Abgeschlossene Projekte: Bild einer von einem Sturm zerstörten Strandregion.
Nothilfe

Abgeschlossene Nothilfe-Projekte


Malawi Sommer 2016

Nach der letztjährigen Auswaschung der Bodennährstoffe durch sintflutartige Regenfälle löste eine aussergewöhnlich schwere Dürre im Sommer 2016 eine grosse Hungersnot in Ostafrika aus. Der Hauptauslöser der verheerenden Situation ist das Wetterpänomen El Niño. Mit unseren erfahrenen Partnerorganisationen vor Ort versorgte TearFund 320 Haushalte mi Saatgut und Nahrungsmitteln wie Mais, Hülsenfrüchten und Öl. Die Bevölkerung half bei der Güterverteilung aktiv mit.

Kongo 2015

Die heftigen Attacken der Rebellen und Überschwemmungen führten zu sehr grossen Infrastrukturschäden. Als Folge davon hat sich insbesondere der Zugang zu sicherem Wasser und Siedlungshygiene nochmals massive verschlechtert. Hinzu kommt der Mangel an notwendigsten Haushaltsartikeln. Kinder unter 5 Jahren, schwangere und stillende Frauen waren besonders gefährdet. Das Projekt versuchte die Lebensbedingungen der Menschen durch den Zugang zu sicherem Wasser und sanitären Einrichtungen, sowie durch Hygieneschulung und Malariaprävention zu verbessern. Durch das Projekt sollten insbesondere Kindern unter 5 Jahren, schwangere und stillende Frauen begünstigt werden.

Malawi 2015

Die von starken Regenfällen betroffenen Gebiete im Süden Malawis in den ersten Wochen des Jahres mussten inzwischen weitläufig mit grossen Überschwemmungen kämpfen. In 15 Distrikten wurde von der malawischen Regierung der Notstand ausgerufen. Mehr als 200 Menschen starben und 700‘000 Menschen mangelte es an Unterkünften, Nahrungsmitteln, trockenen sanitären Anlagen und medizinischer Versorgung. Das Ziel waren die Verbesserung der Ernährungssicherheit und der Wiederaufbau von Unterkünften für die von den Überschwemmungen betroffenen Menschen. 300 Haushalte wurden für mindestens 4 Monate mit Nahrungsmitteln versorgt und haben Zugang zu sicherem Trinkwasser erhalten. 52 Haushalten wurden Notunterkünfte und wichtige Alltagsutensilien bereitgestellt. 300 Haushalte erhielten Saatgut und Dünger, um ihre zerstörten Ernten zu ersetzen und eine mittelfristige Hungerperiode zu vermeiden.

Südsudan (Boma) 2015

Durch eine blutige Rebellion wurden 2012 und 2013 rund 40’000 Menschen im ehemaligen Pibor County in die Flucht getrieben. Im Mai 2014 wurde ein Friedensvertrag zwischen der Regierung Südsudans und den Rebellen unterzeichnet und die semiautonome Region Greater Pibor Administrative Area, die direkt dem Präsidialamt unterstellt ist, gebildet. Durch die Bildung der semiautonomen Region hat sich die Sicherheitssituation verbessert und die Menschen begannan langsam, zurückzukehren. Das Projekt leistete einen Beitrag zur Verbesserung der Lebensbedingungen und zum Wiederaufbau der Existenzgrundlagen von rückkehrenden Familien.

Zentralafrikanische Republik, 2014

TearFund leistete einen Beitrag zur Ernährungssicherung von 3‘500 intern vertriebenen Menschen auf dem Campus der Evangelischen Fakultät und in Béthanie, innerhalb der Stadt Bangui. 28‘000 kg Nahrungsmittel und 700 Matten wurden eingekauft und an zwei Standorten sicher eingelagert. 467 Familien (3‘500 Personen) erhielten 30kg Nahrungsmittel pro Monat für eine Periode von 2 Monaten.

Kenia 2013

Dürre, Bürgerkrieg und starke Inflation führten in Ostafrika zu einer Hungerkrise. Aufbauend auf die geleistete Soforthilfe wurden Haushalte gestärkt, um gemachte Fortschritte der Ernährungssicherung zu halten. Durch die Verteilung von Saatgut, wurde die Nahrungsmittelproduktion gesteigert. Durch Aufstockung des Viehbestandes und Rekonstruktion von sicheren Wasserstellen wurde den Bedürftigsten Familien geholfen.

Horn von Afrika 2011/2013

Nach Schätzungen des Welternährungsprogramms benötigten im 2011 über 12 Millionen Menschen am Horn von Afrika Nahrungsmittelhilfe. In den Distrikten Mbeere, Tharaka und Isiolo erhielten 1900 Haushalte Saatgut (Sorghum, Hirse, Mungobohnen und Gemüse). Bis Ende Januar 2013 nahmen 586 Haushalte an Trainings und tiergesundheitlichen Dienstleistungen teil. 28 Wasserrückhaltebecken wurden gebaut oder instand gesetzt.

