
Bangladesch
Gesundheitszentren in ländlichen Gebieten
Mein Kind hat Durchfall, was kann ich tun? Seit der Geburt habe ich ständig Schmerzen. Hat mein Baby genügend zugenommen? Solche Fragen sind Alltag in den CSS-Gesundheitszentren in Bangladesch. Dank einem gut organisierten System können auch Menschen, die in grosser Armut leben, medizinische Versorgung beanspruchen. Zudem lernen sie an Kursen, welche Bedeutung Hygiene hat und wie sie Erkrankungen selber erkennen und die nötigen Massnahmen ergreifen können.
Mit einer Bevölkerungsdichte von mehr als 1‘000 Personen pro km2 ist Bangladesch (abgesehen von reinen Stadtstaaten) der am dichtesten besiedelte Staat der Welt. Diese hohe Bevölkerungsdichte gepaart mit grosser Armut und einer mangelhaften Gesundheitsversorgung führt zu einer sehr kritischen Gesundheitslage. Hier setzt TearFund an, indem Gesundheitszentren in ländlichen Gebieten unterstützt werden.
Partnerorganisation
Partnerorganisation
«Die Sorgen zu teilen und den Leidenden und vernachlässigten Menschen die Hand zu reichen, [...] ihnen mit Wort und Tat beizustehen, unabhängig ob ihrer Herkunft, Religion oder Ideologie.»
Dieser Leitspruch ist die Grundlage für die Arbeit unserer Partnerorganisation „Christian Service Society“ (CSS). Gegründet wurde die Organisation im Jahre 1975 – kurz nach den Unabhängigkeitskriegen – und beschäftigt heute 830 Mitarbeiter. Seit 1990 engagiert sich CSS verstärkt im Gesundheitssektor.
Projektgebiet
Projektgebiet
Das Projektgebiet befindet sich in den Distrikten Khulna, Dhaka und Barisal. Khulna liegt im Südwesten des Landes, Dhaka im Zentrum und Barisal im Süden von Bangladesch.
Projektziele
Projektziele
In den kommenden Monaten werden 20 Gesundheitszentren eröffnet. Das Ziel ist, dass sie sich langfristig selbst finanzieren. Insgesamt haben durch das Projekt 500‘000 Menschen Zugang zu qualitativ hochstehender, ärztlicher Betreuung sowie insbesondere Geburtshilfe . 300‘000 davon sind als versicherte Patienten registriert.
Mindestens 300‘000 Menschen werden über die 10 häufigsten und gefährlichsten Krankheiten ihrer Region aufgeklärt und ihnen wird eine gesunde und sichere Lebensweise vermittelt.
Durch die verbesserte Infrastruktur und die Aufklärungsarbeit in den ländlichen Regionen sollen die gesundheitlichen Risiken während Schwangerschaft und Geburt drastisch verringert werden. Dadurch und dank Aufklärung wird die Übertragung von HIV/Aids von Mutter zu Kind vermindert und Fälle von Malaria und anderen Krankheiten werden frühzeitiger und effektiver behandelt. Auch die Kindersterblichkeit wird so gesenkt und das Leben der Mütter geschützt.
Arbeitsweise
Arbeitsweise
In den 20 Gesundheitszentren wird qualifiziertes Personal eingesetzt. Die Gesundheitszentren werden langfristig allein durch Patientenbeiträge finanziert. Durch die Einführung und Promotion einer Versichertenkarte wird den Menschen sehr kostengünstig eine Mitgliedschaft ermöglicht, die eine ärztliche Grundversorgung beinhaltet. In den Zentren findet auch Sensibilisierungsarbeit statt, wobei den Patienten in einem Kurs beigebracht wird, welche die häufigsten und gefährlichsten Krankheiten sind und wie diese zu behandeln sind bzw. wann man unbedingt einen Arzt aufsuchen sollte.



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