Sambia
Stärkung von benachteiligten Familien
Inhaftierte und ehemalig inhaftierte Menschen und insbesondere deren Familien sind in Sambia einer sehr starken Stigmatisierung und Benachteiligung ausgesetzt. Solche Familien laufen Gefahr, in chronische Armut abzugleiten, was häufig wiederum Ursache für straffälliges Verhalten ist. Die TearFund-Partnerorganisation Prison Fellowship Zambia unterstützt inhaftierte und ehemalig inhaftierte Menschen und ihre Familien dabei, aus der Spirale von Armut und Illegalität zu entkommen. Die Hilfe erfolgt beispielsweise durch die Vergabe von Mikrokrediten. Selbsthilfe ist lernbar. Jeder Beitrag zählt. Auch Ihrer!
Projektgebiet
Projektgebiet
Das Projektgebiet befindet sich hauptsächlich im sogenannten "Copperbelt", einem 150 km langen Korridor im nordwestlichen Teil des Landes.
Partnerorganisation
Partnerorganisation
Prison Fellowship Zambia wurde im Jahre 1984 durch die Initiative eines ehemals inhaftierten Rechtsanwalts gegründet. Anfänglich lag der Schwerpunkt der Arbeit auf der seelsorgerlichen Betreuung von inhaftierten Menschen. Recht schnell wurde jedoch klar, dass nicht nur die inhaftierten Menschen Unterstützung und Zuspruch benötigen, sondern auch die Angehörigen unter der Situation leiden. Prison Fellowship Zambia ist die wichtigste zivilgesellschaftliche Organisation, die Menschen im Strafvollzug sowie deren Familien sozioökonomische und gesundheitliche Unterstützung anbietet.
Projektziele
Projektziele
Das vorliegende Projekt beinhaltet drei Komponenten:
1. | Unterstützung der Familien durch pädagogische Betreuung. |
2. | Vermittlung von unternehmerischen und handwerklichen Fähigkeiten wie Schneidern oder Färben. |
3. | Vergabe von Mikrokrediten, um die unternehmerischen Fähigkeiten umsetzen zu können und so ein selbständiges Einkommen für die Familie sicherzustellen. |
Die angestrebten Projektziele sind insbesondere: Signifikante Verbesserung der sozialen und beruflichen Chancen von Kindern aus Familien von inhaftierten oder ehemalig inhaftierten Menschen. Inhaftierte und ehemalig inhaftierte Menschen sowie deren Familien haben unternehmerische und handwerkliche Fertigkeiten in den Bereichen Nähen, Stricken und Stofffärben erworben und sind befähigt, ihre Existenz zu sichern. Insassen und Angehörige werden seelsorgerisch betreut und über ihre Rechte informiert.
Arbeitsweise
Arbeitsweise
Die begünstigten Menschen übernehmen von Beginn weg Verantwortung. Sie werden durch qualifizierte freiwillige Mitarbeiter vor Ort begleitet. Die administrativen Kosten können daher tief gehalten werden. Die wirtschaftliche Stärkung der begünstigten Menschen führt dazu, die Abhängigkeit von Prison Fellowship Zambia laufend zu reduzieren.
Ehemals inhaftierte Menschen, die sozial und wirtschaftlich erfolgreich in die Gesellschaft zurückgefunden haben, nehmen eine wichtige Stellung für die Ausstrahlung des Projekts ein. Als Vorbild für eine gelungene Reintegration in die Gesellschaft leisten sie eine wichtige Arbeit durch die Einflussnahme in den Strafvollzug und Beeinflussung der Gesetzgeber.
Prison Fellowship baut stark auf Freiwilligenarbeit. Zurzeit arbeitet die Organisation mit über 850 freiwilligen Mitarbeitenden, insbesondere mit berufstätigen Fachleuten aus den Bereichen Gesundheit und sozialen Diensten.
Erlebt
Erlebt
Agness Nzaila ist stolz auf ihren Gemüsegarten, den sie selbst angelegt hat. Sie baut Kohlarten und Blattgemüse an. Die junge Frau hat schwere Zeiten hinter sich. Als ihr Ehemann ins Gefängnis kam, verlor die Familie die Ernährungsgrundlage und wurde gesellschaftlich geächtet. Inzwischen ist Agness' Mann an den Folgen von HIV/Aids verstorben, womit er sich im Gefängnis angesteckt hat.
Agness wird durch die TearFund-Partnerorganisation Prison Fellowship Zambia mittels Mikrokredit unterstützt. Die engagierte Frau erzählt, dass trotz ihrer schwierigen Situation der Unterhalt ihrer Familie gesichert ist. Einen Teil des produzierten Gemüses, den sie nicht für die Selbstversorgung braucht, verkauft Agness auf dem lokalen Markt. Dadurch erwirtschaftet sie ein Zusatzeinkommen für sich und ihre Kinder.
Der schön angelegte Gemüsegarten von Agness ist Ausdruck eines gestärkten Selbstwertgefühls und hilft der Familie, ein würdevolles Leben zu führen.




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