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Erlebnisreise 2018: Reiseberichte

Reiseberichte Erlebnisreise 2018

Die Erlebnisreise 2018 ist bereits im vollen Gange. Die 10-köpfige Reisegruppe ist schon jetzt begeistert von den Menschen und dem Land. Die aktuellsten Reiseberichte finden Sie unten in den aufklappbaren Laschen. Viel Spass beim Lesen!

10.02.2018

Wir sind gut in Uganda angekommen. Beim Tagesflug über Afrika war die Sicht auf den Nil ein Höhepunkt. Nun sind wir also unterwegs und entdecken dieses spannende Land. Beim Besuch des Projekts «Bildung statt Kinderarbeit» besichtigen wir am 3. Reisetag eine Goldmine.

Dank der Sensibilisierungsarbeit unserer Partner arbeiten die Kinder aus dieser Region nun nicht mehr in Minen, sondern gehen zur Schule. Lesen Sie hier mehr dazu, wie dies erreicht wird.

Schuften für wenig Lohn

Violette ist eines dieser Kinder. Ihre Eltern sind beide Goldminenarbeiter. Sie konnten das Geld für die Schule nicht auftreiben. Ein Bekannter erkannte Violettes Potenzial und bezahlte für sie das Schulgeld. Als er aber nach drei Jahren schwer erkrankte, konnte er Violette nicht mehr unterstützen. Sie musste die Schule verlassen, und begann selber in der Goldmine zu arbeiten. An Tagen, an denen sie Gold fand, erhielt sie drei bis fünf US Dollar als Lohn. An vielen Tagen aber schuftete sie für nichts.

Bildung statt Kinderarbeit

Ihr Vater schickte sie schliesslich über die nahegelegene Grenze nach Kenya, um dort ein regelmässigeres Einkommen als Bedienstete zu verdienen. Mitarbeitende unserer Partnerorganisation wurden auf die Situation der Familie aufmerksam. Sie überzeugten den Vater, Violette wieder nach Uganda zu holen. Dank Spenden von TearFund kann der jungen Frau die Ausbildung finanziert werden.

Wir besuchen sie zu Hause, wo wir sie zusammen mit ihrer Familie antreffen. In sehr gutem Englisch erzählt sie uns ihre Geschichte. Violette ist fröhlich und hat Pläne für die Zukunft, die bald wahr werden: Sie schliesst im Sommer 2018 ihre Ausbildung als Lehrerin ab.

Ich bin beeindruckt

Zwei Dinge haben mich, Christa Bauer, bei diesem Besuch beeindruckt: Violette selber und ihre Vision für die Zukunft. Und das Engagement unserer Partnerorganisation: Die Mitarbeitenden treten persönlich, kämpferisch und überzeugend auf. Sie haben ein Auge für Kinder und Jugendliche, die das Potenzial haben, ihr Land aufzubauen. Und sie haben ein grosses Herz für diese Kinder und ihre Familien. Das motiviert mich sehr, mich auch weiterhin für sie zu engagieren.

Erfahren Sie mehr über unser Projekt «Bildung statt Kinderarbeit».

14.02.2018

Diese Erfahrung bereichert mein Leben

Christa M. «Unter den vielen eindrücklichen Begegnungen ist mir vor allem der Besuch in der Goldmine, im Dorf Tiira, und die Begegnung mit dem Dorf- und Distriktvorsteher besonders geblieben. Bis vor ca. 1 Jahr haben rund 1000 Kinder in der Goldmine gearbeitet und unter hart und gefährlichen Bedingungen für wenig Lohn nach Gold gesucht. Der Vorsteher hat dann ein Gesetz erlassen, das Kinderarbeit in den Minen verbietet, damit die Kinder die Schule besuchen können. Er arbeitet auch mit der von TearFund unterstützten Partnerorganisation CarNaC zusammen (Children at Risk National Collaboration of Christian Agencies). Die Organisation erklärt Eltern und Kindern die Wichtigkeit der Schulbildung.»

Ernst: «Farming God's Way verlangt einiges an Know-How in den Bereichen Geometrie, Botanik, Chemie, Dünger und Zeiteinteilung.»

Marlen: «Ich bin wieder beeindruckt, wieviel qualitativ gute Arbeit im Kleinen getan wird und welch grosse Wirkung es hat. Hier mitten drin zu sein, auch als Besucher geht nicht spurlos an mir vorbei. Diese Erfahrung bereichert mein Leben.»

19.02.2018

21.02.2018

Der Besuch des Wasserprojekts beeindruckt. Dorfbewohner, davon viele Frauen, bauen unter der Anleitung von TearFunds Partner Wassertanks und Wasserleitungen. Vincence und Medius aus Keeru (Westuganda)sagen: «Vorher liefen wir täglich 3 km den Berg hinunter und wieder hinauf um Wasser zu holen. Heute laufen wir 2 Meter!» Die Familie hat Zeit gewonnen: Für Landwirtschaft, für eine kleine Hasenzucht und Hühner. Die Familie leidet nun nicht mehr unter Armut, die von Wassermangel verursacht wurde. Wasser ist Leben!

Mehr Informationen zum Wasserprojekt in Uganda


Das sagen die Teilnehmer zur Erlebnisreise:

«Die Uganda-Reise ist einmal mehr super organisiert. Die Einsicht in die verschiedenen Projekte war sehr lehrreich. Zwei Projekte haben mich besonders beeindruckt. «Farmin Gods Way» - hier wird auf eindrückliche Weise Landwirtschaft betrieben, sodass mit weniger Aufwand mehr Ertrag erzielt wird und mit Freude erledigt werden kann. Das zweite Projekt war in den Bergen, wo eine Familie einen energieeffizienten Ofen gebaut hat. Die Familie besitzt eine Kuh, der Dung der Kuh wird gesammelt und in Biogas umgewandelt, welches u.a. für den Ofen verwendet wird. Nebst all den Projekten haben wir sehr viel von Land und Leuten gesehen und erfahren.»

«Wir haben im einen Projekt viele Einblicke zum Thema gute Landwirtschaftsmethoden erhalten. Diese baut auf vier Prinzipien auf: 1. Frühzeitige Vorbereitung, 2. Hohe Arbeitsstandards umsetzen, 3. Kein Abfall oder Verschwendung, 4. Alles mit Freude machen. Wir sahen, dass die Ugander von den Schweizern in Punkt 1 + 2 lernen können: Wir haben hohe Arbeitsstandards und bereiten uns dauernd auf die Zukunft vor, z.T. sogar übermässig. Jedoch sind uns die Ugander in Punkt 3 + 4 ein Vorbild: Eine höhere Lebensfreude und weniger Abfall und Verschwendung.»