
Peru
Interkulturelle Bildung
In der Andenprovinz Andahuaylas wird Quechua gesprochen, doch in den Schulen unterrichten die Lehrpersonen vorwiegend in Spanisch, was die Kinder bei Schuleintritt kaum verstehen. Diese Benachteiligung im Bereich Bildung ist einer der Gründe dafür, weshalb die indigenen Bürger Perus überproportional zu den Armen gehören.
Das interkulturelle Bildungsprogramm erarbeitet für insgesamt 33 Schulen in fünf Distrikten ein auf die lokalen Verhältnisse zugeschnittenes Bildungskonzept, das Erwachsene mit einschliesst und eine fortwährende Dorfentwicklung zum Ziel hat.
Projektgebiet
Projektgebiet
Das Projektgebiet umfasst fünf Distrikte der gebirgigen, südperuanischen Provinz Andahuaylas. Die Stadt Andahuaylas liegt auf 2900 M.ü.M. und zählt 32'000 Einwohner. Die Menschen leben vorwiegend von der Landwirtschaft, allerdings mit kargen Erträgen. Apurimac gilt als eine der ärmsten Regionen des Landes. 75% der Menschen sprechen Quechua. Offizielle Landessprache ist Spanisch.
Partnerorganisation
Partnerorganisation
Ausführende Partnerorganisation ist Paz y Esperanza. Paz y Esperanza ist eine peruanische, zivilgesellschaftliche, christliche Hilfsorganisation. Sie setzt sich für die Rechte der Armen und ihrer ganzheitlichen Entwicklung ein. Ihr Auftrag sind gesellschaftliche Veränderungen und bessere Lebensqualitäten für alle.
Projektziele
Projektziele
Das Projekt hat zum Ziel, das Bildungssystem in der Provinz Andahuaylas zu reformieren. Insbesondere sollen Kinder und Jugendliche die Chance auf eine praxisnahe und solide Ausbildung im Einklang mit ihrer Muttersprache – dem Quechua – erhalten.
Das interkulturelle Bildungsprogramm sieht zudem vor, für insgesamt 33 Schulen in den fünf Distrikten ein griffiges, auf die ortsansässigen Verhältnisse zugeschnittenes Bildungskonzept zu erarbeiten, das Erwachsene mit einschliesst und eine fortwährende Dorfentwicklung zum Ziel hat.
Arbeitsweise
Arbeitsweise
Die Schulverwaltung, das Lehr- und Lernverhalten, sowie die Beziehung Schule – Elternhaus – Kommunität werden gestärkt. Lehrerinnen und Lehrer erhalten fachliche Hilfe. Die Kinder werden unter Berücksichtigung ihrer Muttersprache – dem Quechua – eingeschult. Die lokale andinische Kultur, die sozialen und wirtschaftlichen Entwicklungsmöglichkeiten sowie die Sorge zur Umwelt sind ebenso Teile des Projektes wie die Überwindung der Isolation und Ausgrenzung von relevanten Veränderungsprozessen in anderen Landesteilen.
Erlebt
Erlebt
Es gefällt mir, wenn meine Lehrerin mich auf Quechua unterrichtet, erzählt der Schüler Carlos. Wenn sie Spanisch spricht, schaue ich nur auf die Wandtafel und kann nicht aktiv teilnehmen, weil ich noch kein Spanisch sprechen kann. Früher wusste ich nichts über meine Kultur und hatte Angst, vor Leuten zu sprechen. Jetzt habe ich keine Hemmungen mehr.
Auch die Lehrerin Nancy L. äussert sich erfreut über das Projekt: Unterstützt durch Paz y Esperanza habe ich damit begonnen, die Schüler noch viel mehr als zuvor in ihrer Kultur wert zu schätzen. Natürlich stehen wir erst am Anfang und dieser Prozess muss weitergehen. Aber die Schüler haben Freude und sie beteiligen sich besser und vertrauensvoller im Unterricht.



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