der Kommunen von externen Geldgebern zementiert wird. Durch einen Erfahrungsaustausch zwischen den likalen Verantwortlichen sollen erfolgreiche Projekte auch weitere Kommunen inspirieren.
Die aktuelle Projektphase läuft ab Januar 2011 für drei Jahre. 

Erlebt

Erlebt

Simon Krok konnte wegen dem Bürgerkrieg die Primarschule nicht besuchen. Nun nutzt er das Programm der TearFund-Partnerorganisation Across, wo er den verpassten Schulstoff in vier statt acht Jahren nachholen kann. Simon erzählt: „Mein Heimatdorf liegt eine Woche Fussmarsch von der Schule entfernt. Zu Beginn der Studienzeit wohnte ich darum bei Bekannten. Durch das Training von Across-Mitarbeitenden habe ich gemerkt, dass ich selber Verantwortung für mein Leben übernehmen muss und nicht einfach auf Kosten anderer leben kann. Darum habe ich mir ein eigenes Haus gebaut und ich arbeite in der freien Zeit im nahen Krankenhaus, um Geld zu verdienen. Ich engagiere mich auch gegen die herrschende Tradition der Gewalt. Wenn ich meine Ausbildung beendet habe, möchte ich mich weiter für die Entwicklung meines Landes einsetzen.“

  

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So habe ich von TearFund erfahren:

Mobilisierung von Kirchen und Kommunen

Land

Sudan (Süden)

Gebiet

Boma Sub-County 

Schwer-

punkte

Reduktion der Armut,

Förderung der

Eigeninitiative von Kirchen und Kommunen

Partner-
organisation

ACROSS

 

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