
Malawi
Integriertes HIV/Aids-Programm
Malawi zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Eine der grössten Herausforderungen des Landes liegt in der wachsenden Anzahl von Menschen, die mit HIV/Aids leben. Jedes Jahr werden etwa 70'000 Kinder zu Aidswaisen. Die TearFund-Partnerorganisationen bauen bei ihrer Arbeit stark auf Freiwilligenarbeit der lokalen Kirchgemeinden.
Projektgebiet
Projektgebiet
Die beiden Unterdistrikte Mwanza und Khombedza im Distrikt Salima bilden das Projektgebiet. Die beiden Unterdistrikte liegen angrenzend 25 – 40 km nördlich des Distrikthauptorts Salima-Township. Der Salima-Distrikt zählt zu den ärmsten Regionen Malawis.
Partnerorganisationen
Partnerorganisationen
World Relief Malawi arbeitet seit 1989 mit lokalen Kirchen in den Bereichen Nothilfe, Gesundheit und Entwicklung. Das Programm zur Mobilisierung der Kirchen als effiziente Antwort zur massiven Ausbreitung von HIV/Aids wurde 1999 gestartet.
Die Evangelical Association of Malawi (EAM) ist ein Zweckverband evangelischer Kirchen und christlicher Organisationen in Malawi. Der Verband wurde 1962 gegründet mit dem Ziel, die Mitgliederkirchen zu stärken und soziale Projekte zu fördern. EAM ist als Nicht-Regierungs-Organisation registriert und arbeitet eng mit staatlichen, kirchlichen und zivilgesellschaftlichen Akteuren zusammen.
Projektziele
Projektziele
Das Projekt „Mobilisieren fürs Leben“ arbeitet inverschiedenen Sektoren. Medizinische Aspekte werden gleichzeitig mit sozio-ökonomischen und sozialen Anliegen angegangen. Die Bedürfnisse der Menschen werden möglichst umfassend wahrgenommen. Das Projekt mobilisiert 50 Dienstgruppen aus verschiedenen Kirchgemeinden mit dem Ziel, dass diese Gruppen in ihrem Gebiet die Verantwortung im Kampf gegen Aids übernehmen.
Arbeitsweise
Arbeitsweise
Gruppen von Freiwilligen organisieren kostenlose HIV-Tests und -beratungen und schliessen sich hierfür mit den lokalen Gesundheitszentren zusammen. Die Gruppen verhelfen den Betroffenen auch zu den lebenswichtigen antiretroviralen Medikamenten und motivieren sie, sich in Selbsthilfegruppen zu organisieren. Die Begünstigten werden zusätzlich in folgenden Bereichen unterstützt:
Ausbildung Jugendlicher: Jugendliche können zwischen einer Ausbildung zum Schmied, Schneider oder Schreiner wählen, um ihren Lebensunterhalt selbst verdienen zu können.-
Unterstützung von Waisenkindern: In Kinder-Clubs werden sie kompetent nach der Schule betreut und erhalten eine warme Mahlzeit. Durch Schulgeldunterstützung wird der Zugang zu Bildung gesichert.
Landwirtschaftliche Unterstützung: Die Betroffenen erhalten landwirtschaftliche Beratung und Unterstützung, um einen grösseren Ertrag zu erwirtschaften und eine gesicherte Nahrungsversorgung zu erhalten.
Ihre Hilfe kommt an:
Für CHF 30.- erhält ein Kinder-Tageszentrum Ergänzungsnahrung für ein Jahr.
Für CHF 110.- erhält eine Kirchgemeinde ein Medikamenten-Kit, mit dem sie während einem Jahr kranken Menschen helfen kann.
Für CHF 200.- erhält ein Kinder-Tageszentrum Saatgut, Soja und Dünger für ein Jahr.
Erlebt
Erlebt
Mary Joni, 43-jährige Mutter von fünf Kindern, nimmt regelmässig an den Treffen der HIV/Aids-Selbsthilfegruppen teil. Sie erzählt: "Ich war am Boden zerstört, als ich herausfand, dass ich HIV-positiv bin. Nun blicke ich wieder optimistisch in die Zukunft. Hier mit meinen Freunden ist die Einsamkeit weg. Ich werde durch die Erfahrungen der Anderen ermutigt."
Chao und Ndala Mpakuna (im Bild) sind Grosseltern. Sie kümmern sich um ihre 14 Enkelkinder, die aufgrund von Aids ihre Eltern verloren haben. Früher waren Chao und Ndala zu schwach, um mit Feldarbeit genügend Nahrung zu erwirtschaften. Und ihre Enkelkinder waren noch zu jung für diese Arbeit. Dank der Zusammenarbeit von Tear Fund und der lokalen Kirche hat die Familie nun genug zu essen. Die Kirche besucht die Familie regelmässig, versorgt sie mit Saatgut und Dünger, hilft beim Verrichten der Feldarbeiten und beim Betreuen der Kinder. Dankbar erzählt Ndala, dass sie dank der Hilfe der TearFund-Partnerorganisation genügend Mais hat, um sich und ihre Enkelkinder zu ernähren.



PDF zu "HIV/Aids-Programm"

















