Überschwemmungen in Pakistan
Existenzbedrohung durch Wasserfluten
Als die Dämme brachen, konnten sie nur noch ihre Kinder packen und rennen. Mir Akber Khans Familie hat die gesamte Existenzgrundlage in den Fluten verloren, die Pakistan heimsuchten. Wie sie stehen Millionen von Menschen vor dem Nichts und kämpfen gegen Hunger, Krankheiten und Witterung.
Überschwemmungen bedrohen die betroffenen Menschen auf vielfältige Weise. In den ersten, oft heftigen Fluten ertrinken viele Menschen, besonders Kinder, die nicht die Kraft haben, sich festzuhalten. Wer sich retten kann, verbringt oft Tage auf Hügeln, Hausdächern oder anderen kleinen „Inseln“ inmitten des Wassers. Dort gibt es kaum Nahrung oder Trinkwasser, geschweige denn eine medizinische Versorgung für Verletzte. Ist das Wasser endlich abgeflossen, wird die Zerstörung sichtbar: meterhoher Schlamm über zerstörten Häusern und Feldern. Die Menschen verlieren bei Überschwemmungen meist ihr gesamtes Hab und Gut, die Ernte ganzer Regionen wurde weggeschwemmt. Für Hilfsorganisationen ist es sehr schwierig, zu den Betroffenen zu gelangen, weil Brücken und Strassen zerstört sind. Dabei ist rasche Hilfe entscheidend.
Überschwemmungen in Pakistan
Noch Mitte Juli hofften die Menschen in Pakistan auf Regen, der nach grosser Trockenheit eine gute Ernte bringen würde. Wenige Tage später wurden die ersten Dörfer überflutet. Bald waren 20 Mio. Menschen betroffen, mehr als 10% der Bevölkerung des Landes. Viel Menschen waren tagelang ohne Nahrung und Trinkwasser. Kinder starben an Hunger oder Durchfall.
Die Überschwemmungen in Pakistan trafen zudem den Brotkorb des Landes und zerstörte die Ernte. Dies hat Auswirkungen auf Menschen, die gar nicht direkt von den Fluten betroffen sind.
Lesen Sie unseren Bericht über die Überschwemmungen in Pakistan.
Hilfe bei Überschwemmungen
In den ersten Tagen nach einer Katastrophe brauchen die Betroffenen vor allem Lebensmittel und Trinkwasser. Gleichzeitig verteilen Hilfsorganisationen nach Möglichkeit kulturell angepasste Hygiene- und Kochsets. Je nach Situation kommen Plastikplanen zum Schutz vor der Witterung, Decken und Medikamente dazu. Auch medizinische Versorgung ist oft nötig. Später kommen Unterstützung beim Wiederaufbau der Häuser und Existenzgrundlagen und eventuell Seelsorge hinzu.
In Pakistan verteilt die TearFund Partnerorganisation unter anderem Lebensmittelpakete mit Monatsrationen an Zucker, Reis, Mehl, Bohnen, Milchpulver, Öl. Ein solches Paket kostet rund 38.- Franken und rettet Leben. Helfen Sie mit.

















