Peru
Pädagogische Begleitung von benachteiligten Kindern
Seit 2002 unterstützt TearFund in Peru drei verschiedene Schul- und Heimprojekte, die Kindern aus besonders armen Familien ein sicheres Zuhause und/oder eine fundierte Ausbildung ermöglichen.
Projektgebiet
Lima, Slums von Chorrillos und Huaycan
Partnerorganisationen
Verein Adulam: Die Initiative des Ehepaars Marko und Carmen Damjanovic geht auf das Jahr 1992 zurück, als sie damit begannen, Strassenkinder aufzunehmen und ihnen Schutz und eine liebevolle Bertreuung zu schenken. Im Januar 2008 bezog das Werk ein grosszügiges Zentrum in Cieneguilla, 20 km südlich von Lima, wo bis zu 50 Kinder aufgenommen werden können.
Verein El Sembrador: Die Initiative zum Start der Schule El Sembrador im Jahr 1989 und weitere Initiativen wie der Start einer Kirche und die Gründung des Übergangsheims Jireh 54 km südlich von Lima geht auf Sara Llamoca und ihre vielköpfige Familie zurück, die auch heute noch die Geschicke des Werkes leitet.
Verein Agape: Agape entstand im Jahre 1992 als die peruanische Lehrerin Elsa Chigne damit begann, Kinder von der Strasse zu holen und sie vor sexueller Ausbeutung zu schützen. Was anfänglich mit einem Kinderheim in Balconcillo in Lima begann, wurde unter der Leitung von Ruth Alvarado im Jahre 2005 auf das riesige Slumgebiet von Huaycan ausgeweitet.
Projektziele
Die drei Initiativen haben mehrere gemeinsame Ziele: Gefährdete Kinder erhalten eine ganzheitliche Betreuung. Sie werden von der Strasse geholt oder davor bewahrt, endgültig in den Strassen von Lima unter zu gehen. Sie werden seelsorgerlich und psychologisch betreut und im christlichen Geist der Liebe und Aufmerksamkeit so lange wie nötig in eine Hausgemeinschaft integriert und wenn ratsam wieder in die Familie zurück geführt.
Der Verein El Sembrador bietet zudem ein vollständiges Schulprogramm an - vom Kindergarten bis zur Sekundarschule. Über 300 Kinder können daran teilnehm
Arbeitsweise
Verein Adulam: Die Kinder und Jugendliche werden durch begleitetes Wohnen im Heim betreut. Zusätzlich bietet das Projekt betreutes Wohnen in externen Wohngruppen an. Den Kindern und Jugendlichen wird ermöglicht, die obligatorische Schule abzuschliessen und einen Beruf zu lernen.
Verein El Sembrador/Jireh: Die Kinder und Jugendliche werden durch begleitetes Wohnen im Heim betreut. Zusätzlich bietet das Projekt betreutes Wohnen in externen Wohngruppen an. Den Kindern und Jugendlichen wird ermöglicht, die obligatorische Schule abzuschliessen und Berufswahlklassen zu besuchen. Die Eltern werden durch ein Bildungsprogramm einbezogen und punktuell durch Nahrungsmittelhilfe unterstützt. Das Projekt ist integriert in eine kirchliche Arbeit.
Verein Agape: Fünf- bis zwölfjährige Kinder werden durch begleitetes Wohnen im Heim betreut. Zusätzlich bietet das Projekt betreutes Wohnen in externen Wohngruppen an. Ein weiterer Zweig der Arbeit wird im Slum von Huaycan umgesetzt: psychologische Betreuung und Rehabilitation von Kindern, die Opfer häuslicher Gewalt sind. Eltern, besonders Mütter, Lehrpersonen,Pfarrer und Beamte werden für die Problematik sensibilisiert. Lobbying bei den Rechtsdiensten, Polizei, Schulen und Politikern - zugunsten der stillen Opfer - ist Teil des Projektes.
Erlebt
Carmen Damjanovic, Heimleiterin von Adulam, erzählt:
Eines unserer Mädchen wurde von der Mutter mit fünf Jahren in der Kinderkrippe zurück gelassen. Am Abend wartete man umsonst auf ihre Rückkehr. Von dort kam die Kleine zu uns und hat fünf Jahre hier im Heim verbracht. Die Mutter hat sich nie gemeldet. Schliesslich konnten wir sie ausfindig machen und von da an besuchte sie reuig ihre Tochter ein ganzes Jahr lang immer wieder im Heim. Unterdessen hat sie eine Arbeit und eine Wohnung. Sie will für ihr Kind sorgen und ihr volle Liebe und Aufmerksamkeit schenken.
Das Mädchen wohnt nun bereits drei Monate bei ihrer Mutter wo es ihr gut gefällt. Sie besucht die Schule. Wir werden die neue Familie in den nächsten Monaten noch begleiten.
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