Niger 2012

Dürren, Unterernährung und Hunger sind in der Sahel-Region leider eine wiederkehrende Erscheinung. Die Situation wie sie sich 2012 in der Sahel-Region zeigte, hatte ein alarmierendes Ausmass erreicht. Über 19 Millionen Menschen in Westafrika waren von der Krise betroffen und verfügten nicht mehr über genügend und qualitativ gute Nahrungsmittel, die langfristig ein gesundes Leben ermöglichen. Über eine Million Kleinkinder waren von einer schweren, akuten Mangelernährung bedroht, die in kurzer Zeit zum Tod führen konnte. Das Projekt konzentrierte sich auf einkommensgenerierende Aktivitäten und das Lernen über den Erhalt der Bodenfruchtbarkeit, den Erosionsschutz und die Agroforstwirtschaft durch praxisorientierte Schulung auf dem Feld. Das Projekt trug zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit von 330 Haushalten in sechs Gemeinden bei, die mit den Folgen der Ernährungskrise konfrontiert waren.

Simbabwe 2007-2012

Die Ernährungssicherheit in Simbabwe war seit einigen Jahren kritisch. Das Projekt ermöglichte es Kleinbauern, dank nachhaltiger Landwirtschaft einen deutlich grösseren Ertrag zu erwirtschaften.

Philippinen 2012

Am 16.12.2011 brach nach einem Unwetter eine Sturzflut über die südliche Insel Mindanao der Philippinen herein. Über 1‘200 Menschen fielen den Überschwemmungen zum Opfer. Rund 640‘000 Menschen waren von den Überschwemmungen betroffen. Durch Wiederaufbau von Häusern und Verteilung von Gütern konnten durch TearFund und Partnerorganisationen 3‘350 Personen geholfen werden.

Pakistan 2010-2012

Im Juli 2010 wurde Pakistan von den schwersten Fluten seit vielen Jahren getroffen. Ein Jahr später war dieselbe Gegend erneut betroffen, rund 5,4 Millionen Menschen. 1,8 Millionen mussten ihre Häuser verlassen, mehrere Hundert Menschen sind umgekommen.Im Jahr 2012 haben durch Wiederaufbauarbeiten und Güterverteilung insgesamt 21‘000 Menschen Hilfe von TearFund und ihren Partnerorganisationen erfahren.

Haiti 2010-2012

50Rund 227‘000 Menschen fielen dem Erdbeben von Januar 2010 zum Opfer und rund 2.3 Millionen Menschen wurden obdachlos. Aufgrund der grossen Zerstörung und der immensen Armut des Landes dauert der Wiederaufbau sehr lange. Nach der akuten Nothilfephase mit Verteilung von Überlebenspaketen und Essensausgabe arbeitete TearFund mit am Wiederaufbau. Zusammen mit internationalen Partnern wurden insgesamt 380 Familien-Latrinen und 10 öffentliche Latrinen sowie 78 permanente Häuser gebaut, davon wurden 100 Latrinen und 12 Häuser durch TearFund Schweiz finanziert.

Sudan/Darfur 2012

Seit 2003 herrscht im Sudanesischen Darfur Bürgerkrieg zwischen Rebellentruppen und der Regierung. Schätzungsweise 4,5Mio Menschen sind betroffen – sie wurden teils aus ihren Dörfern vertrieben oder können aufgrund der grossen Gefahren von Angriffen ihre Felder nicht mehr bewirtschaften. TearFund unterstützte Partnerorganisationen vor Ort in der Finanzierung von Lebensmittelhilfe, Präventionsprogrammen und psychosozialer Unterstützung. Zurzeit ist die Planung von Projekten schwierig. Eine Wiederaufnahme der Unterstützung ist im Gespräch.

Weitere abgeschlossene Projekte

  • 2010, Haiti, Erdbeben, Wiederaufbau
  • 2009, Philippinen, Taifun, Wiederaufbau und psycho-soziale Hilfe für Kinder
  • 2009, Bangladesh, Zyklon, Verteilung von Hilfsgütern
  • 2009, Pakistan, Überflutung, Existenzsicherung
  • 2009, Zimbabwe, Dürre, Ernährungssicherheit
  • 2008, Bangladesh, Nahrungsmittelknappheit, Verteilung von Nahrungsmitteln
  • 2008, Myanmar, Zyklon, Wiederaufbau
  • 2007, Bangladesh, Zyklon, Verteilung von Hilfsgütern
  • 2007, Bangladesh, Überflutung, Verteilung von Hilfsgütern
  • 2007, Indien, Erdbeben, Nahrungsmittelverteilung und medizinische Versorgung
  • 2007, Mozambique, politische Instabilität, Verteilung von Hilfsgütern für intern Vertriebene
  • 2007, Uganda, Überflutung, Wiederaufbau und Existenzsicherung
  • 2006, Ostafrika, Trockenheit, Ernährungssicherung
  • 2006, Nepal, humanitäre Krise, Verteilung von Hilfsgütern
  • 2006, Pakistan, Erdbeben, Schutz
  • 2005, Bangladesh, grosse Waldbrände, Verteilung von Hilfsgütern
  • 2005, Sudan (Darfur), humanitäre Krise, Ernährungssicherung
  • 2005, Niger, Dürre, Ernährungssicherung
  • 2005, Sri Lanka, Seebeben und Tsunami, Nothilfe und Wiederaufbau
  • 2004, Afghanistan, Dürre, Infrastruktur wiederaufbauen und Ernährungssicherheit
  • 2004, Bangladesh, Überflutung, Verteilung von Hilfsgütern
  • 2004, Sudan (Darfur), humanitäre Krise, Ernährungssicherung
  • 2003, Irak, intern Vertriebene, Wiederaufbau
  • 2003, Iran, humanitäre Krise, Verteilung von Hilfsgütern
  • 2001, El Salvador, Erdbeben, Wiederaufbau beschädigter Häuser